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Olaplex & Gummihaare: So schädlich ist Blondieren wirklich!

Kaugummihaare nach dem Blondieren sind oft ein unschöner Nebeneffekt. Die beschädigte Haarstruktur benötigt meist Monate, um sich wieder zu regenerieren.

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Blondieren kann die schöne Mähne ruinieren, doch ist Olaplex wirklich die richtige Lösung dafür?
max-kegfire / iStock

Pastellfarben, Grau oder doch Unicorn-Style? Sie möchten endlich eine neue Haarfarbe und entscheiden sich dafür Ihre Haare komplett blondieren zu lassen. Zugegeben, ziemlich mutig, denn wer sich nicht in die Hände eines Spezialisten begibt, kann schnell einen teuren Preis zahlen – die Gesundheit seiner Haare und seiner Kopfhaut! Im schlimmsten Fall bekommen Sie nach dem Färben sogenannte Gummihaare, die sich ziehen wie Kaugummi und abbrechen.

Wer die Mähne blondiert, zerstört alle natürlichen Farbpigmente seiner Kopfhaare. Doch wie können Haarbruch und -schäden verhindert werden und kann Olaplex blondierte Haare tatsächlich retten?

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Gummihaare nach der Blondierung

Was passiert eigentlich beim Blondieren? Bei der Blondierung quillt die Haarstruktur durch Alkalien (z.B.: Ammoniak) auf. Das ist nötig, damit sich die Schuppenschicht öffnet und die Bleichmittel in die Haare eindringen können. Diese Bleichmittel sind meistens Wasserstoffperoxide (H2O2), die auch häufig in Zahnbleaching- oder Desinfektionsmittel gefunden werden. Die Wasserstoffperoxide setzen Sauerstoff frei und zerstören die Farbpigmente im Haar. Danach reagiert das H2O2 mit Färbemittel, dessen Stoffe sich ebenfalls aufblähen, um sich im Haar festzusetzen.

So wird unsere Haarstruktur zerstört: 

  • Je dunkler das Naturhaar ist, desto mehr Farbpigmente müssen beim Erblonden zerstört werden. Das belastet das Haar sowie die Kopfhaut und kann im schlimmsten Fall sogar zu einer Allergie führen.
  • Zusätzlich werden die Keratinstränge der Haare angegriffen, das Ammoniak schwächt die äußere Haarschicht und das führt dazu, dass sich unsere Haare plötzlich langziehen lassen wie Kaugummi.
  • Zudem wirkt das Haar verfilzt, kaputt und strohig. In Extremfällen kann eine zu starke Blondierung auch das Abbrechen der  Mähne bewirken. Oft hilft da nur mehr das geschädigte Haar abzuschneiden.

 

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Erst kürzlich schockte das Live-Video der YouTuberin Lori Faith. Dort blondiert sie sich vor laufender Kamera die Haare, kurz darauf "kämmt" sie sich einzelne Haarbüschel von ihrer Kopfhaut:

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Kann Olaplex geschädigte Haare retten?

Wer trotzdem auf grelle Farben und neue Haarfarben-Trends nicht verzichten möchte, soll laut Experten beim Blondieren zu Olaplex greifen. Das in den USA von Wissenschaftern entwickelte Produkt soll Blondierschäden reparieren sowie das Haar regenerieren und schützen. Olaplex dringt in die Haarstruktur ein und ersetzt die beschädigten Disfuid- bzw. Schwefelbrücken im Haar mit gesunden Molekülen.

  • Diese Brücken sorgen für die Spannkraft, den Glanz sowie Festigkeit der Mähne und werden beim Färben gespalten, damit das Färbemittel in die Haare eindringen kann. Nach dem Blondieren mit Olaplex wirkt die Mähne wieder gesund – und das trotz der aggressiven Farbbehandlung!
  • Der achtfach patentierte Wirkstoff der Olaplex-Produkte schützt die Haare nicht nur vor chemischen Stoffen, sondern auch vor Haarbruch durch UV-Strahlen oder schädliche Stylings mit dem Glätteisen und Föhn. Deshalb bieten viele Frisörsalons auch Olaplex-Shampoos und Conditioner für Zuhause an – die Kosten belaufen sich auf 25 Euro aufwärts.

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Feuchtigkeitsspendende Öle & natürliche Haaraufheller

Wer seine Haare ohne Olaplex gefärbt hat und nun mit einer kaputten Mähne kämpft, sollte seine Haare und die Kopfhaut unbedingt schonen.

  • Verzichten Sie auf Glätteisen, Lockenstab, Föhn & Co. Auch wenn Ihre Haare katastrophal aussehen, brauchen sie im Moment eine Auszeit.
  • Setzen Sie auf pflegende Öle und Kuren mit Argan-, Rizinus– oder Kokosöl. Das versorgt Ihre Haare und Kopfhaut mit Feuchtigkeit sowie Vitaminen.
  • Nicht mehr blondieren und färben! Auch wenn es Ihnen sehr schwer fallen mag, je seltener Sie Ihre Haare färben und mit chemischen Mitteln belasten, desto gesünder werden sie. Außerdem: Ihre Naturhaarfarbe ist bestimmt auch ein Hingucker!

Wer seine Haare trotzdem aufhellen möchte, kann auch auf Hausmittel wie Bier, Zitronen, Kamille, Honig oder Backpulver zurückgreifen. Die Mähne wird dabei nicht so aufgehellt wie beim Frisör, doch besonders bei blonden oder brünetten Haarfarben kann ein gesunder und natürlicher Aufhelleffekt erzielt werden.

Mehr dazu: Vorsicht bei Aufhell-Shampoos!

Wie gesundheitsgefährdend Blondieren für unsere Körper sein kann, erzählt die YouTuberin Bentlee in ihrem Video. Hier beschreibt sie, wie sie nach dem Blondieren chemische Verbrennungen auf ihrer Kopfhaut erleiden musste:

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