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"Beim Schielen bleiben die Augen stecken." Stimmt das?

Ist der Satz tatsächlich eine Warnung oder nur eine unrichtige Floskel? In unserer neuen Reihe räumen wir mit gängigen Medizinmythen auf.

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Bleiben beim Schielen die Augen stecken?
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Schneiden Kinder Grimassen, strecken sie die Zunge raus und schielen – und prompt folgt die Warnung: "Nicht schielen, sonst bleiben die Augen stecken!"

Keine Frage, Schielen ist lustig, aber ist es auch gefährlich? Wir klären, ob da was Wahres dran ist oder ob es sich dabei einfach nur um eine Floskel handelt, die seit Generationen blindlings wiederholt wird.

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Alles nur eine Mär?

Die Angst, die Augen könnten stecken bleiben, wenn sie willentlich in eine andere Position gebracht werden, ist seit jeher weit verbreitet.

Doch mit diesem Mythos können Sie ab nun aufräumen: Die Augen werden durch Muskelgruppen, die sich am äußeren Auge sowie am Augapfel befinden, flexibel gehalten und sorgen dafür, dass sich das Auge in alle Richtungen bewegen kann. Das ist auch beim Schielen der Fall.

Obsoleter Irrglaube

Der Mythos könnte einerseits seinen Ursprung in der Unwissenheit aus früheren Zeiten haben, andererseits schickte es sich für kleine Kinder nicht, herum zu blödeln und Quatsch zu machen. Besonders in "guten Kreisen" galt eben: Nur ja nicht die Contenance verlieren. Die strengen Zeiten sind zum Glück vorbei.

Können Kinder bereits im jungen Alter ihre Augen Richtung Nasenspitze drehen, gönnen Sie ihnen den Spaß und beißen Sie sich auf die Zunge. Es ist alles gut, denn sie besitzen die Fähigkeit, die Kontrolle über ihre Augenmuskulatur zu haben.

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FAZIT: Der Mythos, dass die Augen beim Schielen stecken bleiben können, ist falsch.

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