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Solarium: Schadet das Bräunen der Haut?

Solariengenbräunt in den Winter: Warum das keine gute Idee ist, lesen Sie hier.

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Hautkrebs durch Solarium?
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Dass zu viel UV-Strahlung akute und chronische Hautschäden verursacht, ist hinlänglich bekannt. Doch die Gesundheitsgefährdung geht nicht nur von übermäßiger, natürlicher Sonneneinstrahlung aus, sondern auch von künstlich erzeugter UV-Strahlung im Solarium.

Mittlerweile gilt es sogar als erwiesen, dass die in Solarien verwendete UV-Strahlung in gleichem Maße wie die UV-Strahlung der Sonne beim Menschen Krebserkrankungen auslösen kann. Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass die Nutzung eines Solariums vor allem bei Menschen unter 35 Jahren das Risiko an Hautkrebs zu erkranken, erhöht. Experten gehen sogar von einer Verdoppelung des Erkrankungsrisikos aus.

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Die Jugend schützen

Die internationale Agentur für Krebsforschung hat die natürliche wie auch die künstlich erzeugte UV-Strahlung der Wellenlänge von 100 bis 400 Nanometer als für den Menschen krebserregend eingestuft. Der Gesetzgeber hat reagiert, und bereits im September 2010 entschieden, Jugendlichen unter 18 Jahren die Benützung von Solarien zu untersagen.

  • Künstliche Sonnenstrahlen wie in Solarien enthalten meist nur UVA-Licht. UVA-Strahlen sind langwellig und können daher tief in die Haut eindringen.
  • Sie bräunen, bauen aber keinen effektiven Lichtschutz auf, wie es UVB-Strahlung tut. Die in Solarien entstandene Bräunung beruht also nur auf der Neubildung des Hautpigments Melanin, der Effekt ist rein kosmetisch.
  • Die Sonnenempfindlichkeit kann durch den Besuch eines Solariums jedenfalls nicht verringert werden. Für einen effektiven Eigenschutz der Haut wird auch UVB-Strahlung benötigt. Diese ist Bestandteil der natürlichen Sonneneinstrahlung, nicht jedoch jener in Solarien.

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 Kein Schutz vor Hautkrebs

Vitamin D entsteht nur, wenn UVB-Licht auf die Haut trifft. Ein Mangel an Vitamin D kann also durch einen Solariumbesuch nicht ausgeglichen werden. Da hilft auch im Winter nur eines: raus an die frische Luft! Die Haut verfügt über zweierlei Mechanismen, um sich vor UV-Strahlung zu schützen:

  • An erster Stelle steht das Pigment Melanin. Es wird in der Haut gebildet und schützt die Hautschichten. UVA-Strahlen aktivieren das bereits vorhandene Melanin, UVB-Strahlen führt zu einer Neubildung von Melanin. Längere UV-Strahlung verdickt zudem die Haut.
  • Hautkrebs entsteht durch Schäden im Erbgut von Hautzellen. Die Annahme, dass gebräunte Haut vor Erbgutschäden schützt, ist jedoch falsch: das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, besteht trotzdem.

Mehr dazu: Wie sinnvoll ist Vorbräunen?

Was kann ich stattdessen tun?

  • Die Sommerbräune hält auf gepflegter Haut länger.
  • Peelen und cremen Sie regelmäßig.
  • Verwenden Sie Selbstbräuner.
  • Machen Sie es wie die Japanerinnen und feiern Sie blasse Haut.
  • Essen Sie abwechslungsreich und Lebensmittel mit viel Betacarotin (z.B. Karotten).

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