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Stress loswerden im Thermalwasser: So gesund sind die Entspannungsbäder

Müde, abgespannt und gestresst? Da kann ein Thermalbad wahre Wunder wirken.

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Frau im Thermal
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Bei kühlem Wetter sehnen sich viele nach ein wenig Abwechslung vom grauen Alltag. Was liegt da näher, als ein paar Tage abzutauchen und die Seele baumeln zu lassen? Das gelingt in einer wohlig warmen Therme am besten. Dass es sich in Thermalwasser herrlich entspannen lässt, ist allgemein bekannt.

Nun ist der gesundheitsfördernden Wirkung des Entspannungsbads sogar wissenschaftlich auf den Grund gegangen. Wie Thermalwasser Stress reduziert und was Sie beim Baden beachten sollten, lesen Sie hier.

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Was ist Thermalwasser?

Thermalwasser unterscheidet sich von Grundwasser durch seine Inhaltsstoffe und die höhere Temperatur. Es ist reich an gelösten Mineralstoffen wie Schwefel, Kohlensäure oder Radon, die über die Haut aufgenommen werden. Die im Vergleich zum Grundwasser höhere Temperatur von über 20 Grad Celsius an der Quelle entsteht entweder durch die unterirdische vulkanische Aktivität oder durch das Zirkulieren des Wassers in tieferen und damit heißeren Schichten der Erde.

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Gesundheitsfördernde Wirkung

Thermalwasser eignet sich seit Jahrtausenden zu Therapiezwecken und gilt als wahres Wundermittel. Je nach Konzentration und Zusammensetzung der mineralischen Inhaltsstoffe bieten sich die einzelnen Thermalquellen als Therapiemöglichkeit für unterschiedliche Krankheiten an:

  • Hautprobleme: Thermalbäder mit hohem Schwefelanteil sind besonders geeignet, um Hauterkrankungen wie Akne, Schuppenflechte, Neurodermitis oder rheumatische Muskel- und Gelenkerkrankungen zu lindern.
  • Herz-Kreislaufstörungen: Kohlensäurehaltiges Thermalwasser kann bei leichten und mittleren Blutdruck-und Kreislaufbeschwerden eingesetzt werden und regt spürbar die Durchblutung an.
  • Rheuma, Muskelverspannungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates: Ein besonders hoher Salzgehalt des Wassers soll sich positiv bei Muskel- und Gelenksproblemen auswirken. Durch den Auftrieb des Wassers wiegt der Mensch im Wasser weniger als zehn Prozent seines Gewichtes, dadurch können Bewegungen einfacher ausgeführt werden.

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Stressabbau wissenschaftlich bestätigt

Eine gemeinsame Studie der Medizinischen Universität Graz sowie des Landesklinikums St. Pölten hat nun erstmals wissenschaftlich nachgewiesen, was die meisten von uns schon ahnten:

  • Ein Bad im warmen Thermalwasser steigert das Wohlbefinden. Erreicht wird der Zustand der Tiefenentspannung durch eine deutliche Reduktion des Stresshormons Cortisol.
  • Wasser, so die Experten, hat auch etwas Regressives: Es schafft Bedingungen, die jenen im Mutterleib ähnlich sind.

Nachfolgende Studien sollen nun klären, wie lange der entspannende Effekt anhält. Die Forscher erwarten sich daraus Erkenntnisse, ob und wie Thermalwasser als gezielte Präventionsmaßnahme für Stressgeplagte angewendet werden kann.

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Wer sollte aufpassen?

  • Personen mit Krampfadern: Da sich im warmen Wasser die Venen in Armen und Beinen erweitern, sollten sich Personen, die zu Krampfadern neigen, nicht allzu lange im Thermalbecken aufhalten. Wichtig ist auch, Arme und Beine im Anschluss an das Bad mit kaltem Wasser abzuspülen.
  • Säuglinge und Kleinkinder: Bäder in Thermalwasser sind aufgrund der höheren Temperatur für Herz und Kreislauf recht anstrengend. Experten raten daher Erwachsenen, sich nicht länger als 30 Minuten im warmen Wasserbad aufzuhalten. Für Kinder sollten dabei die maximale Badedauer von 15 Minuten nicht überschreiten und anschließend eine Ruhepause einlegen.

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