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Warum bekommen wir im Alter graue Haare?

Färben, tönen, Strähnchen ziehen; Gegen graue Haare haben wir einige Beauty-Hacks in petto. Doch warum werden unsere Haare eigentlich grau?

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Das ist der Grund warum Haare grau werden.
wundervisuals / iStock

Während graue Haare bei Männern die Attraktivität angeblich steigern, verfallen Frauen beim Anblick ihrer ersten graue Haare oftmals in Panik. Graue Haare sind ein gefürchtetes und deutliches Zeichen für den Alterungsprozess.

  • Unsere Haarfarbe sowie der Zeitpunkt des Ergrauens ist genetisch festgelegt.
  • Bei Europäern setzt das Ergrauen der Haare im Durchschnitt mit 34 Jahren ein (Toleranz 10 Jahre nach oben und unten), bei Afroamerikanern ganze zehn Jahre später.
  • Haare bestehen ebenso wie Finger- und Zehennägel aus Horn, genaugenommen sind sie also pigmentierte Hornfäden. Der Farbstoff Melanin im Haar ist für die natürliche Haarfarbe verantwortlich.
  • Eumelanin dominiert in braunem oder schwarzem Haar, Phäomelanin ist als Rot-Pigment für hellblonde, blonde oder rote Haare verantwortlich.

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Luft statt Farbstoffe

Melanin wird in den Pigmentzellen in der Kopfhaut gebildet:

  • Mit Fortschreiten des Alterungsprozesses wird nach und nach weniger davon produziert.
  • Statt Farbpigmenten lagern sich nun kleine Luftbläschen im Haar ab.
  • Die Haare werden also nicht wirklich grau, sondern zunächst nur heller.
  • Die Mischung aus pigmentierten und unpigmentieren Haaren nimmt unser Auge insgesamt als grau wahr.
  • Wird gar kein Pigment mehr produziert, dann erscheinen die Haare vollständig weiß.

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Wasserstoffperoxid verhindert Pigmentbildung

Wissenschafter konnten den Grund für den Rückgang der Pigmentproduktion bereits identifizieren: körpereigenes Wasserstoffperoxid.

  • Wasserstoffperoxid, vielen bekannt als Bleichmittel, wird als Nebenprodukt des Stoffwechsels ständig im Körper gebildet, von Enzymen jedoch umgehend wieder abgebaut.
  • Mit zunehmendem Alter werden jedoch immer weniger dieser Enzyme produziert. Dadurch bleibt das Wasserstoffperoxid im Körper und verhindert dort die Bildung von Melanin. Das Haar wird unweigerlich weiß.
  • Tönungen und Haarfarben: Alle im Handel erhältlichen Produkte gegen graue Haare wirken rein äußerlich auf dem bereits weißen Haar. Die Kosmetikindustrie bemüht sich nun um die Erforschung einer Substanz, die nicht erst die ergrauten Haare behandelt, sondern dafür sorgt, dass Haare erst gar nicht weiß werden.

Die Nachfrage ist groß, der Markt riesig.

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