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Golden Shower: Mit Urin zur sexuellen Ekstase?

Urin gehört normalerweise nicht zum Liebesspiel dazu, doch Anhänger der "Golden Shower"-Praktik erhoffen sich dadurch unglaubliche Orgasmen.

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Was versteht man unter der Sexpraktik Golden Shower?
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Zugegeben, unter einer "Golden Shower" kann man vieles verstehen. Doch nur die wenigsten verbinden den Begriff mit Sexualität und erst recht nicht mit Urin! Richtig gelesen, bei der Golden Shower handelt es sich um einen Fetisch, der das gegenseitige Anpinkeln als lustvolle Handlung darstellt. Wir erklären Ihnen, wie's funktioniert!

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Was macht Urin so erregend?

Neben Golden Shower, hat die sexuelle Handlung auch viele weitere Bezeichnungen. So reden Anhänger der Urophilie (Vorliebe für Urin) dabei auch von "Natursekt (-bestrahlung)" oder "Champagner". Doch warum mögen es viele Menschen, angepinkelt zu werden oder seinen Partner mit dem eigenen Urin zu "markieren"?

  • Der Grund liegt in der Faszination von Macht und Unterwerfung: Also der Erregung während man den Partner dominiert oder selbst erniedrigt wird.
  • Der dominante Part (Sadist) genießt es, auf seinen Partner zu urinieren und ihn mit seinen Körperflüssigkeiten zu demütigen.
  • Der unterwürfige Part (Masochist) genießt es, mit dem Harn seines Partners Kontakt zu haben und sich anpinkeln zu lassen. Hierbei nehmen viele Personen den "Sekt" auch oral auf. Dabei wird auch der Geruch und der Geschmack als sehr erregend empfunden.

Die Sexualpraktik finden in der BDSM-Szene seinen Ursprung: Dort wird das Urinieren auch als eine Form der Bestrafung empfunden. Innerhalb dieser Szene ist es relativ einfach Gleichgesinnte zu finden. Wer jedoch keinen Kontakt mit BDSM-Begeisterten hat und trotzdem die Golden Shower (mit seinem festen Partner) ausprobieren möchte, sollte auch ein paar wichtige Dinge achten.

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Golden Shower: Das sollten Sie beachten!

Damit bei Ihrem Sex-Erlebnis wortwörtlich nichts daneben geht, haben wir hier ein paar hilfreiche Tipps für Sie:

  • Beide Partner müssen zustimmen: Reden Sie in Ruhe mit Ihrem Liebsten über Ihre sexuellen Wünsche. Nur, wenn beide Partner zustimmen, kann die Golden Shower durchgeführt werden. Nicht vergessen: Jede Person hat einen anderen Bezug zu Urin! Nur weil Sie es mögen, muss es Ihr Partner Ihnen nicht gleichtun!
  • Eine Frage der Gesundheit: Nicht nur beim herkömmlichen Geschlechtsverkehr, sondern bei allen sexuellen Praktiken spielt die Gesundheit eine große Rolle. Urin ist ein Abfallprodukt des Körpers, welches nicht mehr benötigt wird. Der abgegebene Harnstoff ist meistens steril und stellt daher kein großes Krankheitsrisiko dar. Sie sollten jedoch vermeiden große Mengen davon zu trinken – besonders von kranken Menschen! Durch den Urin kann eine Hepatitis-B-Infektion übertragen werden.
  • Gesunde Ernährung für den Geschmack: Am besten schon vor dem ersten Tag der Natursektbestrahlung auf eine gesunde Ernährung achten! So können Sie einen guten Geschmack und vor allem Geruch (Stichwort Spargel!) sicherstellen.

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Grenzen respektieren

  • Die richtige Spielwiese: Sind beide Partner dazu bereit (und gesund!), dann geht es jetzt an die Vorbereitung. Falls Sie Ihr feuchtes Liebesspiel im Bett oder auf dem Sofa durchführen möchten, dann sollten Sie eine große Folie auslegen, um die Möbelstücke zu schützen. Am einfachsten funktioniert die Golden Shower in der Badewanne oder in der Dusche. So kann alles problemlos gereinigt werden.
  • Genug ist genug: Eine der wichtigsten Regeln ist immer noch rechtzeitig aufzuhören. Machen Sie sich ein Safeword mit Ihrem Partner aus, welches Sie im Notfall benützen können. Fühlen Sie sich plötzlich unwohl in der Situation oder finden das ganze Spektakel doch nicht so erregend wie gedacht, dann sagen Sie Ihr Safeword, um das Urin-Vorgehen zu stoppen.

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