Sex

Hate-Sex: Warum sich Sex mit dem Ex manchmal gut anfühlt

Wie bitte? Mit einem Menschen intim zu werden, den man nicht ausstehen kann, soll erregend sein? Wir erklären Ihnen alles rund um das Thema Hate-Sex!

  • Drucken
Hate-Sex beschreibt Intimität zwischen zwei Menschen, die sich nicht mögen.
Deagreez / iStock

Könnten Sie sich vorstellen mit jemanden zu schlafen, den Sie überhaupt nicht leiden können? Zugegeben, die Vorstellung wird so einige Personen zum Kopfschütteln bringen, doch bei Hate-Sex passiert genau dieses Szenario. Männer und Frauen schlafen mit Personen, die sie eigentlich "hassen". Der Grund dafür ist ganze einfach: Hate-Sex soll besonders erregend und stimulierend sein.

Mehr dazu: Honeymoon-Zystitis nach dem Sex?

Sex mit dem Ex

Neben dem Aussehen spielen viele weitere Faktoren eine ausschlaggebende Rolle, ob wir jemanden körperlich anziehend finden oder nicht. Mit jemandem Sex zu haben, den wir nicht leiden können, hört sich generell komisch an, doch bei Ex-Partnern kommt diese Art des Geschlechtsverkehrs häufig vor. Man liebt sich zwar nicht mehr, doch die Gefühle von Hass, Rache und Aggression steigern aber die Libido und führen dazu, dass man mit seinem Ex-Partner mal wieder im Bett landet.

"Manche Leute sehen 'Hass-Sex' als einseitigen Akt, bei dem sich beide Sexualpartner nicht ausstehen können und gemeinsam Gefühle wie Mikroaggression, Vergeltung oder Rache ausleben", erklärt Professor Craig Jackson von der Birmingham City University gegenüber der englischen Zeitung Metro. Laut Jackson ist diese Art von Intimität eine Form, um negative Gefühle abzubauen. Wie auch bei allen anderen sexuellen Aktivitäten, muss aber auch hier die Einwilligung beider Partner vorhanden sein.

Mehr dazu: Was sind Sex-Positive-Partys?

Sex ist kein Problemlöser

Laut einer französischen Studie schüttet unser Gehirn drei verschiedene Neurotransmitter aus, wenn wir uns zu jemanden hingezogen fühlen:

  • Adrenalin, wenn wir gestresst, aufgeregt oder verängstigt sind.
  • Serotonin, das uns glücklich macht und entspannt.
  • Dopamin, ein bekanntes Glückshormon.

Das Interessante: Dieser biologische Vorgang tritt nicht nur bei Menschen auf, die wir attraktiv finden. Adrenalin, das meist bei Wut ausgeschüttet wird, kann also auch der Grund dafür sein, wieso wir den arroganten Kollegen aus der Buchhaltung irgendwie anziehend finden.

Obwohl Hate-Sex sehr aufregend sein kann, stellt er keine Lösung für Probleme dar. Manche Ex-Partner fühlen sich nach dem "verhassten Liebesspiel" verwirrt, allein oder versöhnen sich auf wundersame Weise wieder. Häufig werden mit dem Sex aber nur die angestauten Emotionen verarbeitet, anstatt bestehende Konflikte tatsächlich zu lösen.

Mehr dazu: Dogging: Heißer Outdoor-Sex mit Publikum

letztes Update:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.