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Sex in Corona-Zeiten: Das musst du alles wissen

Kann das Corona-Virus durch Sex übertragen werden? Schützen Kondome vor einer Infektion? Hier die Antwort auf diese und weitere Fragen.

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Das Coronavirus und die damit einhergehende Pandemie machen auch vor der schönsten Nebensache der Welt nicht Halt. Wir verraten dir, was du zum Thema Sex und Corona wissen musst:

Frage: Ist SARS-CoV-2 sexuell übertragbar?

Antwort: Das neuartige Coronavirus zählt allgemein nicht zu den sexuell übertragbaren Infektionen, STI genannt. Das bedeutet aber nicht, dass man sich beim Liebesspiel nicht mit SARS-CoV-2 infizieren kann – im Gegenteil. Das Virus wird hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion übertragen, also durch Aerosole (winzig kleine Schwebeteilchen in der Luft), die wir beim Sprechen, Niesen oder Husten ausstoßen. Haucht dir dein Partner etwa liebevoll ins Ohr, kann somit bereits eine Infektion stattfinden. Hinzu kommt, dass der empfohlene Mindestabstand von mindestens einem Meter beim Sex ebenfalls nicht eingehalten werden kann.

Es sind aber auch indirekte Übertragungen des Virus mittels Schmierinfektion möglich. So können sich auf den Fingern virushaltige Tröpfchen finden. Berühren diese Augen, Nase oder Mund, kann es ebenfalls zu einer Übertragung des Corona-Virus kommen.

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Frage: Kann ich mich durch Küssen mit Corona anstecken?

Antwort: Ein klares Ja! Schließlich finden sich die Viren auch im Speichel wieder und, ganz unromantisch gesagt, ist Küssen nicht mehr als ein Austausch dieser Flüssigkeiten. Und an Abstand halten ist dabei ebenfalls nicht zu denken.

Frage: Sind Coronaviren durch Oralverkehr übertragbar?

Antwort: Nein und gleichzeitig ja. Beim Oralverkehr selbst besteht zum Beispiel laut der deutschen Aidshilfe kein direktes Risiko. Allerdings ist die Frage, ob das Virus durch Sperma oder Vaginalsekret übertragbar ist, nicht endgültig erforscht. Eine Übertragung mittels Schmierinfektion ist bei Fellatio oder Cunnilingus aber sehr möglich.

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Beispiel: Eine Person ist infiziert und hat winzige Viruspartikel auf der Hand. Wandert diese weiter zu den Schleimhäuten der Genital- oder Analregion, kann eine Übertragung von SARS-CoV-2 stattfinden. Und der Mindestabstand ist auch hier nicht einzuhalten, also ist auch eine Tröpfcheninfektion denkbar.

Für den Rim-Job, das Äquivalent des Blow-Jobs in der Analregion, gilt dasselbe.

Mehr dazu: "Angstlust erzeugt sexuelle Spannung"

Frage: Schützen Kondome vor einer Ansteckung?

Antwort: Nein. Kondome bieten keinen sicheren Schutz vor dem neuartigen Corona-Virus. Wie zuvor beschrieben, geschieht eine Infektion meistens mittels Tröpfchen oder Aerosolen, die schon beim Ausatmen in die Luft gelangen können. Und ein Kondom über den Kopf zu ziehen, ist für die allermeisten auch keine wirkliche Option…

Frage: Shit, was soll ich jetzt machen?

Antwort: Wer in einer monogamen Beziehung lebt, kann etwas aufatmen. Schließlich herrscht, wenn man zum Beispiel in einem gemeinsamen Haushalt lebt, ohnehin viel reger Kontakt. Auf Sex muss hier niemand verzichten – aber es lohnt sich darauf zu achten, ob der Partner nicht bereits Symptome einer COVID-19-Erkrankung zeigt. In diesem Fall ist ein Liebesspiel keine gute Idee.

Für Singles oder Menschen, die ihre Partner beim Geschlechtsverkehr wechseln wie andere die Bettwäsche, ist die Corona-Pandemie allerdings eine schwere Zeit. Wenn man schon kaum oder besser noch keine haushaltsfremden Personen treffen darf, ist auch kein sexueller Austausch mit diesen möglich. Eine Alternative bietet immerhin Selbstbefriedigung. Der "Sex mit sich selbst" hat auch durchaus seine spannenden Seiten und ist immerhin garantiert risikofrei in Sachen Corona-Übertragung!

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