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Sexting: Wie mache ich's richtig?

Was gibt es beim Texten von heißen Nachrichten zu beachten?

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Sexting, aber wie?
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Das Verschicken von Texten mit heißem Inhalt, Bilder mit eindeutig zweideutigen Motiven – das ist Sexting (Wortmix aus "Sex" und "Texting"). Wenn zwei einander schreiben und mehr daraus wird, zumindest aus digitaler Sicht, dann gibt es einiges zu beachten. Denn die Kontrolle über zunächst harmlosen Dirty Talk ist schnell verloren. Worauf man beim Verschicken von heißen Botschaften und Nacktaufnahmen achten sollte und warum Sexting so verlockend ist, verraten wir hier.

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Warum Sexting so verführerisch ist & worauf man achten sollte

Ob als Vorspiel, zum Kennenlernen oder als "digitales Blind-Date" – Sexting ist sehr beliebt, wenn es sich dabei nicht um vulgäre Anmachsprüche handelt. Und keine Frage, auch zum Verschicken von Nachrichten ist eine Portion Mut notwendig, aber Andeutungen und sexy Worte lassen sich eben leichter tippen als dass sie über die Lippen gehen, schließlich muss man dem Empfänger dabei nicht direkt in die Augen schauen. Viele Menschen finden Sexting prickelnd und wähnen sich auf der sicheren Seite, schließlich ist alles nur ein Spiel und auch der Körperkontakt bleibt aus. An der Floskel "Davon kann ich nicht schwanger werden" ist immerhin was Wahres dran.

Und man gewinnt etwas Zeit, um sich eine passende Antwort zu überlegen. Da wären wir auch gleich beim ersten wichtigen Punkt, was es zu beachten gilt, denn diese Zeit sollte man sich auch unbedingt nehmen.

  • Jede Antwort sollte gut überlegt sein. Denn Texte und Fotos gehen schnell viral, wenn sie der falschen Person übermittelt werden. Hat man erst einmal die Kontrolle darüber verloren, ist das schwer wieder rückgängig zu machen.
  • Zweideutige Andeutungen wie "Mich gibt's heute zum Nachtisch" heizen die Stimmung mehr an als direkte Ansagen à la "Heute blas' ich dir einen" – und sind weniger verfänglich.
  • In der Kürze liegt die Würze. Zwei bis drei Messages sind meist völlig ausreichend, um in Fahrt zu kommen. Dauert der Dirty Talk zu lange, flaut die Stimmung schnell wieder ab und man schämt sich später womöglich für den ausschweifenden Sex-Dialog.
  • Nicht gleich abschicken. Nach dem Verfassen nicht gleich auf "Senden" drücken, sondern den Text nochmal in Ruhe überprüfen: aufmerksam durchlesen (auch auf Rechtschreibfehler achten) und überlegen: Könnte es hinterher peinlich werden? Ist der Empfänger auch wirklich richtig? Nichts peinlicher, als wenn der Text an die falsche Person gerät…

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Was es bei Fotos zu beachten gibt

Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte? Ja, aber manchmal sagt es auch zu viel. Wer unbedingt ein heißes Foto von sich verschicken möchte, sollte nicht einfach drauflos knipsen.

  • Ist der Empfänger vertrauenswürdig? Einem kurzweiligen Gspusi ein Nacktfoto von sich zu schicken ist keine gute Idee. Aber auch beim Lebenspartner sollte man vorsichtig sein. Die Gefahr, dass das Foto eines Tages gegen einen verwendet wird, ist größer, als manche meinen. Die Rache des verletzten Ex ist manchmal eben nicht nur süß, sondern kann sehr gemein sein.
  • Nicht alles zeigen. Anonymität zu wahren hat oberste Priorität. Aufnahmen können schnell in falsche Hände geraten. Persönliche Merkmale wie ein Muttermal oder ein Tattoo sollten daher nie sichtbar sein. Es hat außerdem seinen Reiz, nicht alles auf einmal zu zeigen. Ein Blick in den Ausschnitt reicht oft schon, um beim Empfänger die Lust auf mehr zu wecken.
  • Antwort ist kein Muss. Viele denken, sie müssten ein Foto schicken, wenn sie dazu aufgefordert werden oder selbst ein anzügliches Bild erhalten haben. Doch dem ist nicht so! Keiner sollte sich unter Druck setzen lassen und ein ungewolltes Foto von sich selbst verschicken.

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Was tun, wenn Sexting schief gegangen ist?

Sind verhängnisvolle Texte oder Bilder ins Netz geraten, fühlen sich Betroffene verraten, hintergangen, verloren und hilflos. In diesem Fall können und sollten sich Opfer an Vertrauenspersonen wie Eltern, Lehrkräfte oder Sozialarbeiter wenden. Auch gibt es öffentliche Anlaufstellen, die Unterstützung bieten, zum Beispiel Rat auf Draht.

In die Offensive gehen, sich wehren und Hilfe holen sind die besten Maßnahmen gegen die Verbreitung unerwünschter Inhalte. So kann vorab eine Unterlassungsklage angedacht werden, damit bei Androhung einer Veröffentlichung privater Fotos o.Ä. sofort der Wind aus den Segeln genommen wird.

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