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5 Mythen über die Spirale

Macht die Spirale unfruchtbar? Steigt mit dem Einsetzen der Spirale das Risiko einer Eileiterschwangerschaft und hat Kupfer eine abtreibende Wirkung? STOP: Wir klären Sie über die fünf häufigsten Spiralen-Mythen auf.

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Die Verhütung mit der Spirale ist sehr praktisch und vor allem für viele Anwenderinnen sicher.
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Ein sicherer Schwangerschaftsschutz kann durch hormonelle oder nicht-hormonelle Verhütungsmittel geboten werden. Bei der Spirale sind beide Varianten möglich: So kann man zwischen der Hormon-, oder der (hormonfreien) Kupfer-, sowie Goldspirale unterscheiden. Das Verhütungsmittel, welches in der Gebärmutter platziert wird, kann dort für drei bis fünf Jahre verweilen. Obwohl viele Frauen von der Anwendung der Spirale überzeugt sind, vermehren sich dennoch besonders im Internet unzählige Mythen über die Verhütungsmethode. Wir klären Sie über die fünf häufigsten Legenden über die Spirale auf.

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Die Spirale eignet sich nur für ältere Frauen

FALSCH. Die Spirale kann auch bei sehr jungen (und kinderlosen!) Frauen als sicheres Verhütungsmittel eingesetzt werden. Da besonders junge und zierliche Frauen eine kleinere Gebärmutter haben, gibt es auch verschiedene Größen und Modelle der Spirale (unter anderem auch Kupferkette und -ball), die eine angepasste Empfängnisverhütung versprechen. Nach dem Abmessen des Uterus-Durchmessers entscheidet der Gynäkologe, ob das Einsetzen möglich ist. Fakt ist jedoch, dass das Einsetzen der Spirale für kinderlose Frauen umso schmerzhafter sein kann.

Durch die Spirale wird man unfruchtbar

FALSCH. Die eingesetzte Verhütungsmethode kann nicht unfruchtbar machen. Jedoch gab es in den 70er-Jahren ein Modell, welches zur Unfruchtbarkeit sämtlicher Frauen führte. Grund dafür war der damals Klebestreifen-ähnliche Rückholfaden, der Infektionen, Schwangerschaften und Unfruchtbarkeit bedingte. Die neuen Modelle sind  mit einem Pearle-Index von 0,3-0,8 sehr sicher.

Das Infektionsrisiko steigt mit der Spirale

JEIN. Zwar werden keine Infektionen wie in den 70er-Jahren ausgelöst und die weibliche Fruchtbarkeit bleibt auch nach dem Entfernen der Spirale intakt: Doch in den ersten 20 Tagen nach dem Einsetzen des Verhütungsmittels, kann das Risiko für Entzündungen im Beckenbereich steigen. Nach diesem Zeitfenster sinkt das Risiko wieder.

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Die Spirale führt zu Eileiterschwangerschaften

FALSCH. Eileiterschwangerschaften werden meist durch beschädigte Eileiter bedingt. Diese Art der Schwangerschaft erfolgt, wenn die Einnistung des Embryos nicht in der Gebärmutter, sondern in den Eileitern stattfindet. Diese Einnistung außerhalb des Uterus wird auch ektope (extrauterine) Schwangerschaft genannt. Die Häufigkeit einer Eileiterschwangerschaft liegt etwa bei einem Prozent. Das Risiko steigt jedoch mit dem zunehmenden Alter der Mutter.

Kupferspiralen führen zu Abtreibungen

FALSCH. Die Kupferspirale gibt Kupferionen ab, die die Beweglichkeit der Spermien auf dem Weg in die Eileiter beeinträchtigt und dadurch eine Befruchtung verhindert. Da die Kupferspirale auch als Notfallverhütung angewendet werden kann, wird ihre verhütende Wirkung meist mit einer abtreibenden Eigenschaft verwechselt. Statt der Pille danachkann die Spirale bis zu fünf Tage nach dem Geschlechtsverkehr eingesetzt werden, und so (durch die Kupferabgabe) eine mögliche Schwangerschaft verhindern.

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