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"Sleep Divorce": Sind getrennte Betten die Patentlösung für eine glückliche Beziehung?

Schlaflos im Ehebett: Wenn die gemeinsame Nacht zum Albtraum wird, sollten du und dein Partner über eine "Sleeping Divorce" nachdenken.

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Na, wer ist euch der Deckendieb? Du oder dein Partner? Oder sägt dein Seelenverwandter nachts gerne Bäume um? Keine Frage, Zweisamkeit im Bett gehört zu den wertvollsten Alltäglichkeiten, die wir gerne mit unserem Partner teilen. Doch was, wenn euch diese Nähe zugleich den Schlaf und die Harmonie raubt? Nicht ohne Grund entscheiden sich mittlerweile immer mehr Paare dazu eine "Sleep Divorce" einzuführen. Was es mit diesem Beziehungstrend auf sich hat, erfährst du hier.

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Schlaflose Nächte führen zu Beziehungskonflikten

Ist man in einer Beziehung von Schlafstörungen betroffen, wird oftmals auch der Partner zum Leidtragenden. Das ständige Herumwälzen, laute Geräusche oder das Ringen um die Matratze: Wahrlich zur Ruhe kommt man dabei im gemeinsamen Bett nur schwierig. Am nächsten Tag geht es dann gleich weiter mit mieser Stimmung, weil der wohlverdiente Schlaf nur halb so entspannend war wie erhofft. Streit ist deshalb nicht selten vorprogrammiert. Zu diesem Ergebnis kam auch eine Studie der "University of California in Berkeley" aus dem Jahr 2013: Demnach kommt es eher zu Konflikten in der Beziehung, wenn die unruhige Nacht des Einen die Schlafruhe des Anderen stört. Ebenso sind wir dann nur schlecht dazu in der Lage, reflektiert auf Reiberein zu reagieren bzw. Streit zu umgehen. "Nach unserem Wissensstand sehen wir zum ersten Mal, wie die Art, der Grad und die Lösung von Konflikten durch schlechten Schlaf negativ beeinflusst werden", sagte Chen, Professor für Psychologie an der "University of California in Berkeley".

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Getrennte Betten als Lösung aller Probleme?

Die Autorin Jennifer Adams nahm sich in ihrem Buch "Sleeping Apart Not Falling Apart" den Vorteilen von separaten Schlafplätzen an. "Wenn beide Parteien einen erholsamen Schlaf bekommen, fühlen sie sich emotional, geistig und körperlich gesünder, ohne, dass der eine dem Partner nachtragend ist, weil er ihn wach hält, oder der andere sich schuldig fühlt, weil er seinen Partner gestört hat", so Adams gegenüber der  Tageszeitung "The New York Times". "Das ist eine gute Grundlage, auf der man eine Beziehung aufbauen und stabil halten kann."

Und wie sieht es mit zärtliche Intimitäten aus, wenn der Partner nachts in weiter Ferne scheint? Auch daran scheitert der Beziehungstrend nicht. In einer harmonischen Partnerschaft finden die Partner auch ohne gemeinsamen Schlafplatz zueinander.  Zudem kann es möglich sein, dass die "Schlaf-Scheidung" eure sexuelle Anziehung neu entfacht, weil man nicht ständig neben dem Partner weilt. Damit erfüllen schlaflose Nächte in einer Beziehung endlich wieder ihren tatsächlichen Zweck.

  • Wer also sichtlich betroffen ist vom sägenden Schnarchen des Partners oder der ewigen Unruhe im gemeinsamen Bett, sollte eine "Schlaf-Scheidung" in Betracht ziehen.
  • Auch wenn dieser Schritt zunächst gewagt wirkt, so kann er eure Beziehung langfristig deutlich stärken.
  • Im Umkehrschluss kommt ihr euch so vielleicht näher, als mit dem gemeinsamen Schlafplatz.

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