Allergie

Milben: Das Mini-Ökosystem in unseren Betten

Bettbewohner Milbe – mit freiem Auge nicht sichtbar und doch millionenfach da. Wir zeigen Ihnen was Sie dagegen tun können.

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Im Bett finden die Milben geradezu ideale Lebensbedingungen vor.
JZhuk / iStock

In unseren Betten tummeln sich Millionen von Milben und oft bekommen wir das gar nicht mit. Warum sich die Spinnentiere ausgerechnet unter der Bettdecke so wohl fühlen, hat einen plausiblen Grund: Sie leben überall dort, wo es feucht, dunkel und warm ist. Grund zur Panik? Nein. Einzig Hausstaubmilben-Allergiker haben Probleme –und das ganzjährig.

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Gefahr für Allergiker

Im Bett finden die Milben geradezu ideale Lebensbedingungen vor. Sie bevorzugen eine Temperatur von rund 25 Grad, eine Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent und nicht zuletzt den Menschen als Futterquelle: sie ernähren sich von abgefallenen Hautschuppen. Ein Mensch verliert pro Tag ungefähr ein Gramm Hautschuppen pro Tag, von dieser Menge können sich 1,5 Millionen Milben rund einen Tag ernähren.

Während die Besiedelung der Betten einem gesunden Menschen nichts anhaben kann, ist bei Allergikern Vorsicht geboten:

  • Hausstaubmilben sind der zweithäufigste Allergieauslöser. Allergiker reagieren auf bestimmte Eiweißbestandteile im Milbenkot, aber auch auf ihre Eier sowie auf Milbenreste mit tränenden Augen, triefender Nase oder sogar Atemnot.
  • Wird nichts gegen die Hausstaubmilben unternommen, kann sich aus den Symptomen letztlich ein allergisches Asthma entwickeln.

Mehr dazu: Studie: Dick wegen Hausstaub?

Was tun gegen Hausstaubmilben?

Die wichtigste Maßnahme zur Reduktion der Allergenbelastung im Schlafzimmer ist penible Hygiene:

  • Bettdecken und Pölster sollten regelmäßig bei mindestens 60 Grad für rund eine Stunde gewaschen, Überzüge wöchentlich gewechselt werden.
  • Um die Milbenpopulation auf der Matratze zu minimieren eignen sich Staubsauger mit milbendichtem Filter.
  • Spätestens nach acht Jahren empfiehlt sich ein Austausch der Matratzen.
  • Milben lieben eine feuchte Umgebung, regelmäßiges Lüften reduziert die Luftfeuchtigkeit im Raum. Auch während der Heizperiode sollten Sie daher auf Luftbefeuchter verzichten.
  • Kuscheltiere können ebenfalls mit Milben belastet sein, sie werden am besten in der Waschmaschine von den Tierchen befreit. Um auf Nummer sicherzugehen, können Sie die Plüschtiere auch in das Gefrierfach legen.

Sind diese Maßnahmen alleine nicht ausreichend, so kann bei Patienten mit schweren Allergiesymptomen eine Immuntherapie versucht werden.

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