Allergie

So reinigen Sie Ihre Matratze richtig

Sie haben das Gefühl, Ihr Bett ist sauber? Doch wann haben Sie zuletzt Ihre Matratze gereinigt? Darin kann sich nämlich ziemlich viel Schmutz sammeln.

  • Drucken
Saubere Matratze
hunur / iStock

Liebe Hausstauballergiker und Putz-Fanatiker, habt ihr schon mal darüber nachgedacht, was so in eurer Matratze kreucht und fleucht? Der Frühling ist genau der perfekte Zeitpunkt, um beim Putzen das nächste Level zu erreichen: Die Tiefenreinigung der Matratze.

Mehr dazu: Welche Matratze ist die richtige für mich?

Ja, die Matratze sammelt Schmutz und Feuchtigkeit

Selbst wenn wir immer brav saubere Bettwäsche überziehen, wird die Matratze in Mitleidenschaft gezogen. Wir schwitzen und kleine Hautpartikel landen in der Matratze. Genau das richtige Futter für Hausstaubmilben, wie Allergiker wissen.

  • Gesunde Menschen können bis zu einem halben Liter pro Nacht schwitzen.
  • Bei kranken Menschen können es bis zu eineinhalb Liter sein.
  • Da hält selbst ein Matratzen-Schoner nicht mehr dicht (Den wir gegen grobe Verschmutzung übrigens wärmstens empfehlen.)
  • Außerdem kann es zu Verschmutzungen durch Blut oder Samenflüssigkeit kommen.
  • Bei schlimmeren "Unfällen" kann es sich auch um Urin oder Kot handeln.

Mehr dazu: 4 seltene Allergien

Unbedingt Vorbeugen: So bleibt die Matratze sauber

Vorsicht ist besser als Nachsicht, das gilt auch bei der Matratzen-Hygiene. Wenn Sie sich ab und zu um die Hygiene Ihrer Matratze kümmern, kommt es gar nicht erst zu groben Verschmutzungen. Das macht Ihre Matratze länger haltbar:

  • Die Raumtemperatur im Schlafzimmer sollte zwischen 15 und 20 Grad liegen.
  • Die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen.
  • Viele Menschen lieben ein kühles Schlafzimmer, doch ist der Raum immer kühl und nur selten geheizt, kann leicht Schimmel in einer schweißnassen Matratze entstehen.
  • Entscheiden Sie sich beim Kauf einer Matratze für ein Modell mit abnehmbaren Matratzen-Bezug. Dies wird die Reinigung für den Rest der Matratzen-Lebens erheblich erleichtern.
  • Lüften Sie das Schlafzimmer jeden Tag, damit die Matratze aufgesogene Flüssigkeit wieder abgeben kann.
  • Achten Sie darauf, dass die Matratze von allen Seiten belüftet wird.
  • Falls Sie unter Ihrem Bett eine Bettlade haben, öffnen Sie diese.
  • Nehmen Sie die Matratze alle paar Monate ganz aus dem Bett und stellen Sie sie aufrecht vor das geöffnete Fenster.
  • Wenden Sie die Matratze regelmäßig, um das Einbeulen zu vermeiden.
  • Für Allergiker ist es empfehlenswert, nicht nur einen einfachen Matratzen-Schutz über die Matratze zu ziehen. Sogenannte "Encasings" bieten zusätzlich Schutz vor Milben, Bakterien und Pilzen. Sie können auch bei sehr hohen Temperaturen gewaschen werden.

Mehr dazu: Waschen Sie Ihr Bettzeug oft genug?

Die regelmäßige Reinigung lohnt sich

  • Verfügt Ihre Matratze über einen abnehmbaren Matratzen-Bezug, können Sie diesen abzippen und laut der Anweisungen auf dem Etikett in der Waschmaschine waschen.
  • Waschen Sie Ihren Matratzen-Schoner etwa einmal im Monat. Den Matratzen-Bezug darunter sollten Sie etwa alle 3 Monate waschen.
  • Ist der Matratzen-Bezug zwar abnehmbar aber zu groß für Ihre Waschmaschine, wenden Sie sich an einen Waschsalon oder übergeben Sie ihn einer professionellen Matratzen-Reinigungsfirma.
  • Für eine noch bequemere Lösung bieten viele Reinigungsfirmen auch einen Kundenservice an. Mitarbeiter holen die verschmutzen Matratzen oftmals direkt von Zuhause ab oder reinigen sie vor Ort.

Mehr dazu: Wie unhygienisch ist unser Duschvorhang?

  • Hat Ihre Matratze keinen abnehmbaren Bezug, sollten Sie auf jeden Fall darauf achten, dass sie bei der Reinigung nicht zu feucht wird.
  • Eine Reinigung der Matratze mit Natron-Pulver kann gegen ebenfalls bei Verunreinigungen helfen.
  • Streuen Sie das Pulver regelmäßig auf die Oberfläche der Matratze und lassen Sie es mehrere Stunden einwirken.
  • Danach saugen Sie das Pulver vorsichtig mit einem Staubsauger mit Polstermöbel-Aufsatz von der Matratze. Achten Sie eine niedrige Saugstärke bei der Reinigung.
  • Vorsicht: Benutzen Sie den Staubsauger auf der Matratze niemals auf höchster Stufe. Dies könnte zu Schäden am Matratzen-Kern führen und unangenehme Verknotungen verursachen.
  • Natron-Pulver tötet Keime, Bakterien sowie Pilze ab und neutralisiert unangenehme Gerüche.
  • Auch ohne Natron-Pulver ist der Staubsauger wirkungsvoll: Für Allergiker gibt es sogar extra Matratzen-Staubsauger, die Milben-Rückstände entfernen sollen.
  • Wenn Sie gezielt Flecken aus der Matratze entfernen wollen, informieren Sie sich über ein geeignetes Putzmittel. Achten Sie besonders darauf, dass die Matratze dabei nicht zu feucht wird und lüften Sie die Matratze nachher gründlich aus.

Mehr dazu: Kopfpolster sorgen für unreine Haut

letztes Update:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.