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Entzündetes Ohrloch: Diese 4 Hausmittel können helfen

Welche vier Hausmittel gegen ein entzündetes Ohrloch helfen und wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten, erfahren Sie hier.

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Sie haben ein entzündetes Ohrloch? Dann sollten Sie sich schnellstens unsere Tipps gegen das schmerzende Ohr durchlesen.
vitapix / iStock

Haben Sie sich gerade ein neues Ohrloch stechen lassen und plötzlich ist dieses ganz rot, angeschwollen und pocht vor lauter Schmerz? Dann haben Sie wohl ein entzündetes Ohrloch, welches auf Berührungen oder Schmuck besonders empfindlich reagiert. Wir zeigen Ihnen, welche Hausmittel gegen die Schmerzen und Schwellung helfen.

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Kontaktallergie & falsche Hygiene

Das frisch gestochene Ohrloch benötigt circa vier bis sechs Wochen um zu heilen. Daher sollte man den Gesundheitsstecker nicht zu früh entfernen, um Bakterien und Keime in der Wunde zu vermeiden. Häufig ist dennoch eine Infektion mit Bakterien der Grund für die unangenehme Entzündung. Unter anderem können auch falsche Hygiene oder eine Kontaktallergie (z.B.: Nickel, welcher oft in Modeschmuck enthalten ist) für das rote und pochende Ohrloch sorgen. Frauen, die besonders gerne große und schwere Ohrringe tragen, können durch das Gewicht ebenfalls das Gewebe im Ohrläppchen reizen.

Diese Symptome treten bei einem entzündeten Ohrloch auf: 

  • Schmerzen
  • Pochen
  • Rötung
  • Wärme
  • Eiter

Verzichten Sie bei einer Entzündung auf Schmuck. Ihr Ohrloch braucht Zeit zu heilen, deshalb sollten Sie eine Zeit lang keine Ohrringe tragen. Wer jedoch frisch gestochene Ohrlöcher hat, sollte den Gesundheitsstecker nicht entfernen, da er zur Heilung beitragen kann.

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Das hilft bei einer Ohrloch-Entzündung

  • Kamillentinktur: Die antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften der Kamille können auch bei einem infizierten Ohrloch sehr hilfreich sein. Kochen Sie dafür etwas Tee auf und tunken Sie ein Tuch oder Wattepad in die leicht abgekühlte Flüssigkeit. Tupfen Sie danach vorsichtig Ihr Ohr damit ab. Wiederholen Sie den Vorgang mehrmals täglich.
  • Teebaumöl: Das Öl wirkt desinfizierend und wird deshalb auch häufig bei Akne angewendet. Nehmen Sie ein Tuch und tröpfeln Sie etwas Teebaumöl auf das Stück Stoff. Tupfen Sie mehrmals täglich die betroffene Stelle damit ab.
  • Zinksalbe: Die entzündungshemmende Salbe legt einen Schutzfilm um die betroffene Stelle und lindert die Schwellung. Tragen Sie die Creme am besten vor dem Schlafengehen auf das Ohr auf, da die Zinksalbe relativ lange zum Einziehen braucht. Vorsicht: Wenden Sie die Salbe nur einmal täglich an, da der Wirkstoff sehr austrocknend wirkt.
  • Lavendelöl: Das schmerzlindernde Öl riecht nicht nur besonders gut, sondern wirkt auch antiseptisch. Tröpfeln Sie das Öl auf ein Tuch oder Wattepad und tupfen Sie damit das Ohrläppchen ab. Sie können das Öl mehrmals täglich anwenden.

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So können Sie eine Ohrloch-Entzündung vorbeugen

  • Achten Sie auf Hygiene! Falls Sie sich ein neues Ohrloch stechen möchten, dann suchen Sie sich ein seriöses Studio aus. Der Piercer sollte unbedingt vor dem Eingriff gründliche Hände waschen und Handschuhe tragen.
  • Lassen Sie Ihren Gesundheitsohrstecker vier bis sechs Wochen im Ohrloch. Drehen sie ihn täglich und desinfizieren Sie die Haut, um das Einstichloch.
  • Benützen Sie nach der Schonphase Ohrringe aus Gold oder Silber. Liegt eine Nickelallergie vor, dann verzichten Sie auf Modeschmuck oder achten Sie auf Ohrringe, die nickelfrei sind.
  • Vermeiden Sie bei einer akuten Entzündung das Schwimmen in (Whirl-) Pools, Schwimmbädern oder Seen, da diese die perfekte Brutstätte für Bakterien sind.
  • Verzichten Sie auf zu schwere Ohrringe und desinfizieren Sie Ihren Schmuck zwischendurch.

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Im Notfall ab zum Arzt

In schweren Fällen muss unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Tritt Eiter aus der Wunde und haben Sie zusätzliche Symptome wie Fieber oder geschwollene Lymphknoten, dann muss die Entzündung mit Antibiotika behandelt werden.

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