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Vom Winde verweht: Wie viel Pupsen ist gesund?

Es gibt nichts Schlimmeres als mit seinen Freunden unterwegs zu sein und plötzlich den Druck zu verspüren einen Wind fahren zu lassen. Dabei ist pupsen sehr gesund!

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Wie viel Pupsen pro Tag ist denn eigentlich normal?
GoodLifeStudio / iStock

Viele von uns waren schon in der unangenehmen Situation von Blähungen geplagt zu werden und einen Pups nach dem anderen entweichen zu lassen. In der Gegenwart von Freunden oder sogar bei einem wichtigen Geschäftsmeeting setzen wir alles daran, das kleine Lüftchen "festzuhalten". Fakt ist jedoch, dass es absolut gesund ist, die Gase aus unserem Darm entweichen zu lassen. Doch wann werden die Flatulenzen zu viel?

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Entspann' den Darm!

Unser Darm leistet jeden Tag unglaubliche Arbeit, indem er die aufgenommene Nahrung zersetzt und verarbeitet. In unserem Dickdarm kommen dann die "Abfallprodukte" an, die der Magen und Dünndarm nicht mehr gebrauchen konnten. Manchmal kommt es jedoch vor, dass die Nahrungsbestandteile nicht richtig verdaut werden können. Diese landen dann in unserem Dickdarm und sorgen dafür, dass sich Gase bilden.

Durch Flatulenzen aus dem Anus oder über unsere Atemluft (Rülpsen) entweichen sie aus unserem Körper. Schlimmstenfalls bleiben sie in unserem Darm als Blähungen hängen und das kann sich für viele Betroffene oft in schmerzhaften Krämpfen oder Bauchschmerzen äußern. Der unangenehme Geruch der Gase wird durch den Verdauungsprozess verursacht, bei dem Schwefel, Ammoniak und andere Gärungsprodukte entstehen.

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Jedes Böhnchen ein Tönchen

Unsere Ernährung beeinflusst das Auftreten von Blähungen am meisten. Forscher der Monash University of Melbourne (Australien) haben herausgefunden, dass der Stoff Cysteine der Grund für den üblen Geruch der Fürze ist. Dieser ist vor allem in stärkehaltigen Lebensmitteln, Fleisch, Eiern und Milchprodukten enthalten.

Folgende Nahrungsmittel fördern Darmwinde:

  • (Frucht-)Zucker ist der häufigste Auslöser für unangenehme Flatulenzen. Diesen finden Sie in Früchten, süßen Getränken oder Marmeladen.
  • Das Sprichwort "Jedes Böhnchen ein Tönchen" ist wohl fast jedem bekannt: Bohnen und Linsen fördern die Gasbildung im Darm besonders stark! Ebenso wie: Rohes Obst, Kaffee, Alkohol, Gemüse, Müsli, Kohl, frisches Brot, Zwiebeln und Hülsenfrüchte.
  • In Bonbons, Kaugummis und Diabetiker-Gebäck kommt der Zuckerzusatz Sorbit oder Xylit vor. Unser Darm kann nur 40 Gramm dieser Stoffe abbauen, die übrigen Reste der Zuckerzusätze verursachen Flatulenzen.
  • Wer sein Essen zu schnell hinunter schlingt, wird bald unter unangenehmen Blähungen leiden. Die "verschluckte Luft" sammelt sich im Darm und Bauch an. Zusätzlich können noch ein Vollegefühl und Schmerzen auftreten.
  • Weitere Gründe für Blähungen: Hormonschwankungen während der Periode oder Schwangerschaft, psychische Belastung oder das Reizdarmsyndrom.

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Wann besteht ein Grund zur Sorge?

Im Durchschnitt pupst ein Mensch täglich zehn bis zwanzig Mal. Werden die Flatulenzen jedoch mehr, haben einen sehr penetranten Geruch oder entstehen zusätzlich Bauchschmerzen, dann sollte ein Arzt aufgesucht werden. Bei sehr regelmäßigen und wiederkehrenden Flatulenzen könnte eine Lebensmittelunverträglichkeit oder –intoleranz vorliegen.

Was kann gegen Blähungen unternommen werden?

  • Bewegung: Wer eifrig sportelt, hat einen gesünderen Darm und weniger Flatulenzen. Der gute, alte Verdauungsspaziergang nach dem Essen kann ebenfalls helfen!
  • Feucht-warme Umschläge oder Wärmflasche: Legen Sie sich die Umschläge auf den Bauch, damit der Darm sich langsam wieder beruhigen kann. Eine Wärmeflasche hilft auch bei Bauchschmerzen.
  • Apfelessig-Wasser: Fügen Sie einem Glas heißen Wasser zwei Teelöffel Apfelessig bei, süßen Sie das Gemisch eventuell mit etwas Honig und trinken Sie es nach dem Essen. Durch die antibakterielle Wirkung des Apfelessigs werden vorhandene Fäulnisbakterien im Darm bekämpft. Außerdem regt er die Produktion des Magensaftes an, welcher für die gesunde Verdauung notwendig ist.
  • Heilpflanzen: Fenchel, Anis, Kümmel oder Minze sind ebenfalls hilfreich bei akuten Darmbeschwerden. Greifen Sie hier am besten zu frisch aufgebrühten Tees.

Um zukünftige Blähungen zu vermeiden, sollten Sie auf eine ausgewogene Ernährung achten und Ihre Mahlzeiten ruhig und gewissenhaft essen (gründlich kauen!). Ein Ernährungstagebuch kann ebenfalls helfen: So können Sie genau verfolgen, nach welchen Gerichten Ihre Darmprobleme auftreten.

Auch Stars sind nur Menschen und müssen manchmal etwas Luft "rauslassen"! Wie charmant man damit umgehen kann, beweist Whoopi Goldberg:

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