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Starkes Pressen beim Stuhlgang kann zu Krankheiten führen

Sie leiden häufig unter Verstopfungen und können Ihren Darm nur sehr mühsam entleeren? Dann sollten Sie schnell handeln, denn der regelmäßige Druck auf den Darm kann zu Krankheiten führen.

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Starkes Pressen und Drücken beim Toilettengang kann zu Verdauungsproblemen führen.
vadimguzhva / iStock

Sie sitzen eine halbe Ewigkeit auf der Toilette und haben Schwierigkeiten dabei, Ihren Darm zu entleeren? Das starke Pressen und Drücken beim Stuhlgang macht nicht nur Ihnen zu schaffen, sondern belastet auch Ihren Darm. Dabei können einige gesundheitliche Beschwerden auftreten.

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Hämorrhoiden & Verletzungen am After

Viele kennen es, doch nur die wenigsten reden darüber: Hämorrhoiden. Wer denkt, dass er von den unangenehmen Schwellkörpern verschont bleibt, liegt falsch. Besonders durch sehr starkes Pressen beim Klogang kann ein Hämorrhoidalleiden auftreten. Der Druck auf die Gefäße im Bauchraum und im Darm können zu einer Schwellung der Arterien führen.

Doch nicht nur das, auch ein Einreißen des Afters (Analfissur) kann durch den übermäßigen Druck auf der Toilette vorkommen. Der meist längliche Schleimhautriss ist sehr schmerzhaft und äußert sich durch vermehrte Blutungen. Hierbei sind vor allem Männer häufiger betroffen als Frauen.

Vorsicht: Das starke Drücken und Pressen beim Stuhlgang kann sogar zu einem Darmvorfall führen! Dabei treten Teile des Darms aus dem After aus, der Darm kann sich in einigen Fällen sogar von innen nach außen stülpen.

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Nicht nur der Darm ist betroffen

Entleeren Sie Ihre Blase gerne in sekundenschnelle? Dann ist das zwar schön und gut, doch Ihrer Blase wird dies absolut nicht gefallen! Durch das starke Pressen beim Wasserlassen, entsteht ein Unterdruck, der dazu führen kann, dass etwas Urin in der Blase zurückbleibt. Dieser Restharn fördert das Auftreten von Bakterien und kann zu Blasenentzündungen führen. Besonders Frauen sind häufig von Harnwegsinfektionen betroffen, die in vielen Fällen chronisch werden können.

Doch nicht nur die Harnröhre von Frauen ist betroffen, auch Männer können mit übermäßigem Druck beim Urinieren zu gesundheitlichen Problemen beitragen. Betroffene, die unter einer vergrößerten Prostata leiden, haben oft eine eingeengte Harnröhre. Der vermehrte Druck beim Wasserlassen kann sogar dazu führen, dass Blasenvenen aufplatzen.

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Das hilft bei Verstopfung

Leiden Sie sehr häufig und Verstopfung sowie sehr hartem Stuhl, dann sollten Sie folgende Dinge beachten:

  • Ernährung: Achten Sie auf eine ballaststoffreiche und gesunde Ernährung, um die Verdauung in Schwung zu halten.
  • Viel trinken: Eine vermehrte Flüssigkeitszufuhr sorgt dafür, dass der Stuhl weich bleibt und der Darm leichter entleert wird.
  • Regelmäßige Bewegung: Sport bringt nicht nur eine schöne Figur, sondern hält auch unseren Darm fit. Deswegen achten Sie auf regelmäßige Bewegung, vor allem wenn Sie in Ihrem Job sehr viel sitzen müssen!
  • Lassen Sie sich Zeit: Stressen Sie sich nicht auf der Toilette, sondern nehmen Sie sich genug Zeit, um Ihren Darm und Ihre Blase vollständig zu entleeren.
  • Finger weg von Abführmitteln!: Zwar kann ein sogenanntes Laxativum bei akuten Beschwerden sehr hilfreich sein, doch dieses sollte nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden! Wer eine "Selbstbehandlung" mit Abführmitteln plant, könnte seinen empfindlichen Afterbereich noch mehr schaden.
  • Ab zum Arzt: Viele Personen verschweigen Ihre Verdauungsprobleme, weil sie sich für ihren körperlichen Zustand schämen. Dennoch kann nur ein Mediziner die tatsächliche Ursache für die Verdauungsprobleme diagnostizieren und so weitere Erkrankungen verhindern.

Mehr dazu auf netdoktor.at: Verstopfung 

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