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"Stillen verursacht einen Hängebusen." Stimmt das?

Bekommt man vom Stillen einen Hängebusen? Wir klären gängige Mythen der Medizin auf.

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Bekommt Mutter vom Stillen einen Hängebusen?
jgaunion / iStock

Viele werdende Mütter zerbrechen sich den Kopf darüber, ob sie ihr Baby stillen sollen zu groß ist die Furcht vor einem schlaffen Hängebusen. Doch sich deshalb gegen das Stillen zu entscheiden und dem Baby die beste Nahrung vorzuenthalten, ist nicht notwendig. Das Stillen allein ist nicht für Veränderungen am Busen verantwortlich.

Mehr dazu: Stillkleid gewinnen!

Stillen ist nicht gleich Hängebusen

Die weibliche Brust besteht vorwiegend aus Fettgewebe, in das Milchdrüsen und Milchgänge eingebettet sind. Für Größe und Form sind die Menge an Fettgewebe sowie die sogenannten Cooper-Ligamente Bänder, die das Drüsengewebe im Unterhautgewebe verankern verantwortlich.

Der Prozess der Veränderungen setzt allerdings schon während der Schwangerschaft ein und nicht erst durch das Stillen bzw. nach dem Abstillen. Beginnt der Busen während der Schwangerschaft zu wachsen, wird er auf das Stillen vorbereitet, auch der Brustwarzenhof sowie die Brustwarzen verändern sich.

Schießt nach der Geburt die Milch ein, wird der Busen besser durchblutet und dadurch praller und größer. Dieser Zustand normalisiert sich zwei bis drei Wochen nach der Geburt wieder. Dass sich der Busen durch das Saugen des Babys verändert ist zwar naheliegend, richtig ist jedoch: Der Busen verändert sich durch eine Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme sowie durch schwaches Bindegewebe und das wäre auch ohne Stillen der Fall.

Mehr dazu: "Die Vagina ist nach der Geburt weiter." Stimmt das?

Tipps, wie Sie dem Hängebusen vorbeugen können

Werdende Mütter können bereits während der Schwangerschaft beginnen, das Bindegewebe optimal zu unterstützen:

  • BH tragen: Ein passender BH ist das A und O. Investieren Sie schon vor der Geburt in einen gut sitzenden BH, der das Gewebe stützt. Wächst der Busen, ist es zwar ärgerlich, wieder einen neuen BH kaufen zu müssen, doch Ihr Bindegewebe wird es Ihnen danken.
  • Haut pflegen: Cremen Sie nicht nur den Babybauch mit pflegenden Ölen ein, sondern auch den Busen. So unterstützen Sie das Bindegewebe und beugen Dehnungsstreifen vor.
  • Gesunde Ernährung: Gewichtsschwankungen sind Gift für das Bindegewebe. Eine ausgewogene Ernährung mit qualitativ hochwertigen Zutaten sowie moderate körperliche Aktivität bieten beste Voraussetzungen.

Sehen sie in dem Video Übungen, die für einen straffen Busen sorgen.

Doch Obacht: Die Übungen im Knien sind für Schwangere mit fortgeschrittenem Babybauch mit Vorsicht zu genießen.

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