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Vaping: Wie gesund sind E-Zigaretten wirklich?

E-Zigaretten werden als gesündere Alternative zur herkömmlichen Zigarette empfohlen, aber sind sie das wirklich?

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Was Sie über Vaping und E-Zigaretten wissen sollten
danchooalex / iStock

Elektronische Zigaretten, kurz E-Zigaretten, sind für viele Raucher DER Hoffnungsschimmer: Wird das Rauchen herkömmlicher Zigaretten zugunsten der Gesundheit verteufelt, bleibt ja noch die "gesündere" Alternative, das Vapen. Aber: Ist Vaping wirklich gesünder?

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Wie funktionieren E-Zigaretten eigentlich?

Eine E-Zigarette besteht aus einem Akku, einem Verdampfer mit einer Heizspirale, Flüssigkeit (Liquids), einem Mundstück und dem Prozessor.

  • Liquids verdampfen bei einer Temperatur von bis zu 300 Grad Celsius.
  • Es gibt sie mit verschiedenen Aromen (von Menthol über Vanille bis zu Schokolade) sowie mit oder ohne Nikotin-Zusatz.
  • Hauptsubstanz der Liquids ist Propylenglykol, aber auch Glycerin oder Äthylenglykol kommen als Lösungsmittel zum Einsatz.
  • Bei dem Dampf handelt es sich um Nassdampf; die E-Zigarette kommt ohne Rauch und Teer aus.

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Sind E-Zigaretten harmlos?

Nein. Befürworter argumentieren, der Dampf würde kein Teer enthalten da Teer, der für seine krebserregende Wirkung bekannt ist, bei der E-Zigarette wegfällt, hat sie einen gesünderen Ruf und wird Rauchern, denen das endgültige Aufhören schwer fällt, als Alternative bzw. "sanfter Umstieg" empfohlen. Doch der Schein trügt. Die verwendeten Chemikalien sind nicht so harmlos wie gedacht: Die Lösungsmittel enthalten ebenso krebserregende Stoffe. Propylenglykol etwa löst Husten aus, reizt die Atemwege und beeinträchtigt die Lungenfunktion. Propylenoxid, das sich durch die Hitze entwickelt, soll krebserregend sein. Aromastoffe können Allergien auslösen, Glycerin lähmt sogar die Bronchien.

Vaping mit Mods: Ungesund?

Über das Für und Wider der E-Zigarette scheiden sich die Geister:

  • Experten sehen Angebote und Werbung kritisch, da bunte Verpackungen sowie harmlos klingende Aromastoffe wie Schokolade auf Jugendliche verlockend wirken und zum Rauchen verleiten können.
  • Britische Experten, u.a. der Queen Mary University, raten Rauchern dazu, wenigstens auf E-Zigaretten umzusteigen, wenn der endgültige Rauchstopp nicht gelingen mag, da sie das "geringere Übel" wären.
  • Studien mögen zwar belegen, dass E-Zigaretten harmloser sind als Zigaretten, allerdings enthalten selbst jene ohne Nikotin gesundheitsschädliche Stoffe, die nicht zu vernachlässigen sind. Auch die WHO spricht sich dagegen aus.
  • Eine Studie aus dem Jahr 2017 zeigt, welche Wirkung E-Zigaretten haben. Nach einem Zeitraum von 3,5 Jahren konnten Forscher zwar keine gesundheitlichen Veränderungen in Bezug auf Blutdruck, Herzfrequenz oder Lungenfunktion feststellen, allerdings spricht sich die Wissenschaft hier nur sehr vorsichtig aus, da über Langzeiteffekte und später auftretende Krankheitsbilder noch nichts bekannt ist.

Fazit: Ist bei der Zigarette Teer der Übeltäter, ist es bei der elektronischen Alternative ein chemischer Zusatz, der die Gesundheit gefährdet. Wer nicht raucht, sollte nicht damit anfangen weder mit dem Glimmstängel, noch mit der E-Zigarette.

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