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Warum schwellen die Augen nach dem Weinen an?

Eine rote Nase, geschwollene Augen und eine belegte Stimme sind häufige Begleiter nach dem Weinen. Doch wieso schwellen die Augen an, wenn unsere Augen tränen?

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Durch den Salzgehalt in den Tränen, können die Augen beim Weinen schnell anschwellen.
kupicoo / iStock

Die schmerzhafte Trennung nach einer langen Beziehung, ein großer Streit mit der Familie oder eine frohe Botschaft, die uns zu Tränen rührt: Es gibt viele Gründe, um ein paar Tränen zu verdrücken. Doch wer nach einer tränenreichen Nacht mit stark geschwollenen Augen und einer roten Nase am nächsten Tag im Büro antanzen muss, würde sich am liebsten verstecken. Doch warum treten die verquollenen Augenlider nach dem Weinen auf und welche Hausmittel helfen wirklich?

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So entstehen unsere Tränen

Unsere Augen produzieren täglich Tränen, die ihre Oberfläche benetzen. Alle fünf bis zehn Sekunden müssen wir blinzeln, dabei werden etwa fünf bis sieben Mikroliter Flüssigkeit abgesondert. Wenn wir weinen oder unsere Augen aufgrund von Reizungen tränen, dann erhöht sich die Flüssigkeitsproduktion. Die verschiedenen Drüsen in unseren Augen sind an der Tränenherstellung beteiligt und bestimmen deren Inhaltsstoffe. Tränen bestehen aus

  • Salzen,
  • Fetten,
  • Eiweiß,
  • und bestimmten Enzymen, die Krankheitserreger abwehren.

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Der Tränenfilm schützt vor Erregern

Der Tränenfilm, der unsere Augen bedeckt, wird in drei Schichten aufgeteilt:

  • Muzinschicht: Das ist die am weitesten innen liegende Schicht, die das Auge direkt bedeckt. Sie ist eiweiß- und zuckerhaltig und hat eine schleimige Konsistenz. Sie lässt den Tränenfilm auf dem Auge haften. Die Becherzellen, die sich in der Bindehaut des Auges befinden, produzieren die Muzinschicht.
  • Mittlere Schicht: Gleich darüber befindet sich die mittlere Schicht, die 90 Prozent des Tränenfilms ausmacht. Die wässrige Schicht ist nähr- und sauerstoffhaltig und enthält verschiedene Enzyme. Sie wird durch die Tränendrüsen gebildet, die sich in den Augenhöhlen oberhalb des Augenlids befinden.
  • Äußere Schicht: Am äußersten Rand des Sehorgans ist die dritte Schicht zu finden, die durch einen Fettfilm gebildet wird. Bei der Produktion der äußersten Schicht sind die sogenannten Meibom-Drüsen beteiligt.

Der Tränenfilm schützt die Augenoberfläche und die Hornhaut vor dem Austrocknen. Zusätzlich versorgt der Film unser Sehorgan mit Nährstoffen sowie Sauerstoff. Außerdem wird durch die ständige Flüssigkeitsbewegung die Augenoberfläche und der Bindehautsack gereinigt.

Ist die natürliche Flüssigkeitsproduktion im Auge gestört, dann kann der Tränenfilm aufreißen. Das kann trockene Augen verursachen sowie Symptome wie Juckreiz, Rötungen und Brennen.

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Warum schwellen die Augenlider nach dem Weinen an?

Schuld ist der Salzgehalt der Tränen, der dazu beiträgt, dass sich die Blutgefäße um die Augen weiten. Wenn wir weinen erhöht sich der Druck im Auge. Die Tränenflüssigkeit verlässt zwar das Sehrorgan, gleichzeitig bildet sich aber auch Flüssigkeit im Gewebe um die Augen. Dort ist die Haut besonders dünn und die Augen sehen dadurch schnell aufgequollen aus. Benützen Sie ein Taschentuch um die Tränen wegzuwischen, reizt das zusätzlich die empfindliche Haut und kann zur Schwellung beitragen.

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Hausmittel gegen geschwollene Augen nach dem Weinen

  • Augen kühlen: Haben Sie nach einer Heulattacke stark angeschwollene Augen, dann sollten Sie die betroffene Stelle kühlen! Legen Sie dafür zwei Löffel in ein Gefrierfach. Holen Sie das Besteck nach 15 Minuten heraus und legen Sie die Löffel für maximal zwei Minuten die geschlossenen Augen. Achtung: Das Metall darf nicht zu kalt sein, damit Ihre Haut keine Kälteschäden davon trägt! Sonst zur Sicherheit ein Baumwolltuch über die Löffel schlagen.
  • Augenmasken: In der Drogerie oder in der Apotheke finden Sie regenerierende Augenpads, die die Haut um Ihr Sehorgan wieder auffrischen können. Diese werden entweder als Einmal-Variante mit pflegenden Stoffen oder als Gel-Pads verkauft. Letzere werden im Kühlschrank verwahrt und danach auf die geschlossenen Augen aufgelegt.
  • Schwarzer Tee: Kochen Sie schwarzen Tee auf und legen Sie den abgekühlten Teebeutel für 15 Minuten auf Ihre geschlossenen Augen. Drücken Sie den Beutel zuvor aus, damit keine Flüssigkeit in Ihre Augen läuft. Das Koffein im Tee verengt die geweiteten Gefäße und lässt Wassereinlagerungen verschwinden.

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