Ernährung

4 Obstkerne, die Sie mitessen dürfen

Die kleinen Kerne aus diesen 4 Obstsorten können Sie bedenkenlos mitessen. Sie sind sogar gesund!

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Papaya-Kerne essen
MamaMiaPL / iStock

Eine Menge Menschen verschmähen Kerne in Weintrauben, Melonen oder anderen Obstsorten. Die Anbieter haben darauf reagiert und Varianten gezüchtet, die wenig oder kaum noch Kerne enthalten. Auch eigentlich gesunde Bitterstoffe wurden aus den Früchten verbannt, weggezüchtet, weil nur süßes Obst gekauft wird.

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Viele befürchten außerdem, durch den Verzehr von Obstkernen krank zu werden. Sie sollen Blinddarmentzündungen und Vergiftungen auslösen. Tatsächlich sollten Sie diese Kerne vorsichtshalber nicht schlucken, da sie zum Beispiel Amygdalin enthalten, das im Körper zu giftiger Blausäure umgewandelt wird:

  • Pfirsichkerne
  • Nektarinenkerne
  • Marillenkerne
  • Zwetschkenkerne
  • Kirschkerne
  • Avocadokerne

Allerdings müssten Sie zum Beispiel jede Menge Kirschkerne bzw. zermahlene Kerne von Marille und Co. essen, um ernste Probleme zu bekommen. Unversehrte Kerne werden vom Darm für gewöhnlich einfach wieder ausgeschieden. Sollten Sie aus Versehen einen Kirschkern geschluckt haben, besteht also kein Grund zur Panik. Studien zur Wirkung von Avocadokernen, die in letzter Zeit als Superfood angepriesen werden, gibt es noch nicht. Zur Sicherheit sollten Sie lieber darauf verzichten.

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Diese Obstkerne sind gesund

Einigen Kernen wird jedoch positive Wirkung auf unsere Gesundheit nachgesagt:

  1. Apfelkerne

    Zwar enthalten Apfelkerne kleine Mengen an Amygdalin, dennoch hat es gesundheitliche Vorteile, ab und zu das Kerngehäuse samt der kleinen schwarzen Kerlchen mitzuverspeisen. Denn die Kerne enthalten Jod, das unsere Schilddrüse unterstützt. Die wissenschaftlichen Hintergründe und Fakten dazu können Sie hier nachlesen.

  2. Weintraubenkerne

    Weintraubenkerne sind zur Gänze unbedenklich und sehr gesund. Sie sind randvoll mit Antioxidantien, die uns vor Krebs und anderen Krankheiten schützen. Vor allem die Kerne der blauen Trauben liefern viele dieser sekundären Pflanzenstoffe.

  3. Papayakerne

    Die meisten entfernen die schwarzen Perlen der exotischen Papaya, dabei sind die glänzenden Kügelchen essbar und gesund! Das Enzym Papain soll die Gefäße frei von Verkalkungen halten, gegen Entzündungen und Darmparasiten helfen.

  4. Melonenkerne

    Vor allem Kinder spucken Melonenkerne lieber aus oder rühren die sommerliche Frucht gar nicht an, wenn sie noch mit Kernen gespickt ist. Die schwarz- bis braunmarmorierten Kerne sind aber echte Powerzwerge: Sie versorgen uns mit Vitamin A, C, Eisen, Magnesium, Kalzium sowie mit ungesättigten Fettsäuren.

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