Ernährung

CICO-Diät: Warum diese Art abzunehmen nicht gesund ist

Die User der Diskussionsplattform Reddit feiern zurzeit die sogenannte CICO-Diät als das Abnehmwunder schlechthin. Warum die Diät nicht Neues und eher ungesund ist, lesen Sie hier.

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Pommes sind bei CICO erlaubt
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Calories in, calories out: Das steckt hinter der Abkürzung CICO, die gerade durch viele Online-Abnehm-Foren geistert. Vor allem auf Reddit wird die Methode heiß diskutiert. Gemeint ist damit einfach, dass mehr Kalorien verbraucht als gegessen werden müssen – also eigentlich das Grundprinzip eines erfolgreichen Gewichtsverlust. Klingt erstmal vernünftig, ist es aber bei genauerem Hinsehen nicht wirklich.

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Nur die Kalorien zählen

CICO-Fans schwören auf die Art abzunehmen, da sie auf keine bestimmten Lebensmittel verzichten müssen und trotzdem Gewicht verlieren. Die Regeln von CICO lauten:

  • Kalorien zählen.
  • Mehr verbrauchen als aufnehmen, also immer ein Kaloriendefizit schaffen.
  • Alles ist erlaubt, Zucker, Fett & Co. müssen nicht reduziert werden.

Dass man auf diese Weise abnehmen kann, ist unbestritten. Allerdings hat das, was wir essen, nicht nur Einfluss auf unser Gewicht, sondern allem voran auch auf unsere Gesundheit. CICO nimmt nämlich keine Rücksicht auf die Qualität oder den Nährstoffgehalt von Lebensmitteln. Es geht nur um die aufgenommene Energie und das Verbrennen dieser.

Kurzfristig dünn, langfristig krank

Ernährungswissenschafter kritisieren CICO aufgrund eines potentiellen Nährstoffmangels und der gesundheitsschädigenden Wirkung des Freibriefs für Pizza, Burger, Pommes oder Donuts. Wenig vom Falschen lässt aufgrund des Energiedefizits den Hüftspeck schrumpfen, im Inneren kann es aber gleichzeitig ganz anders aussehen. Mediziner sprechen dann von sogenannten "Skinny Fats", also Menschen, die eine gute Figur haben, aber an viszeralem Fett (Fett um die inneren Organe), hohem Blutdruck und schlechten Blutfettwerten leiden. Diese Faktoren erhöhen unter anderem das Risiko für:

Diejenigen, die sich kalorienarm aber fett- und zuckerreich ernähren, werden überdies eher Probleme mit unreiner Haut, Blähungen, Verstopfung oder mit Müdigkeit und Erschöpfung haben – auch wenn sie nicht wirklich über die Stränge schlagen.

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Die Rechnung geht nicht auf

Wenn wir uns nur auf den Fettverlust konzentrieren, dann sind alle Kalorien gleich: Zu viele davon machen dick (auch "gesunde" Kalorien), verbrauchen wir mehr als wir essen, nehmen wir ab. In Sachen Zellreparatur oder Muskelwachstum sieht die Lage jedoch anders aus: Dazu brauchen wir ein ausbalanciertes Verhältnis an Makro-(Kohlenhydrate, Protein, Fett) und Mikronährstoffen, das uns eine reine Trash-Ernährung einfach nicht liefern kann.

Die Lösung

Es ist grundsätzlich sinnvoll, seine Kalorien zu zählen, ist aber nur dann empfehlenswert, wenn das Gegessene auch ausgewogen und reich an Nährstoffen ist. Greifen Sie zu großen Gemüseportionen, Haferflocken, Hülsenfrüchten, frischem Obst und hochwertigen Proteinquellen. Davon können Sie überdies viel mehr essen als von den kalorienreichen Bad-Foods.

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  • Dante sagt:

    Also wirklich. Kalorienzählen ist das Grundprinzip jeder Diät. Wie man das jetzt durchzieht, sei einfach mal dahingestellt. Wenn man sich schon grundsätzlich schlecht ernährt, hat man die gleichen Probleme. Und auf der anderen Seite: Warum sollte man sich auf einer Diät jetzt auf einmal schlechter ernähren als vorher? Dass man sich einigermaßen gesund ernähren sollte, sollte eigentlich jedem klar sein.

    Und selbst wenn man mit seiner schlechten Ernährung abnimmt, dann ist es immer noch besser als übergewichtig durch die Welt zu rennen. Denn die Krankheiten, die hier mit "skinny fats" assizoiert werden sind bei Übergewicht noch viel häufiger anzutreffen.

    Die Links sind ja auch der Knaller. Unter einem Absatz, der mir sagt, dass schlechte Ernährung und skinny fats zu Krebs führen können, einen Link finde, und dieser Link auf eine Seite führt, die sagt, dass Alkohol das Krebsrisiko erhöht, dann stimmt da was nicht. Dass ist Clickbaiting vom Allerfeinsten.