Ernährung

Die Low-FODMAP-Diät hilft gegen Verdauungsprobleme und Reizdarm

Bauchschmerzen, Blähungen und Verdauungsprobleme: Menschen mit Reizdarmsyndrom sollten besonders gut auf ihre Ernährung achten. FODMAP-arm essen lindert die Beschwerden.

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Menschen mit Reizdarmsyndrom sollten besonders gut auf ihre Ernährung achten.
Rimma_Bondarenko / iStock

Menschen mit Reizdarmsyndrom haben oft Probleme mit der Verträglichkeit von verschiedenen Lebensmitteln. Sie leiden häufig unter Beschwerden, wenn sie Sorbit, Fruktose oder Milchzucker essen. Hier setzt die sogenannte Low-FODMAP-Diät an.

  • FODMAP steht für Fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide sowie Polyole (Zuckeralkohole).
  • Wer FODMAP-arm isst, verzichtet auf all diese Arten von Zucker.
  • Das Reizdarmsyndrom wird durch die Low-FODMAP-Diät zwar nicht geheilt, aber die Symptome können sich deutlich bessern.

Die Beschwerdebilder bei einzelnen Patienten können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Daher muss individuell geprüft werden, welche Lebensmittel die Beschwerden verstärken und welche gut vertragen werden.

Mehr dazu: FODMAP: Was darf ich essen, was nicht?

FODMAP-reiche Lebensmittel

Diese Lebensmittel sollten Sie eher meiden, wenn Sie sich nach FODMAP ernähren wollen:

  • Obst: Apfel, Avocado, Birne, Brombeeren, Datteln, Johannisbeeren, Kirschen, Litschis, Mango, Nektarine, Pfirsich, Zwetschgen, Fruchtsäfte und getrocknete Früchte
  • Gemüse: Artischocke, Karfiol, Bohnen, Chicorée, Erbsen, Zwiebel, Knoblauch, Kraut, Lauch, Linsen, Pilze, Rote Rübe, Sellerie, Soja, Spargel, Mais
  • Getreideprodukte: Weizen, Gerste, Roggen, Brot, Cerealien, Couscous, Gebäck, Grieß, Nudeln
  • Milchprodukte: Sauerrahm, Frischkäse, Joghurt, Buttermilch, Margarine, Mascarpone, Milch, Schlagobers
  • Andere Nahrungsmittel: Agavensirup, Fruktosesirup, Honig, Ketchup, Maissirup, Cashews, Pistazien

Auf Alkohol, Süßwaren und Zuckeraustauschstoffe sollte nach Möglichkeit komplett verzichtet werden.

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FODMAP-arme Lebensmittel

Diese Lebensmittel dürfen Sie essen, wenn Sie sich nach FODMAP ernähren wollen:

  • Obst: Ananas, Banane, Heidelbeeren, Erdbeeren, Grapefruit, Himbeeren, Honigmelone, Kiwi, Limette, Mandarine, Maracuja, Orange, Papaya, Weintrauben, Zitrone
  • Gemüse: Kartoffeln, Gurken, Karotten, Salat, Fenchel, Ingwer, Kohlrabi, Kürbis, Lauch, Mangold, Paprika, Pastinaken, Petersilie, Spinat, Tomate, Zucchini
  • Getreideprodukte: Buchweizen, Dinkel, Hafer, Mais, Hirse, Quinoa, Reis und glutenfreie Backwaren
  • Milchprodukte: laktosefreie Milchprodukte, Mozzarella, Parmesan, Cheddar, Feta, Camembert, Brie, Butter, Kokosmilch, Sojamilch
  • Andere Nahrungsmittel: Ahornsirup, Essig, Marmelade, Olivenöl, Rapsöl, dunkle Schokolade, Senf, Sojasauce, Eier, Fisch, Fleisch, Kokosnuss

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Low-FODMAP-Diät: So geht’s

Reizdarm-Patienten sollten im ersten Schritt ihre Ernährungsgewohnheiten überprüfen. Da die sogenannten FODMAPs im Dünndarm schlecht resorbiert werden, gelangen sie unverändert in den Dickdarm. Dort werden sie von Bakterien der Darmflora abgebaut.

Bei Betroffenen führt das zu Blähungen, Schmerzen und Durchfall. In der ersten Phase der Diät sollten alle FODMAP-reichen Lebensmittel für vier bis acht Wochen strikt gemieden werden. In dieser Zeit sollten die Symptome stark nachlassen oder vielleicht sogar ganz verschwinden.

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Langsam wieder mehr essen

Danach werden einzelne Lebensmittel wieder in den Speiseplan aufgenommen. So lässt sich prüfen, welche Nahrungsmittel in welchen Mengen vertragen werden. Betroffene sollten außerdem darauf achten, wie und wann sie essen. Ziel ist es, einen Ernährungsplan zu erstellen, bei dem auf so wenig wie möglich verzichtet werden muss und wenig Beschwerden auftreten.

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Vorher zum Arzt

Vor Beginn einer FODMAP-Diät sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, um andere Erkrankungen auszuschließen und mit ihm über die geplante Ernährungsumstellung zu sprechen.

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