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Studie: Zusatzstoff E 171 in Mozzarella & Kaugummi soll Darmkrebsrisiko steigern

Mozzarella, Mayonnaise, Kaugummi sollen gesundheitsgefährdend sein.

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E171 steckt in Mozzarella, Kaugummi und Mayonnaise
Karisssa / iStock

Was macht Mozzarella, Mayonnaise und manchen Kaugummi so weiß? Der Zusatzstoff E 171. Eine aktuelle Studie macht darauf aufmerksam, dass das weiße Färbemittel unter Verdacht steht, schwerwiegende Darmentzündungen auszulösen und sogar das Risiko für Darmkrebs zu steigern.

  • E 171 ist auch bekannt als "Titandioxid".
  • In der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie ist das Färbemittel bereits seit über 50 Jahren im Einsatz.
  • Nanopartikel aus Titandioxid sind für die Leuchtkraft, den Glanz und das Reinweiß vieler verarbeiteter Lebensmittel, Arzneien und Kosmetikprodukte verantwortlich.
  • Zusatzstoffe durchlaufen in der EU strenge Tests. E 171 ist als völlig unbedenklich und ohne Höchstmengenbeschränkung zugelassen, da es nicht in den Blutkreislauf eindringen, sondern über die Verdauung ausgeschieden werden soll.
  • Australische Forscher sehen das nun anders.

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E 171 stört Mikroorganismen

Forscher der University of Sydney veröffentlichten kürzlich die Ergebnisse ihrer Studie in dem Magazin "Frontiers in Nutrition" und machten somit darauf aufmerksam, dass das Färbemittel E 171 die Darmflora massiv stören soll.

Das Wissenschaftsteam verabreichte Mäusen den Farbstoff und es zeigte sich, dass E 171 das Mikrobiom im Darm beeinflusst. Titandioxid-Nanopartikel interagieren mit den Darmbakterien und fördern dadurch die Entstehung eines unerwünschten mikrobiellen Biofilms. Zu den Folgen zählen eine beeinträchtigte Darmflora, Entzündungen im Darm bis hin zu Darmkrebs.

Bereits 2017 machte eine Studie auf den drastischen Eingriff von Titandioxid-Nanopartikeln aufmerksam; diese sollen, ebenfalls bei Mäusen, eine Darmentzündung verstärkt haben, ins Blut gelangt und von der Darmschleimhaut aufgenommen worden sein und sich schließlich in der Milz abgelagert haben. Gastroenterologen raten Darmpatienten sogar, Lebensmittel- und Kosmetikprodukte, die E 171 enthalten, zu meiden.

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Forscher für weniger Leichtgläubigkeit

Nicht nur die australischen Wissenschafter der kürzlich erschienen Studie sind sich einig, dass der Farbstoff E 171 gesundheitliche Nachteile birgt. Der außerordentliche Professor Wojciech Chrzanowski gibt in der Presseaussendung zu bedenken, dass Langzeitergebnisse fehlen und plädiert für mehr Forschungen, Diskussionen und neue Standards zum Thema.

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