Ernährung

Mythen und Fakten rund um das Ei

Wie lange sind Eier haltbar? Sind Eier wirklich so ungesund? Sollte ich Eier im Kühlschrank lagern? Woran erkenne ich frische Eier? Fragen über Fragen. Wir liefern Antworten rund um das Ei.

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Vor einiger Zeit ist das Ei aufgrund seines hohen Cholesteringehalts in Verruf geraten ungesund zu sein.
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Egal, ob pikant oder beim Backen: Eier finden in der Küche unglaublich viele Anwendungsmöglichkeiten. Trotzdem ranken sich viele Mythen und Unwahrheiten um das Hühnerprodukt. Wir klären Sie über die populärsten Fragen rund um das Ei auf.

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Kleine Vitaminbombe

Ein Ei besteht aus:

Das Ei ist eine wahre Nährstoffbombe: Neben Proteinen enthält es auch Natrium, Kalium, Phosphor, Kalzium, Selen, Eisen, essentielle Aminosäuren, Lecithin, Vitamine A, B2, B12, D, K, Folsäure.

Übrigens: Ein Ei hat etwa 85 kcal.

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Ist das Ei wirklich so ungesund?

Vor einiger Zeit ist das Ei aufgrund seines hohen Cholesteringehalts in Verruf geraten ungesund zu sein. Doch das ist neuesten Erkenntnissen zufolge falsch. Eier haben zwar relativ viel Cholesterin (250-300 mg), jedoch ist Cholesterin auch wichtig für viele Körperfunktionen. Vielmehr ist eine allgemeine ungesunde Ernährungsweise in Kombination mit Bewegungsmangel für zu hohe Cholesterinwerte ausschlaggebend.

Und ist das tägliche Frühstücksei okay? 

Experten empfehlen als wöchentlichen Richtwert:

  • Babys: 1 Ei
  • Kleinkinder: 1-2 Eier
  • Vorschulalter: 2 Eier
  • Erwachsene: 2-3 Eier

Beachten sollte man dabei allerdings, dass damit alle Arten von Eiern gemeint sind: also auch jene, die in Kuchen, Teigwaren und Saucen stecken.

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Wie hoch ist die Salmonellengefahr?

Fakt ist: Salmonellen sind nur in rohen und halbrohen (weichen) Eiern vorhanden. Nach 5 Minuten Kochzeit werden die Keime abgetötet. Sehr alte Eier sollten zur Sicherheit zehn Minuten gekocht werden.

Die Gefahr, sich zu infizieren, ist bei österreichischen Eiern gering. Und die Frische ist ausschlaggebend: In den ersten zehn Tagen sorgt ein Enzym dafür, dass sich Salmonellen nicht vermehren können. Die Schale ist eine natürliche Barriere für Keime und Bakterien, doch sie wird mit der Zeit durchlässiger.

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Wie lange sind Eier haltbar?

Rohe Eier sind bis zu 28 Tage haltbar und verlieren danach die Güteklasse A. Prinzipiell sollte man beim Verzehr von rohen Eiern das Haltbarkeitsdatum auf der Packung beachten.

  • Doch Vorischt: Man muss die Eier nicht wegwerfen, nur weil das Datum überschritten wurde. Kocht man die Eier zehn Minuten lang, kann man sie ohne Bedenken genießen und zum Kochen oder Backen verwenden.
  • Gekochte Eier sind noch ca. vier Wochen haltbar. Ostereier aus dem Supermarkt sind meistens sogar bis zu drei Monate haltbar.

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Farbe & Aufbewahrung

Eier sollten am besten im Kühlschrank gelagert werden, um die Frische zu erhalten. Werden die Eier bei Zimmertemperatur gelagert, reduziert sich die Haltbarkeit von rohen Eiern: diese sind dann nur mehr ca. eine Woche haltbar. Auch in Bezug auf die Eierfarbe gibt es einige zu bedenken: Braune Hühner legen braune Eier? Nein. Die Farbe der Eier hat mit der Rasse des Huhns zu tun und hängt von der Einlagerungsmenge von Farbpigmenten in der Schale ab, welche wiederum von den Genen abhängig ist. Und die Farbe des Dotters? Das hängt vom Futter ab. Je mehr Carotinoide im Futter der Hühner enthalten sind, desto intensiver ist das Gelbe vom Ei.

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Was bedeutet die Nummer auf dem Ei?

Die Kennzeichnung auf dem Ei gibt Auskunft über Herkunftsland und Art der Haltung – und diese sollte dem gewissenhaften Konsumenten am Herzen liegen.

  • Haltungsart: Die erste Ziffer gibt Auskunft über die Haltungsart:
Ziffer Art der Haltung
0 Bio-Freilandhaltung
1 Freilandhaltung
2 Bodenhaltung
3 Käfighaltung
  • Herkunftsland: Die zwei Buchstaben nach der Ziffer sind die Landeskürzel: AT = Österreich, DE = Deutschland, IT = Italien, …
  • Betriebscode: Die restlichen Ziffern kennzeichnen den landwirtschaftlichen Betrieb. Diesen kann man auf der Website der österreichischen Eierdatenbank überprüfen.

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Hilft kaltes Abschrecken beim Schälen?

Jein. Ob sich ein Ei leicht schälen lässt, hängt eher mit der Frische zusammen. Ältere Eier lassen sich leichter schälen als frische Eier.

Durch das Abschrecken entstehen feine Mikrorisse, die das Schälen manchmal erleichtern können. Doch kommt es ganz auf den Zweck an: Beim Frühstücksei, das gleich gegessen wird, wird der Garprozess unterbrochen (wobei ein mit Eiswürfeln gekühltes Wasser besser wäre als nur kaltes Wasser aus der Leitung). Doch beim hartgekochten Ei verkürzt sich die Haltbarkeit, da Mikroorganismen durch die Schale ins Innere gelangen. Statt mehreren Wochen ist das harte Ei nur etwa zwei Tage haltbar.

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Wie lässt sich die Frische feststellen?

Die Frische eines rohen Eis lässt sich ganz einfach feststellen, wenn man es in ein Glas Wasser legt:

  • Sinkt es zu Boden und bleibt auf der Seite liegen, ist es frisch.
  • Eier, die sich aufrichten, sind etwa zwei bis drei Wochen alt.
  • Schwimmt das Ei obenauf, sollte man es nicht mehr essen.

Ist das Ei bereits gekocht, kann man die Frische an der Lage des Dotters erkennen:

  • Bei frischen Eiern liegt der Dotter in der Mitte.
  • Der Dotter älterer Eier befindet sich am Rand.

Wenn Sie einfach nicht mehr wissen, ob Sie ein Ei gekocht haben oder nicht: Wenden Sie den Dreh-Test an. Dazu Eier hinlegen, kurz anschubsen. Dann mit dem Finger stoppen: Das frische Ei dreht sich weiter, das gekochte Ei bleibt liegen.

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1 Kommentar

  • Marlies Labude sagt:

    Kinder brauchen Nahrstoffe, aber nicht jeden Tag ein Er zum Frühstück. In vielen Gerichte n ist Er i verborgen, Nudeln, Soßen, Majonaise etc. Das ist vollig ausreichend.

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