Ernährung

Welche Sorte Zimt: ist gesünder? Unterschied zwischen Ceylon und Cassia

Ob im Porridge, auf Pancakes oder über Äpfeln mit Erdnussbutter, Zimt muss überall drauf! Nur wenige wissen aber, dass es gesundheitliche Folgen haben kann, wenn man eine bestimmte Zimtsorte im Übermaß isst.

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gesunde Zimtsorte
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Zimt verleiht zahlreichen Süßspeisen eine ganz typische Note. Doch nicht nur Süßes freut sich über einen Hauch des bräunlichen Pulvers, auch Currys und andere herzhafte Gerichte bekommen durch das exotische Pulver einen interessanten Touch. Aber welcher Sorte soll man den Vorzug geben? Ceylon aus Sri Lanka oder Cassia aus China?

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Zimt ist nicht gleich Zimt

Vorsicht: In Qualität und Aroma gibt es beträchtliche Unterschiede. Es gibt ungefähr 275 Arten, bei uns werden aber hauptsächlich folgende zwei verwendet:

  • Ceylon-Zimt wird oft auch als der echte Zimt bezeichnet. Er ist stark aromatisch, kaum bitter und lässt sich an seinem einzigartigen edlen Aroma erkennen. Ceylon-Zimt gilt als die feinste Sorte der Welt und ist deswegen auch die teuerste Variante. Er wird vor allem in Sri Lanka und im Süden Indiens angebaut. Auch gesundheitlich hat der Edle einen großen Vorteil: Er enthält kaum Cumarin, was ihn für den Verzehr unbedenklich macht. Ceylon-Zimt wird aus den Innenrinden des Cinnamomum verum Baumes erzeugt. Je dünner diese Rinde ist, desto aromatischer ist das Endprodukt.
  • Cassia-Zimt, auch als China-Zimt bekannt, kommt aus Südchina und ist um einiges billiger als Ceylon. Er wird aus der Rinde des Cinnamomum cassia Baumes gewonnen. Cassia-Zimtstangen sind dunkler und dicker als die Ceylon-Variante. Außerdem riechen sie viel intensiver. Die Sorte hat einen sehr viel höheren Anteil an Cumarin, der in größeren Mengen zu Problemen wie Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen führen kann.

Handelsübliches Pulver aus dem Supermarkt enthält meist nur einen geringen Anteil an Ceylon-Zimt. Die meisten Mischungen und auch Lebensmittel werden aus Kostengründen mit Cassia-Zimt hergestellt beziehungsweise gewürzt.

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Verwendung in der Küche

  • Das Gewürz gibt es als Pulver oder in Stangen zu kaufen. Werden die Stangen dunkel und trocken in einem verschließbaren Gefäß gelagert, behalten sie ihr Aroma jahrelang. Auch Pulver sollte dunkel, in einem lichtundurchlässigen Gefäß gelagert werden, damit sich das Aroma nicht zu schnell verflüchtigt.
  • Wenn Sie für Ihr Gericht eine ganze Stange verwenden, sollten Sie diese nicht zu lange mitkochen und nach dem Kochen aus der Speise entfernen, da diese sonst bitter wird.
  • Das Gewürz ist ein wichtiger Bestandteil in Currymischungen.
  • Es passt gut zu anderen Gewürzen wie Muskat, Vanille, Gewürznelke, Kardamom, Chili und Pfeffer.
  • Es schmeckt im Kompott, Apfelmus, Milchreis, Pudding, Obstsalat und Joghurt.
  • Zimt passt aber auch zu Gemüse und Fleisch. In der indischen Küche findet sich Zimt in zahlreichen Currygerichten wieder. Aber auch die Griechen verfeinern ihr Moussaka mit einem Hauch von Zimt.
  • Weihnachten: Aus der Weihnachtszeit ist es nicht wegzudenken. Das exotische Gewürz schmeckt im Lebkuchen, im Punsch, im Tee und im Weihnachtsgebäck.

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