Ernährung

Erdäpfel: So gesund sind Kartoffeln

Erdäpfel sind gesund, beliebt und vielseitig einsetzbar.

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Kartoffel oder Erdäpfel sind gesund und vielfältig einsetzbar
Margarita Khamidulina / iStock

Langeweile kommt bei der Kartoffel bestimmt keine auf. Es gibt kaum ein Gemüse, das so vielseitig einsetzbar und kombinierbar ist, wie diese Knolle. Welche Inhaltsstoffe in ihr stecken, welche Zubereitungsmöglichkeiten und Sorten es gibt, verraten wir Ihnen hier.

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So gesund ist die Kartoffel

Das im 16. Jahrhundert aus Südamerika importierte Nachtschattengewächs ist ein überaus gesundes Grundnahrungsmittel. Es dauerte eine Weile, bis sie das Ansehen von heute genießen konnte. Einst galt sie als ungenießbar und giftig, weil viele Menschen die rohe Knolle oder ihre giftigen Pflanzenteile aßen.

Später hatte die Kartoffel den undankbaren Ruf als Dickmacher. Dabei schlägt der gekochte oder gedämpfte Erdäpfel nicht auf die Figur – 100 Gramm haben nur rund 70 Kilokalorien. Erst in Kombination mit Fett und zu viel Salz, etwa in Form von Pommes frites oder mit der fettigen Grillsauce ist sie ungesund. Ansonsten punktet sie durch eine Menge Ballaststoffe, die die Verdauung in Schwung bringen sowie Mineralstoffe wie Kalium und Spurenelemente. Außerdem sind Erdäpfel reich an Vitaminen, vorwiegend Vitamin C sowie B1 und B2. Erdäpfel wirken entwässernd, sind ein basisches Lebensmittel und wirken schonend bei Magenbeschwerden.

Erdäpfel sind nicht nur ein gesundes Nahrungsmittel, sondern auch ein beliebtes Heilmittel. Ein kalter Wickel soll bei Verstauchungen heilend sein, wohingegen ein warmer Wickel bei Erkältungen und hartnäckigem Husten beruhigend, schleimlösend sowie entzündungshemmend wirkt. Der Saft kann zum Beispiel Insektenstiche lindern.

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Erdäpfel nach der Ernte

Vielseitige Zubereitungsarten

Wie hätten Sie es gerne? Dieses Gemüse schmeckt immer, egal ob als Beilage oder Hauptspeise:

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Diese Kartoffelsorten gibt es

Es gibt sie übrigens nicht nur in Gelb, sondern auch in Rot, Violett oder Blau, die besonders reich an Antioxidantien sein sollen. Es wachsen über 400 Sorten mit klingenden Namen wie Gala, Laura oder Linda. Je nach Stärkegehalt unterscheidet man grob drei Typen: mehlig kochend, vorwiegend, festkochend. Mehlig kochende enthalten viel Stärke und zerfallen beim Kochen leichter. Welche Kartoffeln man wählt, hängt also ganz vom Gericht ab.

Kartoffelsorte Geeignet u.a. für
mehlig kochend Püree, Gnocchi, Knödel, Erdäpfelsuppe
vorwiegend festkochend eigentlich ein Allrounder, besonders geeignet für Pommes frites, Rösti, Auflauf, aber auch Salzkartoffel etc.
festkochend Erdäpfelsalat, Petersil- oder Braterdäpfel, Gratin, Ofenkartoffel

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Vorsicht bei grünen Stellen

Grüne Stellen oder ausgetriebene Keime sollten Sie auch heutzutage nicht verzehren – das enthaltene Solanin kann zu Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Durchfall und Übelkeit führen. Solanin und andere Glykoalkaloide stecken übrigens auch in der Schale. Damit die gesunden Nährstoffe nicht verloren gehen, sollten Sie Erdäpfel erst nach dem Kochen schälen.

Zum Schluss noch ein paar Worte zur Lagerung: Erdäpfel werden gerne dunkel und kühl, aber nicht im Kühlschrank, gelagert. Durch Kälte verwandelt sich die Stärke in Zucker, die Kartoffeln schmecken süßlich. Der Keller oder ein anderer kühler Lagerraum eignet sich daher am besten. Auch sollten Erdäpfel nicht in Plastik aufbewahrt werden, da Schimmel und Fäulnis ansonsten leichtes Spiel haben.

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Wie Sie Erdäpfel ganz einfach selbst anbauen können, sehen Sie im Video: 

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