Ernährung

Erdnüsse: Wie gesund ist die Erdnuss eigentlich?

Sind Erdnüsse gesund? Wie viele darf ich davon naschen? Und soll ich die rote Schale mitessen?

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Erdnüsse gesund
Shedu / iStock

Erdnüsse schmecken so köstlich, doch leider sind sie auch recht fetthaltig. Beim Knabbern plagt uns also jedes Mal das schlechte Gewissen. Kennen Sie das? Dann können Sie getrost aufatmen: Erdnüsse sind sehr gesund, wenn wir auf die Zubereitungsart achten und sie nur in Maßen genießen.

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Die Erdnuss und ihre Nährstoffe

Genau genommen ist die Erdnuss keine Nuss, sie gehört eigentlich zur Familie der Hülsenfrüchte. Sie ist der Nuss sehr ähnlich, weist sie doch einen hohen Fettgehalt (die Erdnuss besteht fast zur Hälfte aus Fett) und eine ähnliche Konsistenz auf.

Die Nährstofftabelle verrät, was in der Erdnuss alles steckt:

Nährstoff Nährwertangaben pro 100 Gramm
Fettgehalt 49 g
Kalorien 570 kcal
Natrium 18 mg
Kalium 706 mg
Proteine 25 g
Kohlenhydrate 16 g
Ballaststoffe 8 g
Kalzium 91 mg
Phosphor 330 mg
Zink 2800 µg
Magnesium 165 mg
Arginin (Aminosäure) 3200 mg
Cholesterin 0

Ihr Nährstoffgehalt kann sich durchaus sehen lassen. So haben Erdnüsse positive Effekte auf den Organismus:

  • Cholesterinsenkend: Erdnüsse gelten als Cholesterinsenker und wirken ausgleichend auf den Blutdruck. Auch soll die Erdnuss Gefäßwände elastischer machen. Allerdings ist dies nur bei ungesalzenen Erdnüssen der Fall, denn zu viel Natrium hat den gegenteiligen Effekt. Auch die gefährlichen Triglyceride können gesenkt werden.
  • Proteinlieferant: Sie liefern wertvolles Eiweiß und sind daher besonders gut für Vegetarier und Veganer geeignet. Eine Handvoll zwischendurch hilft dabei, den Eiweißbedarf zu decken.
  • Booster für die Haut: Das enthaltene Vitamin E sowie die Antioxidantien und Magnesium wirken sich positiv auf die Haut aus, indem es die Zellen schützt und Falten vorbeugt und glättet.
  • Heißhunger-Gegenmittel: Erdnüsse sättigen nachhaltig und sind daher eine ideale Möglichkeit, um Heißhunger vorzubeugen.

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Erdnüsse: Gesalzen, geröstet oder ungesalzen?

Die Erdnuss sind in verschiedenen Varianten erhältlich:

  • mit oder ohne Schale
  • geröstet oder ungeröstet
  • gekocht oder ungekocht
  • gesalzen oder ungesalzen

Auf welche Weise vernaschen wir die Erdnuss denn nun am gesündesten?

  • Rohe Erdnüsse nur frisch: In roher Form besteht die Gefahr einer Schimmelpilz-Vergiftung (siehe weiter unten).
  • Geröstet im eigenen Fett: Bei gerösteten Erdnüssen sollte darauf geachtet werden, dass sie im eigenen Fett erhitzt werden. Nehmen Sie Ihrer Gesundheit zuliebe Abstand von Produkten, auf denen der Zusatz "gehärtete Fette" steht. Dies bedeutet, dass Öl zugefügt wurde, zum Beispiel auch Palmöl.
  • Geröstet mit Schale: Auch Erdnüsse in der Schale sind meist geröstet, jedoch trocken. Durch das Knacken der Schale wird man nicht so leicht verleitet, zu viel davon zu essen.
  • Gekochte Erdnüsse: Gekocht gelten sie in manchen Ländern, etwa in den USA, als Delikatesse. Die Variante soll Studien zufolge sehr gesund sein, da der Anteil der Isoflavone höher ist als bei gerösteten Nüssen. Isoflavone beugen Herz- und Gefäßkrankheiten vor und schützen vor Krebs.
  • Gesalzen: Gesalzen und geröstet ist die ungünstigste Form, Erdnüsse zu naschen, auch wenn sie den meisten so am besten schmeckt.
  • Alles Bio: Achten Sie auf Bio-Qualität, um Pestizide und Düngemittel zu vermeiden.

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Kann ich die rote Haut mitessen?

Sie sollten die rote Schale sogar unbedingt mitessen, auch wenn Sie etwas bitter schmeckt! Sie enthält nämlich eine Zusatzportion Antioxidantien und zwar der besonders gesunden Art. Die enthaltenen Antioxidantien beugen Bluthochdruck vor und die Bitterstoffe kurbeln die Verdauung an.

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Allergie und Schimmelpilz, die Wermutstropfen der Erdnuss

Der Verzehr von Erdnüssen hat neben dem hohen Fettgehalt noch andere Schattenseiten. So besteht ein sehr hohes Allergiepotenzial, das schwere allergische Symptome wie Nesselsucht, Atemnot oder einen anaphylaktischen Schock auslösen kann. Manche Lebensmittel, so auch Schokolade, können zum Beispiel kleinste Mengen enthalten, die bereits zu allergischen Symptomen führen können.

Bei rohen Erdnüssen besteht die Gefahr einer Schimmelpilz-Vergiftung, welche durch feuchtes Milieu begünstigt wird. Der Schimmelpilz "Aspergillus flavus" gilt als krebserregend und schädigt Leber und/oder Nieren. Durch Erhitzung und Röstung wird die Gefahr allerdings stark eingedemmt; zudem werden die meist aus China importierten Erdnüsse stark kontrolliert. Wer sie dennoch roh verzehren möchte, sollte unbedingt auf die Frische achten.

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