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Ernährung ohne Gallenblase: Auf diese Lebensmittel sollten Sie jetzt (nicht) setzen

Wer ohne Gallenblase lebt, sollte auf eine fettarme Kost achten.

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Ernährung ohne Gallenblase
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Die Gallenblase muss raus? Keine Sorge, ein Leben ohne Gallenblase ist auch ohne Einschränkungen möglich – sofern Betroffene sich an eine gesunde, fettarme Ernährung halten. Welche Lebensmittel der Verdauung gut tun und welche eher schaden, erfahren Sie hier.

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Fettarm schmeichelt der Gallenblase

Die Gallenblase ist ein Organ, das unterhalb der Leber sitzt und von dieser mit Gallenflüssigkeit versorgt wird. Diese sammelt sich in der Gallenblase und gibt diese bei Bedarf für die Verdauung von Fetten an den Zwölffingerdarm ab.

Bei fettreicher Kost gibt die Gallenblase viel Flüssigkeit auf einmal ab. Muss das Organ aufgrund einer chronischen Entzündung oder Gallensteinen operativ entfernt werden, ist kein Abgeben der Gallenflüssigkeit in großen Mengen mehr möglich, der Organismus muss erst lernen, auch ohne Speicheroption auszukommen. Betroffene sollten daher, besonders unmittelbar nach der Operation, auf eine fettreduzierte Ernährung setzen.

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Bewusst auf Ernährung achten

Fettarme Kost ist prinzipiell eine gute Idee, sei es, um die Gallenblase zu schonen und Koliken vorzubeugen oder nach der Entfernung.

  • Essen Sie kleinere Portionen und hören Sie auf Ihr Sättigungsgefühl.
  • Verzichten Sie auf Rohkost, bereiten Sie die Speisen schonend zu, indem Sie dämpfen oder garen.
  • Verwenden Sie hochwertige pflanzliche Öle und setzen Sie diese sparsam ein.
  • Lassen Sie die Finger von Alkohol und blähenden Lebensmitteln.

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Lebensmittel, die (nicht) erlaubt sind

Entnehmen Sie der Tabelle, welche Lebensmittel bei Gallenproblemen gut tun und welche nicht.

 Lebensmittelgruppe Nur zu  Lieber nicht
Obst fast alles, besser geschält, gekocht oder gedünstet, zum Beispiel Apfelmus unreifes Obst, Weintrauben, Trockenobst, zu viel Rohes
Gemüse fast alles, in gekochter oder gedünsteter Form besser verträglich Rohkost, Kohl, Hülsenfrüchte, rohe Zwiebel, Sauerkraut, Paprika
Kohlenhydrate Weißbrot, Zwieback, Knäckebrot, Toast, Nudeln, Erdäpfel, weißer Reis Vollkorn, Pommes frites, Braterdäpfel
Milchprodukte fettarme Produkte wie etwa milder Käse, Topfen fettreiche Produkte wie Schlagobers, fetthaltiger Käse
Fisch & Fleisch Fettreduzierte Ware wie mageres Fleisch oder Fisch Geräuchertes, in Fett zubereitete Produkte
Süßes Honig, Marmelade, dunkle Schokolade fetthaltige Mehlspeisen, Eis, Milchschokolade
Getränke Wasser, Tee, milder Kaffee, milder Obstsaft Alkohol, kohlensäurehaltige Getränke

Nicht jeder Mensch reagiert gleich – tasten Sie sich vorsichtig heran und hören Sie auf Ihre Verdauung, was Ihnen bekommt und was eher nicht.

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