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Fettige Kartoffeln machen krank

Wissenschafter stellen Pommes, Chips und Bratkartoffeln kein gutes Gesundheitszeugnis aus.

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Fettige Kartoffel machen krank
LauriPatterson / iStock

Dass Kartoffelchips nicht die beste Wahl für körperliche Fitness und Wohlbefinden sind, ist schon länger bekannt. Forscher verknüpfen den häufigen Konsum von mit Fett zubereiteten Erdäpfeln sogar mit einer verringerten Lebenserwartung. In fettarmer Verarbeitung, zum Beispiel gekocht oder im Ofen gegart, gelten Kartoffeln nach wie vor als gesund.

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Die Kartoffel bekommt ihr Fett weg

Zur Prüfung der Fritten-Hypothese analysierten die Wissenschafter die Daten von 4400 Probanden im Alter zwischen 45 und 79 Jahren.

  • Alle Teilnehmer füllten einen Fragebogen aus, der unter anderem den individuellen Kartoffel-Verzehr eruierte.
  • Die Probanden wurden danach acht Jahre lang beobachtet, 236 starben in diesem Zeitraum.
  • Die Ergebnisse der Studie wurden kürzlich im Amercian Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht.
  • Zusammengefasst lautet die wichtigste Erkenntnis: Probanden, die zwei- bis dreimal wöchentlich gebratene Kartoffeln aßen, hatten eine geringere Lebenserwartung als jene mit geringerem Verschleiß der Knolle.
  • Die Forscher schlussfolgern, dass der frühe Tod nicht mit der Erdfrucht per se, sondern mit dem verwendeten Speiseöl zu tun hat.

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Transfette schaden uns

Diese Öle enthalten oft eine Menge Transfette, die der Herzgesundheit schaden. Transfette entstehen, wenn flüssiges Fett fest wird. Sie stecken zum Beispiel in Kartoffelchips, Pommes, aber auch in anderen hochverarbeiteten Produkten wie Kuchen, Keksen oder sämtlichen frittierten Speisen. Gehärtete Fette sind länger haltbar und finden daher besonders häufig in Gaststätten und Schnellimbissen Verwendung. Werden sie erhitzt, entstehen künstliche Transfettsäuren, die unseren Gefäßen schaden. Sie sorgen für eine Erhöhung des Cholesterinspiegels und somit für eine Erhöhung des Schlaganfall- und Herzinfarktrisikos.

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Nicht nur die Bratkartoffeln

Bewegungsmangel und Fettleibigkeit beeinflussten neben dem Konsum der fettigen Kartoffeln ebenfalls die Sterblichkeit der Probanden. Für die Ableitung einer direkten Kausalität zwischen den Erdäpfeln und einem früheren Tod wird es wohl noch weitere Untersuchungen brauchen.

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Was soll ich jetzt essen?

Sie können bedenkenlos Kartoffeln zu sich nehmen, die fettfrei oder mit gesunden Fetten zubereitet wurden. Nichts spricht zum Beispiel gegen Ofenkartoffeln mit ein wenig Olivenöl oder Petersilerdäpfel mit etwas Butter. Wie immer gilt: Alles mit Maß und Ziel, Frittiertes und Fertigprodukte vermeiden, dafür regelmäßig bewegen.

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