Ernährung

Faktencheck: Mythen rund um den Kalorienverbrauch

Sind Sie gerade dabei abzunehmen und Ihre Ernährung umzustellen? Dann sollten Sie unbedingt die wichtigsten Fakten über Kalorienverbrauch verinnerlichen.

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Es ranken sich einige Mythen, um den Kalorienverbrauch, doch diese sechs Fakten wussten Sie bestimmt noch nicht.
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Wenn man an Gewicht verlieren möchte, dann ist es wichtig mehr Kalorien zu verbrennen als man zu sich nimmt. Kalorienverbrauch-Mythen behaupten unter anderem, dass Kälte, starkes Schwitzen oder Trainieren auf nüchternen Magen die Fettreduktion anregen. Wir klären Sie über die wichtigsten Fakten zum Kalorienverlust auf.

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Kalorienanzeigen auf Fitnessgeräten

Verrichten Sie gerne Ihr Cardiotraining auf dem Laufband im Fitnessstudio? Bestimmt sehen Sie da ab und zu auf die Anzeige, die fleißig Ihren Kalorienverbrauch berechnet.

  • Diese Zahlen sind jedoch falsch. Auch, wenn Sie Ihr korrektes Gewicht und Alter angeben, wird der Wert nicht richtig berechnet.
  • Die Formel, die für diese Geräte programmiert ist, berechnet weder Ihr Fitnesslevel noch den Stoffwechsel.
  • Die Zahlen basieren auf der maximalen Sauerstoffauffnahme, die individuell ist und nicht vom Gerät berechnet werden kann.
  • Verschiedene Fitnessuhren können hier Abhilfe leisten und mit ihrer ausgeklügelten Technologie alle Erfolge detailliert festhalten.

Kalorienverbrennung nach dem Workout

Nach einem anstrengenden Training braucht unser Körper viel Erholung, um die verbrauchte Energie aufzutanken.

  • Unser Organismus verbrennt daher auch nach dem Workout vermehrt Kalorien: Das Verfahren wird auch als Nachbrenneffekt bezeichnet. Dieser kann bis 24 Stunden andauern und wird oftmals unterschätzt, da die Anzahl der verbrannten Kalorien sehr hoch sein kann.
  • Dieser Effekt steht im direkten Zusammenhang mit der Intensität und Dauer des Trainings. Hat man kein anstrengendes Workout hinter sich, dann werden im Nachhinein höchstens zehn Prozent zusätzlicher Kalorien verbraucht.
  • Deshalb ist der Nachbrenneffekt auch nicht die effektivste Variante, um gezielt Kalorien zu reduzieren.

Mehr dazu: Was bringt Kalorien zählen?

Trainieren auf nüchternen Magen

Ob Sie mit vollem oder leeren Magen Ihr Workout antreten, ist unabhängig von Ihrem Kalorienverbrauch.

  • Haben Sie nichts gegessen, dann werden die Kalorien von Ihren Fettreserven bezogen.
  • Beim Gewichtsverlust zählt jedoch, wie viele Kalorien insgesamt verbrannt werden und nicht woher Sie kommen.
  • Falls Sie einen sensiblen Kreislauf haben, dann raten wir Ihnen dazu, vor Ihrem Training zu essen und zu trinken, um mögliche Schwindelanfälle zu vermeiden.

Laufen verbrennt mehr Kalorien als Gehen

Wenn Sie regelmäßig laufen gehen, dann verbrennen Sie circa 30 Prozent mehr Kalorien als Spaziergänger.

  • Der Grund dafür ist die Geschwindigkeit der Fortbewegung. Vergleicht man langsames Joggen mit einem schnellen Lauf, dann gibt es einen spürbaren Unterschied.
  • Trotzdem kann man beim Gehen und Laufen gleich viele Kalorien verbrennen, wenn man das schnelle Gehen dem sehr langsamen Joggen gegenüberstellt. Hier kann der Fettverbrauch fast gleich sein.

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Erhöhter Kalorienverlust bei Kälte

Prinzipiell hat Kälte keinen hohen Einfluss auf den Kalorienverbrauch, wenn wir warm angezogen sind.

  • Forscher der amerikanischen University of Ottawa fanden jedoch heraus, dass Zittern den Verbrauch ankurbeln kann und so auch die Fettverbrennung steigt.
  • Sie sollten sich aber nicht absichtlich zum Frieren bringen, denn dies kann zu Erkältungen und sogar Frostbeulen führen.
  • Achten Sie bei Sport zur kalten Jahreszeit darauf mindestens drei Schichten anzuziehen und rutschfeste Schuhe, die gut am Fuß sitzen, zu tragen.

Kalorienverbrauch durch starkes Schwitzen

Personen, die viel schwitzen, verbrennen nicht unbedingt mehr Kalorien. Es sei denn, es kommt im Laufe eines Trainings dazu.

  • Wie viel wir schwitzen hängt von unserem Alter, Gewicht, Fitnesslevel und Umwelt ab. Der Kalorienverbrauch ist also nicht direkt damit verbunden.
  • Falls Sie vermehrt schwitzen, ist es jedoch durchaus möglich, dass Ihre Waage ein niedrigeres Gewicht anzeigt. Das ist auf den Wasserverlust zurückzuführen: Der "Gewichtsverlust" ist nur temporär und gleich sich wieder aus, sobald Sie etwas trinken.

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