Ernährung

Kombucha: Kultig, eklig und köstlich

Nicht hübsch anzusehen, aber köstlich: Kombucha. Warum Sie nicht darauf verzichten sollten, erfahren Sie hier. Plus Rezept zum Selbermachen.

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Selbstgemachter Kombucha ist gesund
katyenka / iStock

Um den Ursprung von Kombucha ranken sich Mythen und Legenden. Fakt ist, dass längst auch die breite Masse in Europa das Getränk aus dem asiatischen Raum liebt und zahlreich im Supermarkt vertreten ist.
Kombucha ist fermentierter Tee auf Basis von Schwarz- oder Grüntee, der mit Bakterien und Hefepilzen eine Symbiose bildet. Die gallertartige Masse, für die das Bakterium Acetobacter xylinum verantwortlich ist, sieht alles andere als appetitlich aus.

Ekelalarm hin oder her: Verfechter schwören auf das Kultgetränk, wertet es doch Tee und Fruchtsäfte auf. Pur schmeckt Kombucha säuerlich und erinnert im Geschmack an prickelnden Cidre.

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Gesundheitliche Vorteile von Kombucha?

Die gesundheitliche Wirkung des Getränks ist wissenschaftlich umstritten. Doch der Teepilz enthält zum Beispiel nachweislich B-Vitamine. Durch den Gärungsprozess wird der Zucker in Kohlenstoffdioxid und Ethanol umgewandelt; es entstehen verschiedene Stoffwechselprodukte wie Essigsäure und Milchsäure. Der Hefepilz soll eine probiotische und antibiotische Wirkung haben, sich positiv auf Darm und Verdauung auswirken und Bakterien und Viren abtöten.

Kombucha-Liebhaber sind sich einig: Was zählt, sind jedenfalls die wohltuende Wirkung und der Geschmack.

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Kombucha selbst kultivieren

Weil die industriell hergestellten Getränke aus dem Supermarkt meist zu viel Zucker enthalten, sollte man davon lieber absehen. Zudem werden die natürlichen Mikroorganismen auf Kosten der Haltbarkeit abgetötet – der Kombucha ist demnach wertlos. Doch deshalb auf den kultigen Drink verzichten? Legen Sie doch einfach selbst eine Kombucha-Kultur an!

Man braucht:

  • 1 steriles Einmachglas (Größe ab 2 Liter, in Wasser auskochen)
  • Teepilz und Ansatzflüssigkeit als Starterkultur von einem Kombucha-Bauer oder über fairment.de. Oder erkundigen Sie sich in einem Reformhaus, aber verwenden Sie nicht die handelsübliche Kultur aus dem Supermarkt.
  • 1 Geschirrtuch und 1 Gummiband
  • 1 Liter Wasser
  • 80 Gramm Rohrzucker
  • 7 Gramm Tee (Schwarztee, Grüntee)

So geht's:

  • Wasser aufkochen, über den Tee gießen und ziehen lassen.
  • Zucker unterrühren.
  • Den gezuckerten Tee in das Einmachglas füllen.
  • Ansatzflüssigkeit und Teepilz hinzufügen.
  • Das Glas mit dem Tuch abdecken (der Pilz braucht Sauerstoff) und abbinden.
  • Etwa sieben Tage lang bei Raumtemperatur stehen lassen.
  • Nach etwa fünf Tagen kosten, ob der Kombucha schon schmeckt. Wenn nicht, weiter stehen lassen.
  • Den fertigen Kombucha in Flaschen abfüllen und im Kühlschrank lagern.

Achtung: Bearbeiten Sie den Pilz immer mit Holz- oder Plastikbesteck, da er nicht mit Metall in Berührung kommen sollte.

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Hinweis: Aufgrund des geringen, aber nicht einschätzbaren Alkoholgehalts sollte während der Schwangerschaft und Stillzeit auf Kombucha verzichtet werden.

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