Ernährung

Geburt: Weniger Schmerzen mit der Louwen-Diät?

Als Louwen-Diät bezeichnet eine Ernährungsweise für schwangere Frauen. Wer sich an die Essregeln hält, könnte Komplikationen bei der Geburt vermeiden.

  • Drucken
Kann man mit dieser Diät eine leichtere Geburt erleben?
PeopleImages / iStock

Wer sich im Schwangerschaftsendspurt befindet, fiebert dem näherkommenden Geburtstermin oft schon entgegen. Doch zu der Freude mischen sich häufig auch Gefühle wie Angst und Ungewissheit, sich viele Frauen fürchten mögliche Komplikationen bei der Geburt. Mit der Louwen-Diät soll diese Angst unbegründet sein: Wer auf Pizza, Pasta & Co verzichtet, muss angeblich weniger Schmerzen bei der Geburt ertragen.

Mehr dazu auf netdoktor.at: Geburtsschmerz

So funktioniert die Louwen-Diät

Unter der Louwen-Diät wird keine Ernährungsweise zum Abnehmen verstanden. Die Diät wurde für Schwangere entwickelt, um Schmerzen bei der Geburt zu verringern. Die Idee dazu hatte Professor Frank Louwen, der als Leiter der Geburtshilfe der Universitäts-Frauenklinik in Frankfurt tätig ist. Prinzipiell wird die Ernährungsumstellung Schwangeren in den letzten sechs Schwangerschaftswochen (ab der 32. Woche) empfohlen.

  • In diesem Zeitraum sollten Schwangere besonders auf Lebensmittel mit einem geringen glykämischen Index (Glyx) achten. Dieser gibt an, wie stark bestimmte Nahrungsmittel den Blutzuckerspiegel beeinflussen.
  • Wer Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index den Vorzug gibt, schüttet vermehrt Insulin im Körper aus. Die Folge: Der Glukosegehalt im Blut steigt. Ziel der Louwen-Diät ist es, den Zuckerspiegel im Blut so niedrig wie möglich zu halten.
  • Deshalb sollten Frauen einige Wochen vor dem Entbindungstermin wenig Kohlenhydrate (z.B.: Brot, Reis, Pasta etc.) und keine Süßigkeiten essen. Honig, Kartoffeln und Obst wie Ananas, Papaya, Datteln und Wassermelonen sollten ebenfalls vermieden werden. Die Lebensmittel enthalten viel natürlichen Zucker und haben damit einen hohen Glyx.

Mehr dazu: Schwangerschaft: Hausmittel gegen Übelkeit & Sodbrennen

Diese Nahrungsmittel dürfen Sie essen

Achten Sie zudem darauf viel zu trinken und regelmäßig kleinere Mahlzeiten zu sich zu nehmen, um Kreislaufbeschwerden entgegenzuwirken.

Mehr dazu: Weniger Zucker: 3 einfache Tricks

Schmerzen & Hormone

In den letzten Wochen vor der Geburt schüttet der Körper vermehrt Prostaglandin aus. Das Hormon steuert die körpereigene Reaktion auf Entzündungen und Schmerzen. Zudem hängt es auch mit dem Einsetzen der Wehen zusammen und fördert die Reifung des Muttermundes. Wer zu viel Insulin im Körper hat, behindert die Wirkung von Prostaglandin. Wenn Sie Ihrem Heißhunger also nicht nachgeben und von Pizza, Pasta sowie Schokolade die Finger lassen, könnte Ihnen eine schmerzhafte Geburt erspart bleiben. Eine Garantie gibt es aber natürlich trotzdem nicht.

Mehr dazu: So kann Mann seine schwangere Partnerin verwöhnen

Bei Beschwerden ärztlichen Rat einholen!

Sind Sie übergewichtig oder Diabetiker, dann sollten Sie Ihren Arzt über die Ernährungsumstellung informieren. Auch bei akuten Beschwerden oder Schwangerschaftskomplikationen sollten Sie umgehend Ihren Arzt aufsuchen. Alles rund um die letzten Schwangerschaftswochen erfahren Sie hier.

 Mehr dazu auf netdoktor.at: Ernährung in der Schwangerschaft

letztes Update:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.