Ernährung

Lupinen als vegane Proteinquelle

Lupinen erobern die Supermärkte und das freut uns: Die Pflanze wächst nämlich in Österreich und hat überdies einige gesundheitliche Vorteile.

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Lupinen
rodrigobark / iStock

Lupinen kommen uns in letzter Zeit immer häufiger als Inhaltsstoff verschiedenster Lebensmittel unter. Mittlerweile gibt es Eiscreme, Mehl, Joghurt und Fleischersatzprodukte mit und aus der noch recht unbekannten Hülsenfrucht.

Heimische, proteinreiche Alternative zu Soja

Dabei fungieren Lupinen als eine hervorragende Eiweißquelle, die Pflanze ist in Österreich beheimatet und wird als echte Alternative zu Soja gehandelt. Das ist vor allem für all jene interessant, die auf Fleisch und andere tierische Erzeugnisse verzichten. Lupinen gehören zur Familie der Leguminosen und sind somit unter anderem mit der Erbse oder der Bohne verwandt.

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Unterschätzte Pflanze der alten Ägypter

Lupinen sind keineswegs eine Neuentdeckung des 21. Jahrhunderts. Die Samen des bunt blühenden Gewächses wurden schon 2000 vor Christus von den Ägyptern – ähnlich wie Getreide – verarbeitet und gegessen. Lupinen enthalten schlecht verdauliche und bitter schmeckende Bestandteile, sogenannte Alkaloide. Daher wuschen unsere Vorfahren die geernteten Hülsenfrüchte lange in Meerwasser, um die Alkaloide auszuschwemmen.

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Heute gibt es Süßlupinen!

Dank alkaloidarmer Züchtungen, als Süßlupinen bezeichnet, ist der Prozess des Ausschwemmens heutzutage nicht mehr notwendig. Auf österreichischen Feldern wird die weiße oder die schmalblättrige blaue Süßlupine kultiviert und bei getrockneten Bohnen mit dem Mähdrescher geerntet. Danach werden sie zu Mehl verarbeitet, das wiederum für andere Lebensmittel Verwendung findet. Das pure Mehl gibt es nur in ausgewählten Reformhäusern zu kaufen. Es gilt vor allem bei Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) oder Low-Carb-Fans als Geheimtipp.

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Bis zu 40 Prozent Eiweiß

Mit einem Proteingehalt von beinahe 40 Prozent können Lupinen ohne Weiteres mit der Sojabohne mithalten. Außerdem fördert die Hülsenfrucht dank eines Ballaststoffanteils von etwa 15 Prozent die Darmgesundheit. In ihr stecken außerdem wertvolle Spurenelemente und Vitamine wie:

Zudem wird ihr Anteil an den aus der Sojabohnen bekannten Phytoöstrogenen diskutiert, die vor gewissen Krebserkrankungen, Osteoporose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen können. Teilweise wird Lupinen ein Gehalt an bioverfügbarem Vitamin B12 nachgesagt, was bei fleischloser Ernährung zwar erfreulich wäre, aber leider nicht der Wahrheit entspricht.

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Ich ess' Lupinen

Der Verzehr von Lupinen hat also eine Menge gesundheitlicher Vorteile. Überdies tun Konsumenten auch der heimischen Landwirtschaft und den Böden etwas Gutes, denn: In den Wurzeln der Pflanze sitzen sogenannte Knöllchenbakterien. Diese binden den Stickstoff der Erde und verbessern so nachhaltig die Qualität des Bodens. Dazu gelten Lupinen als relativ anspruchslose Zeitgenossen, die Frost und Hitze gut vertragen.

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