Ernährung

Melanzani oder Aubergine: Darum sollte mehr davon auf unserem Teller landen

Schmackhafte Gewürze bringen das violette Früchtchen erst richtig zur Geltung.

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Melanzani, Aubergine ist gesund und köstlich
melecis / iStock

In Österreich ist sie als "Melanzani" bekannt, Deutsche sagen "Aubergine" zu ihr. Selten wird sie auch als "Eierfrucht" oder "Eierpflaume" bezeichnet (weil sie ursprünglich nur so groß wie ein Hühnerei war). Wie auch immer man das dunkelviolette Gemüse nennen mag, die inneren Werte zählen: Wir lieben die Melanzani, weil viele gesunde Nährstoffe in ihr stecken und sie vielseitig einsetzbar ist.

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Gesunde Melanzani

In der orientalischen Levante-Küche ist sie beliebt, in der mediterranen sowieso. Die Melanzani zählt zur Familie der Nachtschattengewächse und kommt ursprünglich aus Indien und China. War sie früher noch so klein wie ein Hühnerei, wuchs sie im Laufe der Jahrtausende zu der beachtlichen heutigen Größe und tropfenartigen Form heran.

Die Aubergine punktet aufgrund ihrer Inhaltsstoffe, zudem ist sie kalorienarm (ca. 20 kcal pro 100 Gramm).

  • Die dunkelviolette Frucht besteht zu rund 90% aus Wasser, ist reich an Kalium, Kalzium, Magnesium, Vitamin A und C.
  • Bitterstoffe wirken positiv auf die Gallenblase und Verdauung.
  • Die Melanzani enthält Flavonoide. Diese sekundären Pflanzenstoffe stärken das Immunsystem, regulieren den Blutdruck und senken das Risiko für Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Zudem wirkt die enthaltene Kaffeesäure antioxidativ und antimikrobiell.

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Vielseitige Melanzani

Zugegeben: Ungewürzt schmeckt das violette Früchtchen fad. Gewürze wie Oregano, Kreuzkümmel, Rosmarin, Thymian, Curry oder Chili bringen das feine Aroma aber groß raus. Auch in Kombination mit Parmesan oder Feta schmeckt sie hervorragend. Und dann gibt es unendlich viele Möglichkeiten, das Gemüse zu verarbeiten, zum Beispiel diese hier:

  • Brotaufstrich
  • Suppe
  • Dip
  • mit Fleisch oder Gemüse gefüllt
  • Antipasti
  • als Beilage in Scheiben geschnitten (gegrillt oder gebraten)
  • Auflauf

Tipps zur Zubereitung:

  • Roh ist die Melanzani ungenießbar, da sie Solanin, eine giftige Substanz, enthält, die Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden auslösen kann. Sie können sie aber dünsten, braten, backen oder kochen.
  • Auch die Schale können Sie mitessen, waschen Sie diese gründlich ab.
  • Bestreuen Sie die Aubergine vor der Zubereitung mit Salz und lassen Sie sie 30 Minuten rasten. Salz entzieht der Melanzani Bitterstoffe und Wasser, wodurch sie das Öl beim Braten nicht so stark aufsaugt.
  • Beträufeln Sie die frisch geschnittene Melanzani mit ein paar Tropfen Zitronensaft, damit sie sich nicht bräunlich verfärbt. Dunkle Flecken sind ein Zeichen zu langer Lagerung.
  • Haben Sie zu viel davon, können Sie die Aubergine in Scheiben geschnitten einfrieren.

Aubergine oder Melanzani

Köstliche Rezeptideen

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