Ernährung

Die Mönchsfrucht: Gesund süßen mit Luo Han Guo?

Sie ist kalorienarm und hat eine starke Süßkraft. Welche Vorteile die chinesische Luo Han Guo für unsere Gesundheit hat und in welcher Form sie erhältlich ist, lesen Sie hier.

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Die Mönchsfrucht Gesund süßen mit Luo Han Guo
eskymaks / iStock

Haben Sie schon mal etwas von der Mönchsfrucht gehört? Wir bis dato auch nicht. Dabei könnte die exotische Frucht aus China unsere Ernährung richtig bereichern. Vor allem wenn es um süße Versuchungen geht. Aus der Luo Han Guo – wie das grüne, runde Gewächs in seinem Ursprungsland heißt – wird nämlich ein Zucker gewonnen, der kalorienarm und sogar gesund sein soll. Sie gehört zu den Kürbisgewächsen, zu der auch die Gurke, die Wassermelone oder eben der Kürbis zählen.

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Alte Frucht, neu entdeckt

Die Mönchsfrucht ist ein traditionelles Lebensmittel und wird in China schon seit 3.000 Jahren kultiviert. Dort kennen die Einheimischen sie als Heilpflanze, die in Form von Suppen oder Tees gegen Husten, Erkältungen, Magen-Darm-Probleme oder Diabetes helfen soll. In Europa interessiert man sich weniger für die potenzielle Heilwirkung, sondern vielmehr für die Süßkraft, die die Luo Han Guo zu einem attraktiven Zuckerersatzstoff macht.

Das sind die Vorteile der Mönchsfrucht:

  • Nahezu keine Kalorien.
  • Besserer Geschmack als andere Süßstoffe, die oft einen unangenehmen Eigengeschmack haben.
  • Starke Süßkraft.
  • Nicht ungesund, sogar gesundheitsförderlich.
  • Bei ihrer Verdauung wird kein Insulin ausgeschüttet, daher ist der Zucker auch für Diabetiker geeignet.

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Bei uns kaum erhältlich

Das Zusetzen von Zucker aus der Mönchsfrucht zu Süßungszwecken ist in der EU bislang nicht erlaubt, es läuft allerdings aktuell ein Zulassungsverfahren dazu. Momentan kann das Produkt in Form von Sirup oder als Pulver über das Internet oder in Asiashops bezogen werden.

  • Derzeit ist die Mönchsfrucht als sogenanntes Novel Food registriert, also als neuartiges Lebensmittel. Das bedeutet, es wurde innerhalb der EU vor dem 15. Mai 1997 in keinem Mitgliedstaat in erheblicher Menge für den menschlichen Verzehr genutzt.
  • Sie könnte in Zukunft aber eine wichtige Rolle in der Lebensmittelindustrie spielen. Wie bei der Avocado, der DurianPalmöl (das sollte sogar komplett gemieden werden) oder der Acai-Beere sollte der ökologisch bewusste Konsument jedoch versuchen, Produkte aus nachhaltigem Anbau zu kaufen.

Am besten ist es immer noch, sich hauptsächlich von regionalen Lebensmitteln zu ernähren und auf Weitgereistes zu verzichten.

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