Ernährung

Nicht ohne meine Chili!

Warum der Scharfmacher Chili aus der Küche nicht wegzudenken ist.

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Chilischoten, Chilisauce und getrocknete Chilis liegen am Tisch
YelenaYemchuk / iStock

Es gibt sie in rot, grün, gelb oder orange. Sie kann länglich, oval oder kugelrund sein – die Chilischote. Die aus Zentral- und Südamerika stammende Beerenfrucht zählt zu den am häufigsten verwendeten Gewürzen. Hochwertige Chilis gibt es mittlerweile fast in jedem Supermarkt zu kaufen. Als Qualitätskriterien können beispielsweise der biologische Anbau, die Seltenheit oder das Anbaugebiet gelten. Wie Chili in der Küche zum Einsatz kommt und worauf Sie bei der Verwendung achten müssen, lesen Sie hier.

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Warum ist die Chili so scharf?

Die feurige Würze verdankt Chili dem Inhaltsstoff Capsaicin – der stärkste natürliche Scharfmacher der Welt. Richtig scharf ist aber nicht die feuerrote Schote selbst, sondern die weißen, unschuldig aussehenden Kernchen darin. Sie sind prall gefüllt mit Capsaicin und treiben uns die Tränen in die Augen.

Außerdem spielen Faktoren wie Standort, Klima und viel oder wenig Wasser für die Schärfe eine Rolle. Die Schärfe der Chili wird in Schärfegraden 1-10 oder in sogenannten Scoville-Einheiten gemessen. Ein milder Gemüsepaprika hat beispielsweise einen Schärfegrad von 500 Scoville, während eine Habanero-Chili einen Wert von 350.000 Scoville erreichen kann.

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Chili in der Küche

Wer es gerne scharf mag, hat meist verschiedene Arten von Chili zu Hause. Chilis sind als frische oder getrocknete Schoten und Flocken sowie gemahlen als Pulver erhältlich.

Für Kenner schmeckt jede Chili anders. Frische grüne Chilis schmecken beispielsweise kratzig, während getrocknete Beeren für ein würzig harmonisches Aroma sorgen. Milde Sorten wie Peperoncini oder New Mex kommen kleingeschnitten in Salaten, auf der Pizza oder am Butterbrot zum Einsatz. Für deftige Eintöpfe oder Gulasch kann man zu schärferen Sorten, wie Jalapeno, greifen. Wer sein Gericht nicht allzu scharf würzen möchte, sollte vor dem Kochen die Chilikerne entfernen.

Wenn die Chili Tränen in die Augen treibt…

Wenn Sie größere Mengen Chilis verarbeiten möchten, sollten Sie unbedingt Handschuhe tragen. Der Scharfmacher Capsaicin lässt sich auch mit gründlichem Händewaschen nicht komplett entfernen. Wenn Sie mit den Fingern dann die Augen oder die Schleimhäute berühren, kann das sehr stark brennen. Getrocknete Chilis sollten nicht in elektrischen Mühlen zerkleinert werden, das Capsaicin reichert die Luft an und  kann wie Tränengas wirken.

Doch zu scharf?

Und wenn die Zunge brennt, dann hilft ein Schluck Milch. Milchprodukte können die Schärfe neutralisieren. Finger weg von Wasser! Capsaicin ist fettlöslich und kann sich daher in Wasser nicht auflösen. Der scharfe Inhaltstoff wird mit der Flüssigkeit verteilt und die Zunge brennt noch mehr.

Was Sie sonst noch wissen sollten:

  • Je länger Chilischoten mitkochen, desto schärfer würzen sie.
  • Je größer die Chilischote, desto milder ist sie.
  • Werden sie in Öl angeröstet, verlieren sie etwas an Schärfe (Capsaicin ist fettlöslich).
  • Frische Chilis sollten kühl und trocken gelagert werden.
  • Frische Chilis können innerhalb von 4-6 Wochen an der Luft getrocknet werden, danach sollten sie luftdicht und im Ganzen gelagert werden.
  • Tiefgefroren halten Chilis ca. ein Jahr lang.

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