Ernährung

PCOS: Diese Lebensmittel lindern die Symptome

Welche Lebensmittel bei der hormonellen Erkrankung PCOS helfen, sich im Alltag wohler zu fühlen.

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Was essen bei PCOS
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Das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) bezeichnet eine hormonelle Störung, von der viele Frauen betroffen sind. Dabei kommt es zu erhöhten Werten der männlichen Geschlechtshormone, typische Symptome sind unter anderem:

  • Übergewicht
  • zu hoher Blutdruck
  • vermehrter Haarwuchs, z.B. Damenbart
  • Akne
  • Zysten an den Eierstöcken
  • erhöhte Blutfettwerte (Triglyceride und Cholesterin)
  • Insulinresistenz, Diabetes
  • unerfüllter Kinderwunsch

Wenn die Familienplanung abgeschlossen ist bzw. akut kein Kinderwunsch besteht, wird PCOS mit hormoneller Verhütung behandelt. Operationen sind nur bei ausgeprägten Beschwerden oder wenn Medikamente keinen Erfolg bringen notwendig. Auch Änderungen im Lebensstil können die Symptome lindern. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet eine gesunde Ernährung. Welche Lebensmittel Sie bevorzugen und welche Sie besser meiden sollten, lesen Sie hier.

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Gutes Fett ist unser Freund

Der Körper braucht Fett, um Hormone zu produzieren. Achten Sie darauf, besonders viele gesunde Fette in Ihren täglichen Speiseplan zu integrieren. Diese sind entweder pflanzlichen Ursprungs oder werden über fetten Seefisch aufgenommen. Greifen Sie öfters zu:

  • Avocado
  • kaltgepresstem, nativem Olivenöl
  • Kokosnussöl
  • Walnussöl
  • Leinöl
  • Hanföl
  • Nüssen und Samen
  • Lachs oder anderen fettreichen Seefischen

Veganer und Vegetarier können zu Omega-3-Fettsäuren aus Mikroalgen zurückgreifen, die einen hohen DHA-Anteil (eine wichtige Omega-3-Fettsäure) haben. Avocados enthalten überdies viel Vitamin E, das die Bildung des Hormons Progesteron anregt.

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Vitamin B für den Stoffwechsel

Die Palette der B-Vitamine ist essentiell für den Zucker- und Fettstoffwechsel. Sie sorgen außerdem für hormonelle Balance und unterstützen die Schilddrüse und das Nervensystem. Essen Sie regelmäßig dunkles Blattgemüse, Pilze, Sesam, Sonnenblumenkerne, Linsen, Bananen, Avocado oder Karfiol. Vitamin B12 kann nur über tierische Lebensmittel aufgenommen werden. Veganer müssen das Vitamin daher mittels Nahrungsergänzung aufnehmen.

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Vitamin A für mehr Fruchtbarkeit

Frauen mit PCOS sollten Ihre Vitamin-A-Aufnahme im Auge behalten, denn es ist essentiell für die Fortpflanzung. Vitamin A ist an:

  • der Oogenese (Entwicklung einer befruchtungsfähigen Eizelle)
  • der Plazentaentwicklung und
  • der Embryonalentwicklung beteiligt.

Essen Sie häufig Grünkohl, Karotten, Spinat, Mango, Brokkoli oder gelegentlich ein Ei (aus Freilandhaltung).

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Was Sie lieber meiden sollten

Auf welche Nahrungsmittel Sie bei PCOS lieber verzichten sollten, erläutert folgende Tabelle:

Besser nicht essen! Warum?
verarbeitete Lebensmittel Fertigprodukte und Co. enthalten viel Fett, Zucker und ungesunde chemische Zusatzstoffe; all das ist für jeden ungesund, besonders aber für Frauen mit PCOS, da sie zu Übergewicht, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen neigen.
viel Getreide Eine Ernährung, die hauptsächlich aus Weizen besteht, ist nicht nur sehr zuckerreich (Milchbrötchen etc.), sondern kann Vitamine und Mineralstoffe binden, die dem Körper dann nicht mehr zur Verfügung stehen.
Zucker Zucker befeuert PCOS, da er den Blutzuckerspiegel und damit die Produktion von Insulin in die Höhe schießen lässt. Insulin regt wiederum die Ausschüttung männlicher Hormone an.
Milchprodukte Studien dazu sind nicht eindeutig, trotzdem sollten Frauen mit PCOS wenig bis keine Milchprodukte konsumieren; diese können nämlich hormonell wirksam sein und Akne entstehen lassen.

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