Ernährung

Ist pegan das neue vegan?

Pegan stellt eine Fusion aus veganer und Paleo-Ernährung dar. Gegessen werden viel Gemüse und wenig Fleisch, raffinierte Kohlenhydrate kommen nicht in Frage.

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Mladenovic / iStock
pegan

Was auf den ersten Blick wie ein Tippfehler aussieht, ist genauso gemeint: Pegan statt vegan! Schon wieder eine neue Art zu essen, mit neuen Regeln und Limitierungen. Aber was bedeutet es, pegan zu essen und was bringt die Ernährungsweise für unsere Gesundheit?

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Pflanzlich und möglichst natürlich

Was bei der veganen Ernährung nicht auf den Tisch kommt, wissen die meisten bereits:

Peganer gehen noch einen Schritt weiter und verbannen zusätzlich zu tierischen Produkten raffinierte Kohlenhydrate. Im Gegensatz zu vegan wird aber ab und zu Fleisch als Beilage zum Gemüse konsumiert. Verboten sind:

Damit ähnelt das pegane Konzept der sogenannten Paleo-Diät, deshalb wurde das vegane V durch ein P ersetzt. Bei der normalen Ausprägung von Paleo stehen viel Fleisch, Fisch und Eier auf dem Speiseplan. Der Begriff "Paleo" leitet sich aus dem Zeitalter des Paläolithikums ab, in dem der Anbau von Getreide noch unbekannt war. Peganer richten sich wie die Paleo-Vetreter auch nach dieser steinzeitlichen Lebensweise, lassen allerdings einige tierische Lebensmittel außen vor.

Manch einer mag sich jetzt fragen: Ja, aber was bleibt denn dann noch übrig?

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Pflanzen in Hülle und Fülle!

Die Idee kam übrigens vom amerikanischen Arzt Mark Hyman. Das pegane Konzept setzt auf jede Menge Gemüse, wenig Zucker, kein Öl außer Olivenöl und wenig Fleisch. Lebensmittel sollen so wenig verarbeitet wie möglich sein, die Mahlzeiten werden stets frisch zubereitet.

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Gut für den Blutzucker

Prinzipiell ist es eine gute Idee, Produkte aus Weißmehl und zuckrige Fertignahrung nur selten zu verzehren. Diese Lebensmittel haben einen hohen glykämischen Index, das bedeutet, dass der Blutzucker- und somit der Insulinpegel nach deren Verzehr rasch nach oben schießen. Das fördert auf Dauer Heißhunger, Gewichtszunahme und Diabetes.

Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht macht es aber nur wenig Sinn, Getreide und Hülsenfrüchte ganz zu verbannen. Ganz im Gegenteil: Kichererbsen, Linsen, Bohnen & Co. versorgen uns mit einer Reihe von essentiellen Nährstoffen, zu deren Genuss Peganer nicht kommen.

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