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Quetschies: So ungesund ist das Fruchtpüree aus der Tüte wirklich

Wie oft essen Ihre Kinder Quetschies?

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Quetschies sind schlecht für Gesundheit und Umwelt; frisches Obst ist besser
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Vor allem bei Kindern heiß begehrt und in aller Munde: Der "Quetschie". Das Obstmus im Plastikbeutel ist ein Kassenschlager, Supermarktregale sind voll davon. Kinder lieben die bunte Verpackung, das Nuckeln an den flüssigen Zuckerbomben macht Spaß. Die Vorteile für Eltern liegen auf der Hand:

  • Es ist praktisch für unterwegs.
  • Das Obst ist fein säuberlich verpackt, macht weder Flecken in der Tasche noch wird es matschig.
  • Löffel oder Teller sind dafür nicht nötig.
  • Nuckeln die Kinder daran, herrscht für ein paar Minuten Stille.
  • Wird es nicht konsumiert, hält der Brei noch länger.

Doch der Schein trügt. Als gesunder Snack angepriesen, entpuppt sich der Quetschie als eine Gesundheits- und Umweltsünde. Bei diversen Tests schneiden die fertigen Obstpürees schlecht ab. Ökotest beurteilte nur eins von 15 Produkten als "gut".

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Quetschie ist eine Süßigkeit, kein gesunder Snack

Kinder lieben das Obstmus, Eltern finden es praktisch. Den erwähnten Vorteilen stehen allerdings schwerwiegende Nachteile gegenüber:

  • Inhalt: Obst sollte gesund sein, im Quetschie gehen allerdings Vitamine und Nährstoffe verloren, da diese besonders hitzeempfindlich sind. Hitze ist für die Konservierung der Quetschies allerdings unbedingt erforderlich. Zudem fallen viele Produkte bei Tests durch, da diese Schadstoffe oder Pestizide enthalten.
  • Zuckerbombe: Während des Aufkochens des Obstes wird Wasser entzogen, was bleibt, ist der konzentrierte Fruchtzuckeranteil (in etwa 12 Gramm). Dieser entspricht umgerechnet etwa drei bis vier Würfelzucker. Die Bezeichnung "ohne Zuckerzusatz" ist demnach irreführend.
  • Kariesgefahr: Zucker zu nuckeln steigert das Risiko, an Karies zu erkranken. Hinzu kommt der hohe Säureanteil. Zucker in Kombination mit Säure ist Gift für den Zahnschmelz.
  • Sprachentwicklung: Frisches Obst zu essen bietet neben Vitaminen noch einen Vorteil, nämlich für die Kaumuskulatur. Bleibt diese aktiv, wirkt sich dies positiv auf die Sprachentwicklung aus.
  • Umweltsünde: Innerhalb von ein paar Minuten ist die Tüte leer, was bleibt, ist eine Menge Müll. Der Beutel aus Aluminium und Plastik ist nicht recycelbar.
  • Preis: Zu guter Letzt ist der Obstdrink teuer. Ein Quetschbeutel (ca. 100 Gramm) kostet zwischen 60 Cent und einem Euro. Frisches Obst ist günstiger (ein Apfel kostet zwischen 30 und 40 Cent).

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Wenn schon Quetschie, dann…

Quetschies sind also schlecht für die Umwelt und weit entfernt von einem gesunden Snack.

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Hallo an alle, am bisher heißesten Tag des Jahres. Was habt ihr bei der Hitze gemacht um euch abzukühlen??? Wir hatten Besuch und für die Kinder gab es ganz viel deutsches Obst (übrigens das erste mal das ich alles aus D gefunden haben dieses Jahr) und leckeres Eis-Quetschie… ich bin ganz begeistert davon 😂 . . WERBUNG-KOOPERATION . Wir haben unsere @twistshakebaby quetschbeutel mitlerweile täglich im Einsatz und immer als Eisquetschie… die Kinder stehen da total drauf! . . Mit dem Code FROMENNAWITHLOVE bekommt ihr weiterhin 20% auf das gesamte Sortiment, also auch die tollen Aluflaschen die ich unbedingt als nächsten testen muss 😍 . . . . . . #heißestertagdesjahres #twistshakebaby #twistshake #deutschesobst #beeren #erdbeeren #brombeeren #blaubeeren #himbeeren #frischesobst #abkühlung #heiß #quetschies #nachhaltigkeit #gesundessen

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Wer gar nicht darauf verzichten möchte, sollte unbedingt einen genauen Blick auf die Zutatenliste werfen:

  • Kaufen Sie keine Produkte, auf denen Begriffe wie "Fruchtsäure" oder "Saftsäurekonzentrat" vermerkt sind. Bezeichnungen, die auf "-ose" enden, deuten auf zugesetzten Zucker hin.
  • Greifen Sie eher zu (Bio-)Produkten mit der Kennzeichnung "ab einem Jahr". Diese unterliegen stärkeren Kontrollen und sollten pestizidfrei sein.
  • Geben Sie Ihrem Kind nur gelegentlich einen Quetschie und betrachten Sie diesen als Süßspeise.

Eine gesunde Alternative ist, das Obst selbst zu pürieren und in wiederverwendbare Quetschie-Beutel zu füllen. Darf das Kind das Obst selbst aussuchen und beim Kochen helfen, ist die Freude bestimmt größer als es einfach aus dem Supermarktregal zu fischen. Der Quetschie-Effekt bleibt erhalten und es schont die Umwelt. Eine Win-win-Situation also.

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