Ernährung

Basmati, Jasmin und Mochi: Die wichtigsten Reissorten im Überblick

Sie lieben Reis, doch wissen nicht genau, welche Reissorte Sie kaufen sollen? Wir zeigen Ihnen, für welche Gerichte sich welche Reisart eignet.

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Wir stellen Ihnen die bekanntesten Reissorten vor.
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Egal, ob Sie es im Sushi genießen, oder als Beilage zum Schnitzel: Reis schmeckt einfach zu allem gut! Die Heimat des Reises liegt im asiatischen Raum und zählt dort zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln der Bevölkerung. Fast 90 Prozent der weltweiten Ernte stammt aus Asien, doch Reis wird auch in Thailand, Indien, China und Europa angebaut.

Das gesunde Korn überzeugt als guter Lieferant für Mineralstoffe und Spurenelemente wie Magnesium, Eisen, Zink und Kalium. Weltweit gibt es bis zu 120.000 verschiedene Reissorten, die in die Kategorien Rundkorn-, Landkorn- und Mittelkornreis unterteilt werden. Wir haben für Sie die wichtigsten Sorten im Überblick!

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Rundkorn- und Mittelkornreis

Zur Kategorie Rundkornreis zählen Reissorten, deren Körner kürzer als fünf Millimeter sind. Zusätzlich weisen sie noch eine ründliche bis ovale Form auf. Mittelkornreis ist 5,2 bis 6 Millimeter lang. Rundkornreis enthält im Vergleich zu Mittelkornreis einen höheren Amylopektingehalt. Die unlösliche Stärke sorgt für die klebrige Konsistenz des Rundkornreises.

  • Milchreis: Diese Reissorte wird mit Milch gekocht und hauptsächlich für Süßspeisen verwendet. Die im Reis enthaltene Stärke löst sich beim Kochen, wodurch sich die Körner verdicken. Dadurch weist der Milchreis eine sehr breiige Konsistenz auf.
  • Paella- oder Bombareis: Der Bomba-Reis wird in den spanischen Städten Valencia und Murcia angebaut. Er wird häufig für das traditionelle Gericht Paella verwendet. Beim Kochen bleiben die Körner eher fester und körniger, da sie keinen hohen Amylopektingehalt aufweisen.
  • Risottoreis: Italienische Risottosorten wie Vialone, Arborio oder Carnroli zeichnen sich durch eine typische cremige Konsistenz aus. Der Risotto-Reis wird hauptsächlich in Italien angebaut.
  • Sushireis: Diese besonders klebrige Reissorte wird für Sushi und weitere Reisspeisen verwendet. In Japan wird der Sushireis auch als "Kome" bezeichnet, welcher ein besonders süßliches Aroma aufweist.

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Langkornreis

Ist ein Reiskorn zwischen 6-8 Millimeter lang, zählt es zu den Langkornreissorten. Diese lockere bzw. körnige Reisart enthält viel von der löslichen Stärke Amylose, weshalb die folgenden Reissorten beim Kochen nicht verkleben:

  • Schwarzer Reis: Wie der Name schon verrät, handelt es sich hier um ein schwarzes Korn, wodurch dieses als Vollkornreis im Handel angeboten wird. Diese Reisart zeichnet sich durch einen nussig-süßlichen Geschmack aus.
  • Sadrireis: Diese Reissorte ist auch als bester Reis der Welt bekannt. Die kurzen, kräftigen Körner stammen aus dem Iran und haben eine weiß-glänzende Farbe. Die Reiskörner zeichnen sich durch ein tolles Aroma und einen weichen Kern aus. Aufgrund strenger Exportbedingungen ist es schwierig Sadrireis zu kaufen. Sämtliche (Online-) Shops bieten die exotische Reissorte an.
  • Jasminreis: Die typische thailändische Spezialität hat einen exotisch-blumigen Duft und ist die perfekte Beilage zu Fleisch, Fisch oder Gemüse. Durch seine klebrige Konsistenz kann er auch besonders gut mit Stäbchen gegessen werden.
  • Basmatireis: Der Ursprung dieses Langkornreises liegt am Fuße des Himalajas und wird auch heute noch großteils in Indien und Pakistan angebaut. Der Basmatireis zählt zu den edelsten Reissorten der Welt und ist gut verträglich sowie glutenfrei.
  • Patnareis: Das ausgesprochen harte Korn ist sehr lang und durchsichtig. Es eignet sich vor allem für Speisen aus der türkischen und asiatischen Küche. Im Vergleich zu anderen Sorten ist der Patnareis sehr nährstoffarm.

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Besondere Reisspezialitäten

  • Mochireis: Diese Spezialität hat ihren Ursprung in Japan und zeichnet sich durch seinen weichen und süßlichen Geschmack aus. In der japanischen Küche wird diese Sorte für Reiskuchen oder sonstige Süßspeisen verwendet.
  • Roter Reis: Das farbenfrohe Korn wird in China häufig als natürliches Färbemittel für Nahrungsmittel verwendet oder als Heilmittel eingesetzt. Sein nussiger Geschmack kommt besonders im Reissalat zur Geltung. Roter Reis ist hierzulande in vielen Nahrunsergänzungsmitteln zu finden. 
  • Wildreis: Hierbei handelt es sich eigentlich nicht um eine Reisart, sondern um Wassergras! Durch ein spezielles Trocknungsverfahren bekommt der Wildreis seine braun-schwarze Farbe und seinen nussigen Geschmack.
  • Parboiled-Reis: Beim "partially boiling" wird der Reis nur teilweise gegart. Dabei wir der Rohreis kurz in Wasser eingeweicht und mit Heißdampf behandelt. Anschließend wird er getrocknet, geschält und poliert. Parboiled-Reis soll bis zu 80 Prozent der Vitalstoffe von Naturreis enthalten, der tatsächliche Verlust der Stoffe ist jedoch vom jeweiligen Garverfahren abhängig.

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