Ernährung

Jodarme Ernährung bei Schilddrüsenüberfunktion

Um einer Überfunktion der Schilddrüse vorzubeugen, sollte auf einen ausgewogenen Speiseplan mit Lebensmitteln gesetzt werden, die einen niedrigen Jod-Gehalt aufweisen.

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Marillen sind für die Ernährung bei Schilddrüsenüberfunktion geeignet
Floortje / iStock

Eine Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) ist eine Stoffwechselstörung, bei der die Schilddrüse unermüdlich arbeitet und zu viele Hormone ausschüttet. Gewisse Stoffwechselprozesse laufen daher in erhöhter Geschwindigkeit ab.

Zu den häufigen Symptomen zählen unter anderem:

Verantwortlich dafür sind erhöhte Werte der Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4). Oft liegt eine Überfunktion aufgrund von Erkrankungen vor, zum Beispiel Morbus Basedow. Ob zu viel Schilddrüsenhormon im Blut vorliegt, kann der Arzt mittels einer Blutabnahme feststellen, aber auch eine Vergrößerung der Schilddrüse ist ein Indiz für die Erkrankung.

Behandelt wird die Überfunktion mit Medikamenten, die die Produktion der genannten Hormone hemmen. Schlägt die Therapie nicht an, können eine Radiojodtherapie oder ein operativer Eingriff helfen.

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Richtige Ernährung bei einer Überfunktion der Schilddrüse

Bei einer Veranlagung kann ein gesunder Speiseplan helfen, einer Überfunktion vorzubeugen. Jod spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Denn damit die Schilddrüse funktioniert, benötigt sie Jod – zu viel Jod sollte bei einer Überfunktion allerdings vermieden werden.

Lebensmittel wie Seefische (z.B. Schellfisch 243 Mikrogramm pro 100 Gramm) und Meeresfrüchte sowie Algen, Milchprodukte oder die Kiwi (80 Mikrogramm Jod / 100 Gramm) enthalten von Natur aus viel Jod und sollten daher nur in Maßen gegessen werden. Wurstwaren und Brot werden meist mit jodiertem Salz hergestellt und sind sehr salzig – das Brot selbst zu backen kann eine Alternative sein.

+++ Mehr zum Thema: Jodbedarf pflanzlich decken+++

Bei Schilddrüsenüberfunktion jodarme Lebensmittel essen

  • Marille: Das Kernobst weist einen hohen Wassergehalt sowie einen niedrigen Jodgehalt auf. Zudem versorgt die Marille die Schilddrüse mit Vitamin A. (0,5 Mikrogramm Jod / 100 Gramm)
  • Weißbrot: Von Weißbrot raten Ernährungsexperten aufgrund der kurzfristigen Sättigung meist ab. Wer an einer Überfunktion der Schilddrüse leidet, sollte allerdings besser die Finger von Vollkornprodukten lassen und zu Weißbrot greifen. Der Jodgehalt ist nämlich niedriger. (5,8 Mikrogramm Jod / 100 Gramm)
  • Apfel: Schon die Kleinsten wissen, dass der Apfel ein rundum gesundes Obst ist. Neben den zahlreichen Vitaminen und Spurenelementen enthält er wenig Jod und ist daher bestens geeignet für Menschen, die an einer Überfunktion leiden. Dasselbe gilt übrigens auch für die Birne. (1,6 Mikrogramm Jod / 100 Gramm)
  • Tomate: Tomaten sind kalorienarm, enthalten viele Antioxidantien, weisen einen hohen Vitamin-C-Anteil und wenig Jod auf. (1,7 Mikrogramm Jod / 100 Gramm)
  • Rindfleisch: Während Puten- oder Hühnerfleisch viel Jod enthält, ist Rindfleisch relativ jodarm. (3 Mikrogramm Jod / 100 Gramm)

Weil der Organismus ohnehin auf Hochtouren arbeitet, sollte auf koffeinhaltige Getränke sowie auf Alkohol verzichtet werden.

+++ Mehr zum Thema: Ernährung bei Schilddrüsenunterfunktion: 4 Nährstoffe +++

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