Ernährung

Schwarzer Holunder: Bitte nicht roh essen!

Er ist gesund und vielseitig einsetzbar: Warum Sie die Beeren des Schwarzen Holunders aber nicht roh verzehren sollten, erfahren Sie hier.

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Schwarzer Holunder ist gesund
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Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) trägt beerenartige Früchte, die eine dunkelviolette bis schwarze Farbe haben. Ab August sieht man die prächtigen Dolden in Gärten und an Wegesrändern hängen. Sie machen sich nicht nur gut als Zierde in der Blumenvase, sondern liefern richtig zubereitet viele gesunde Nährstoffe. Warum Sie die dunklen Kügelchen besser nicht roh essen sollten und wie Sie den Schwarzen Holunder am besten für sich nutzen können, erfahren Sie hier.

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Wissenswertes zum Schwarzen Holunder

Interessante Fakten zum Schwarzen Holunder:

  • Er wird schon seit mehreren Jahrhunderten als Heilpflanze verwendet.
  • Die Früchte entstehen aus gelblich-weißen Blüten, die einen angenehmen Duft verströmen. Auch die Blüten lassen sich gut verarbeiten.
  • Die dunklen Beeren sind 5 bis 6 mm groß und hängen an rötlichen Stielen. Sie bilden die typischen Dolden in Schirmform.
  • Durch das Gewicht der Beeren hängen die Dolden nach unten.
  • In jeder Frucht steckt ein kleiner verholzter Kern, darin wiederum drei winzige Samen mit Fruchtfleisch.
  • Es gibt wilde und gezüchtete Sorten. Letztere tragen oft größere und einheitlich gereifte Beeren.
  • Die Steiermark baut mit einer Fläche von 1.400 Hektar am meisten Schwarzen Holunder in Österreich und in Europa an.
  • Es handelt sich also um ein regionales Superfood!

Kalium, Eisen und vieles mehr

Holundersaft kennen und mögen wir alle. Einige sind aber nur mit der weißen Variante vertraut, dabei hat der Dunkle noch viel mehr auf Lager. Vitamine und Mineralstoffe im Schwarzem Holunder sind:

Kurz: Alles, was wir für einen funktionierenden Stoffwechsel brauchen. Schwarzer Holunder liefert außerdem Sambucyanin. Der sekundäre Pflanzenstoff soll effektiv vor Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems und sogar vor Krebs schützen. Sambucyanin ist unter anderem für die kräftige Farbe der Früchte verantwortlich.

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Vorsicht vor Sambunigrin

Weniger gut tut uns das enthaltene Sambunigrin. Sambunigrin ist ein Pflanzengift. Es steckt in reifen und unreifen Beeren, in den Blättern und in den grünen Fruchtstielen. In roher Form kann der Verzehr von Schwarzem Holunder daher zu diesen Symptomen führen:

Der Übeltäter ist Blausäure, die durch Sambunigrin freigesetzt wird. Durch Erhitzen (auf mindestens 80 Grad) wird es zerstört und der Holunder somit genießbar.

Wofür kann Schwarzer Holunder verwendet werden?

Richtig erhitzt, kann der Holunder unterschiedlich verarbeitet werden. Beliebt ist er zum Beispiel als Saft, Gelee, Sirup, Marmelade, Eis, Kompott, Wein oder Likör.

Vorsicht, Verwechslungsgefahr!

Wer Schwarzen Holunder selbst sammeln möchte, darf ihn keinesfalls mit dem Zwerg-Holunder oder dem Roten Holunder verwechseln. Die beiden Sorten sind ungenießbar.

So sieht der Zwergholunder aus:

Zwerg-Holunder ist giftig

Das ist der Rote Holunder:

Roter Holunder ist nicht genießbar

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