Ernährung

Shirataki: Nudeln ohne Kalorien?

Die Pasta- und Reisimitationen aus der Konjak-Wurzel sollen für alle ideal sein, die Low Carb und kalorienarm Teigwaren genießen wollen. Aber was ist dran an dem Shirataki-Hype?

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Nudeln aus Shirataki
Amawasri / iStock

Wir lieben Nudeln, egal in welcher Variation! Sie sind wahres Seelenfutter, machen uns satt und schmecken dazu richtig gut. Das Problem: Pasta ist, vor allem oft und in großen Portionen vertilgt, ein echter Dickmacher. Zusammen mit einer fetthaltigen Soße kann ein großer Teller mit einem reichhaltigen Nudelgericht schon an der 1.000-Kilokalorien-Marke kratzen.

Als Lösung für Kalorienbewusste wird in letzter Zeit häufig Shirataki angepriesen. Nudeln, Lasagnenblätter oder Reis aus der japanischen Konjak-Wurzel sollen kaum Kalorien haben. Aber wie schmeckt die Pseudo-Nudel, wie bereitet man sie zu und was steckt in Shirataki überhaupt drin?

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Kaum Energie, viel Nudel

100 Gramm Shirataki-Nudeln liefern nur 6 bis 8 Kilokalorien. Deshalb werden sie oft als Null-Kalorien-Nudeln betitelt. Im Vergleich: 100 Gramm gewöhnliche Pasta aus Weizen (gekocht) schlägt mit etwa 140 Kilokalorien zu Buche, 100 Gramm rohe Nudeln haben 350.

Aber wie können Nudeln so arm an Energie sein? 

  • Shirataki-Produkte bestehen zu einem großen Teil (97 Prozent) aus Wasser.
  • Die restlichen drei Prozent sind Glucomannan, ein Ballaststoff, der aus der Konjak-Wurzel gewonnen wird.

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Weißer Wasserfall

Shirataki- haben mit echten Nudeln nicht viel gemeinsam, wenn man von der Form absieht: Sie sind weiß bis transparent und von glitschiger Konsistenz. Daher rührt auch ihr Name, denn das japanische Wort Shirataki bedeutet übersetzt "weißer Wasserfall".

Wenn man sie aus der Verpackung holt, verbreiten sie einen etwas muffig-fischigen Geruch. Die Wurzelnudeln sind aber komplett vegan! Mit Glas- oder Reisnudeln haben sie nichts gemein, diese bestehen aus Reismehl und haben deutlich mehr Kalorien.

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Satt trotz wenig Energie

Wenn Sie eine Portion Shirataki mit einer leichten Soße und Gemüse essen, werden Sie sich vermutlich ähnlich satt fühlen, wie nach einem Teller Weizennudeln. Das liegt an besagtem unverdaulichem Ballaststoff Glucomannan. Dieser nimmt große Mengen Flüssigkeit auf, der Magen ist gefüllt und signalisiert dem Gehirn: "Ich bin satt! Keine weitere Nahrung notwendig!" Wenn wir uns satt fühlen, fällt es uns leichter, am Ende das Tages ein Kaloriendefizit zu erreichen. Das ist essentiell, um Gewicht zu verlieren.

Der Nachteil: Nudeln aus der Konjak-Wurzeln enthalten kaum wertvolle Nährstoffe. Die wenigen Kalorien sind also "leer". Sie sollten sich also nicht ausschließlich von Shirataki ernähren. Das würde auf Dauer zu Mangelerscheinungen führen, wie jede andere sehr einseitige Ernährungsweise.

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So werden Shirataki-Nudeln zubereitet

  • Nehmen Sie Nudeln aus der Verpackung und geben Sie sie in ein Sieb.
  • Der leicht fischige Geruch ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber normal.
  • Die Nudeln gut mit Wasser durchspülen, dann verschwindet der Geruch.
  • Die Konjak-Nudeln nicht kochen, sondern mindestens 2 Minuten in der heißen Soße schwenken.
  • Der Verzehr ohne Soße ist nicht zu empfehlen, die Nudeln schmecken nach nichts.

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