Komplementärmedizin

Superfood: Was kann Manuka-Honig wirklich?

Manuka gilt als der "König unter den Honigsorten". Aber warum eigentlich? Wir haben uns das angesehen.

  • Drucken
Manuka-Honig gesund
AnthiaCumming / iStock

Sinken die Temperaturen, steigt unser Honigverbrauch. Zwar wurde die Wirkung von Honig als Erkältungsschutz medizinisch noch nicht bestätigt, die Hausmedizin setzt aber schon lange auf heiße Milch mit Honig.

Mehr dazu: Haarausfall: 5 natürliche Mittel

Wundermittel Honig

Die Sache hat allerdings einen Haken: Das in Honig enthaltene Wasserstoffperoxid, das für die antiseptische Wirkung verantwortlich ist, ist chemisch äußerst instabil. Es zerfällt beim Erhitzen.

  • Eine heiße Milch mit Honig schmeckt daher wunderbar und wird schon einmal deshalb bei Halsweh helfen, weil sie eben ein Heißgetränk ist. Die gesundheitsfördernde Wirkung des Honigs kommt hier aber nicht zu tragen. Dumm gelaufen.

Und genau das ist der Grund, warum sich die aus Neuseeland stammende Honigsorte "Manuka" auch bei uns immer mehr durchsetzt:

  • Manuka enthält neben Wasserstoffperoxid das antibakteriell wirksame Zuckerabbauprodukt Methylglyoxal.
  • Dieses verändert seine Wirkung beim Erhitzen nicht!

Welche heilsamen Eigenschaften dem Manuka-Honig sonst noch nachgesagt werden, lesen Sie hier.

Mehr dazu: Honig – gesund oder entbehrlich?

Hilfe bei Magen-Darm-Beschwerden

Die antibakterielle Wirkung des Manuka-Honigs hat sich als besonders effektiv bei Magen-Darm-Problemen erwiesen.

  • Die Heliobacter-Bakterien, die bei Magengeschwüre und Magenschleimhautentzündungen eine Rolle spielen, werden von dem neuseeländischen Honig bekämpft.
  • Zur Anwendung wird empfohlen, 1-2 Teelöffel Honig in heißem Wasser aufgelöst zu trinken.
  • Der Honig sollte dabei auf nüchternen Magen eingenommen werden.

Mehr dazu: 6 Gewürze für den Magen

Erkältungen den Garaus machen

Der Manuka-Honig kann Erkältungsviren als Naturheilmittel bekämpfen, da ihm eine antibiotische und antivirale Wirkung nachgesagt wird. Bei beginnenden Erkältungen können Sie den Manuka-Honig mehrmals am Tag pur oder verdünnt als Tee zu sich nehmen. Ist die Krankheit schon fortgeschrittener, können Nasenspülungen helfen.

Mehr dazu: 5 Tipps: Immunsystem langfristig stärken

Bessere Mundhygiene

Dass Zucker schlecht für die Zähne ist, weiß jedes Kind. Auch Honig ist da nicht viel besser – manche Ernährungswissenschaftler meinen sogar: schlechter, weil er länger an den Zähnen haften bleibt. Wir empfehlen Ihnen, auch Manuka Honig mit Maß zu genießen.

  • Er enthält, wie jeder Honig, in erster Linie Zucker und dieser Zucker ist um nichts gesünder als normaler Haushaltszucker. Wir würden Ihnen also nicht empfehlen, mit purem Honig Zähne zu putzen.
  • Es ist allerdings richtig, dass die entzündungshemmenden Eigenschaften des Manuka-Honigs gut für Zahnfleisch und Mundflora sind.

Mehr dazu: 8 Tipps gegen Mundgeruch

Wundheilung fördern

Schon von den Ureinwohnern Neuseelands wurde Manuka-Honig zur Wundheilung verwendet. Seine antibakterielle Wirkung unterstützt die Heilung und fungiert als natürliches Desinfektionsmittel, er bekämpft Bakterien und schützt vor neuen Infektionen.

  • Nach sorgfältiger Reinigung der Wunde wird der Honig aufgetragen.
  • Mit einem Verband kann die betroffene Stelle anschließend bandagiert werden.
  • Die Honigschicht soll auch schmerzhaftes Reißen und Ziehen beim Verbandwechsel vorbeugen und schützt zugleich das Gewebe vor Narben.

Mehr dazu: Narben loswerden: 5 natürliche Mittel

Achtung beim Kauf

Beim Kauf der speziellen Honigsorte sollten Sie vorsichtig sein, da bereits einige Fälschungen des Produkts im Handel sind. Eine einzige Zutat macht den Unterschied:

  • Methylglyoxal ist nur im "richtigen" Manuka-Honig enthalten. Ist der Honig mit Qualitätszeichen wie MGO+® und UMF® gekennzeichnet, können Sie diesen sorglos kaufen.

Mehr dazu: Zirbenholz: Gesund oder Mythos?

letztes Update:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.