Ernährung

Veganuary: 31 Tage ohne tierische Produkte

Wer sich vegan ernährt, verzichtet nicht nur auf Tierleid, sondern schont auch die Umwelt. Die "Veganuary"-Kampagne möchte mehr Menschen von der pflanzlichen Ernährung überzeugen.

  • Drucken
Vegan im Januar
vaaseenaa / iStock

Könnten Sie sich vorstellen, einen Monat lang auf Fleisch, Eier, Milch & Co zu verzichten? Bei dem Ernährungstrend Veganuary ernähren sich Befürworter für die ersten 31 Tage des Jahres vegan. Was genau dahintersteckt, verraten wir Ihnen hier.

Mehr dazu: Das sind die Sieger der Vegan Awards 2019

Mehr Mut zur veganen Ernährung

Der Begriff Veganuary ist eine Zusammenstellung aus den englischen Wörtern vegan und January (Januar). Ziel ist es, sich die ersten 31 Tagen des Jahres rein pflanzlich zu ernähren. Die britische Non-Profit-Organisation Veganuary hat den Trend 2014 ins Leben gerufen. Die Kampagne möchte weltweit Menschen dazu ermutigen, die vegane Ernährung auszuprobieren.

  • Im Jänner 2019 nahmen mehr als 250.000 Menschen an der Kampagne teil.
  • Mehr als 500 Unternehmen, Supermärkte und Restaurants bewarben die Kampagne und führten auf dem britischen Markt mehr als 200 neue vegane Produkte ein.

Mehr dazu: 10 Gründe: Vegan für die Umwelt

Pflanzlicher Lebensstil für die Umwelt  

Unternehmen wie Rossmann, Aldi (in Österreich Hofer) und dm ermutigen ihre Konsumenten auf Social Media, den Veganuary auszuprobieren. Sie machen ihre Fans auf vegane Produkte, Tipps und Rezepte aufmerksam.

Besonders die Umwelt soll von dem veganen Januar profitieren: "Die Klimakrise bedroht unseren gesamten Planeten und wir brauchen globale Maßnahmen, um sie zu bekämpfen", erklärt Ria Rehberg, Geschäftsführerin von Veganuary. "350.000 Menschen, die im Januar auf Tierprodukte verzichten, haben eine enorme Schlagkraft. Wir alle können in nur einem Monat gemeinschaftlich Zehntausende Tonnen Co2– Emissionen einsparen sowie mehr als eine Million Tiere vor einem traurigen Schicksal bewahren", sagt Rehberg weiter.

Der Umweltforscher Joseph Poore untersuchte in einer Studie, wie sich der Einfluss der Landwirtschaft auf die Umwelt auswirkt:

  • Den Untersuchungsergebnissen zufolge könnten 350.000 Menschen, die sich für einen Monat vegan ernähren, circa 41.200 Tonnen Co2  einsparen. Das entspricht etwa 450.000 Flügen von Berlin nach London.
  • Zudem können circa 160 Tonnen PO43-eq (Eutrophierung bzw. Überdüngung mit nicht organischen Nährstoffen) in Gewässern verhindert werden. Das entspricht demselben Effekt wie die Vermeidung von 650 Tonnen Klärschlamm in unseren Gewässern.
  • Auch beim Wasser wird gespart: Ganze 2,5 Millionen Liter, das entspricht einem vollen Olympia-Schwimmbecken.

Mehr dazu: Vegane Jod-Quellen: Bedarf pflanzlich decken

Vegan das ganze Jahr

Wer den veganen Lebensstil ausprobieren möchte, muss nicht unbedingt bis nächstes Jahr warten. Sie können auch jeden anderen beliebigen Monat zu Ihrem veganen Monat erklären. Tipps und Tricks für den veganen Umstieg finden Sie hier.

letztes Update:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.