Ernährung

Whole30: Schlank & fit in nur einem Monat?

Viele Abnehmkuren bringen meist den Jojo-Effekt mit sich. Die Whole30-Diät soll trotz ihres strengen Ernährungsplans, zu einem neuen Lebensgefühl beitragen.

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Mit der Whole30-Diät soll dem Körper eine Art
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Gesunde Ernährung, viel Sport und reichlich Schlaf: Diese Tätigkeiten regelmäßig einzuhalten, ist nicht immer einfach. Oft greifen wir dann auch noch in die Süßigkeitenlade und geben unseren Gelüsten nach. Die Whole30-Diät soll mit ihrer strengen Ernährungsweise dabei helfen, leidenschaftliche Naschkatzen zu zähmen und ein vollkommen neues Lebensgefühl zu vermitteln.

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Gesundes Verhältnis zur Ernährung

Die US-Amerikaner Dallas und Melissa Hartwig entwickelten 2009 das Konzept der Whole30-Ernährungsweise. 2014 veröffentlichten sie Ihr Whole30-Buch "It starts with Food". Auf dem Whole30-Speiseplan stehen Fisch, Fleisch, Eier, Meeresfrüchte, Gemüse, Obst und gute Fette (Öle, Nüsse, Samen). Alle Mahlzeiten sollten nur mit natürlich und unverarbeiteten Zutaten zubereitet werden. Fertigprodukte sind nicht erlaubt.

Was genau ist das Ziel der Whole30-Diät?

  • Bestimmte Lebensmittelgruppen wie Zucker, Getreide, Milchprodukte und sogar Gemüse können sich auf unsere Gesundheit auswirken. Beschwerden wie Kopfschmerzen, Allergien oder Probleme beim Abnehmen durch vermeintlich "gesundes" Essen ausgelöst werden.
  • Durch Whole30 soll unser Körper ein "Relaunch" durchleben und unser Stoffwechsel entgiftet werden. So verspricht das Programm innerhalb eines Monats fitter, schlanker, straffer und gesünder zu werden.
  • Nach der Ernährungsumstellung mit dem Food-Guide der Hartwigs soll sich das gesamte Lebensgefühl ändern. Die Einstellung zu Essen, Geschmack und Nahrungsgewohnheiten sollen für immer verwandelt werden.

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Was darf NICHT gegessen werden?

Um das neue Lebensgefühl zu erreichen, muss ein strenger "Ernährungsplan" verfolgt werden, der einige Verbote mit sich bringt. Diese Lebensmittel sind tabu:

Milchprodukte
  • Alle Kuh-, Ziegen- und Schafmilchprodukte
  • Joghurt
  • Milch
  • Butter
  • Käse
  • Schlagobers (außer Butterschmalz)

Ausnahmen sind nicht erlaubt! Wer sich auch nur einen Schuss Milch im Kaffee gönnt, muss mit dem Ernährungsprogramm von vorne beginnen.

Getreide
  • Weizen, Roggen, Hafer
  • Mais, Reis, Hirse
  • Bulgur, Amaranth, Quinoa
  • Gerste, Kleie, Buchweizen
Zucker

Früchte und Fruchtsaft dürfen als Süßungsmittel eingesetzt werden. Alkohol ist auch beim Kochen verboten!

Hülsenfrüchte
Zusatzstoffe

Ist eines dieser drei Inhaltsstoffe im Nahrungsmittel enthalten, darf es nicht verzehrt werden.

Während der Whole30-Zeit sollte man sich nicht auf die Waage stellen und seinen Körperumfang abmessen. Der Grund: An erster Stelle der amerikanischen Trend-Diät steht immer noch die dauerhafte Ernährungsumstellung und nicht das Abnehmen!

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Reboot für den Körper

Die Whole30-Ernährungsweise ähnelt einem anderem Essens-Konzept: Der Paleo-Diät. Der Grundgedanke ist bei beiden Programmen derselbe – auf industriell verarbeitete Lebensmittel verzichten und eine "natürliche" sowie gesunde Ernährung einhalten. Der einzige Unterschied: Bei Paleo ist Schummeln erlaubt!

Die Regeln sind hart, das Durchhalten gestaltet sich schwer, doch besonders in Hinsicht auf den Zucker- und Alkoholverzicht kann unser Körper davon profitieren. Unseren Stoffwechsel anzukurbeln und den Organismus "back to the roots" zu schicken, ist bestimmt gut für unseren Körper. Trotzdem ist der hohe Fleischkonsum bei Whole30 eher fraglich, auch der vollständige Verzicht auf Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte liefert dem Körper unglaublich viel Fett.

Fazit: Wer seinem Körper einen Stoß in die richtige "Ernährungsrichtung" geben möchte, kann dies mit Whole30 bestimmt schaffen. Doch eines sollten Sie immer bedenken: Jeder Körper ist individuelle und nicht alle kommen nach 30 Tagen zum absoluten Traumgewicht! Ein ausgewogenes Essverhalten mit viel Obst, Gemüse, Vollkorn und in Kombination mit Sport, kann ebenfalls zu einem gesunden Lebensstil beitragen – ganz ohne Verbote.

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