Ernährung

7 Tipps für Zwiebel schneiden ohne Tränen

Zwiebel schneiden leicht gemacht: So zerkleinern Sie Zwiebel und schonen gleichzeitig Ihre Augen.

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Zwiebel schneiden ohne Tränen
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Kaum eine traditionelle Speise der österreichischen Küche kommt ohne sie aus: Zwiebel. Sie verleihen einer Vielzahl an Köstlichkeiten den typischen Geschmack: Gulasch oder Zwiebelrostbraten, ohne Zwiebel undenkbar.

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Warum tränen die Augen beim Zwiebelschneiden?

Zwiebeln im Ganzen lösen noch keinen Tränenfluss aus. Sobald die Zwiebel jedoch angeschnitten wird, beginnt ein chemischer Prozess, der uns letztlich die Tränen in die Augen treibt. In den Zellen der Zwiebel befinden sich zwei Inhaltsstoffe, die normalerweise nicht miteinander in Verbindung kommen:

  • Alliin
  • Alliinase

Erst wenn diese beiden Komponenten zusammenkommen, reagieren sie miteinander: Daraus entsteht das reizende Gas Propanthialsulfoxid. Sobald es aufsteigt und die Schleimhäute von Nase und Augen erreicht, beginnen letztere zu tränen. Das bewirkt, dass der reizende Stoff wieder aus den Augen ausgeschwemmt wird.

Biologisch gesehen hat die Schärfe der Zwiebel einen ganz simplen Sinn: Sie ist ein perfekter Abwehrmechanismus gegen hungrige Angreifer wie Ratten oder Wühlmäuse.

Mehr dazu: Warum schwellen die Augen nach dem Weinen an?

Zwiebel augenschonend schneiden

Wer sich tränende Augen in der Küche ersparen will, kann entweder vollständig auf Zwiebel verzichten, oder diese Tricks ausprobieren:

  • Schneiden, nicht quetschen: Ein scharfes und möglichst dünnes Messer macht präzise Schnitte, ohne die Zellen zu sehr zu quetschen. Je weniger Saft beim Schneiden austritt, desto weniger werden auch die Augen gereizt.
  • Tiefkühler: Eisgekühlte Zwiebel verlieren beim Schneiden weniger Saft. Wer diese Variante ausprobieren möchte, sollte die Zwiebel fünf bis zehn Minuten vor der Zubereitung in den Tiefkühler legen.
  • Im Sitzen schneiden: Das augenreizende Gas der Zwiebel steigt senkrecht nach oben auf. Abhilfe vor tränenden Augen schafft ein Positionswechsel: Werden die Zwiebeln im Sitzen geschnitten, zieht der Duft an unserem Kopf vorbei, die Augenschleimhäute bleiben verschont.
  • Unter dem Abzug schneiden: Hilfreich ist auch, die Zwiebel direkt unter dem eingeschalteten Dunstabzug zu schneiden. So werden die Gase abgesaugt, bevor sie sich an den Schleimhäuten festsetzen können.
  • Kaltes Wasser: Wer die halbierte Zwiebel sowie das Schneidbrett zuvor mit kaltem Wasser abspült, hindert die Gase am Aufsteigen.
  • Kontaktlinsen: Kontaktlinsenträger berichten, dass sie beim Zwiebel schneiden weniger unter Augenreizungen leiden. Grund dafür ist der mechanische Schutz der Augen durch die Linsen, wodurch das reizende Gas weniger Angriffsfläche hat.
  • Taucherbrille: Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zur Taucherbrille. Sie trägt nicht nur aus optischen Gründen zur Erheiterung bei, sondern schützt die Augen zuverlässig vor aufsteigenden Zwiebeldämpfen.

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Giftig für Hunde

Hunde meiden Zwiebel instinktiv, sind sie aber verkocht, werden sie für unsere Vierbeiner unkenntlich. Sie reagieren auf den Verzehr von Zwiebeln mit Hämolyse, einer potentiell lebensbedrohlichen Zerstörung der roten Blutkörperchen. Am gefährlichsten sind rohe Zwiebel (5-10 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht), aber auch gekochte Zwiebel können Symptome hervorrufen. Die Vergiftung beginnt meist mit

  • Durchfall und Erbrechen,
  • nach wenigen Tagen kommt es zu Schwäche,
  • Blässe der Schleimhäute und
  • Dunkelfärbung des Urins.

Spätestens jetzt ist es an der Zeit, einen Tierarzt aufzusuchen. Nicht nur aus diesem Grund sollten Speisereste grundsätzlich nicht an Haustiere verfüttert werden.

Mehr dazu: Erste Hilfe bei Vergiftungen beim Menschen

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