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Das ist der gefährlichste Sport der Welt

Von einem Wolkenkratzer springen und kurz vor dem Aufprall am Boden einen Mini-Fallschirm öffnen – So holen sich manche ihren Kick. Warum das eine sehr dumme Idee ist.

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Base-Jumping
muslian / iStock

Haben Sie sich schon einmal überlegt, ob Sie mit einem winzigen Fallschirm von einem Gebäude springen sollten? Nein? Gratuliere, Sie sind nicht lebensmüde. Bei Base-Jumpern ist genau das der Kick – diese Sportart ist super gefährlich.

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Mit dem Mini-Fallschirm vom Hochhaus springen

Beim Base-Jumping klettert man auf hohe Häuser, Türme, Brücken, Klippen oder Berge – je höher, desto besser. Kommt man dann dort an, wird hinunter gesprungen. Zum "Schutz" werden winzige Fallschirme benutzt, die kurz vor dem Aufprall geöffnet werden. Manche tragen dabei sogenannte "Wing-Suits" –  also Anzüge, die mit etwas mehr Textil ausgestattet sind, um im Wind zu schweben. Andere springen ganz ohne Equipment und steuern nur mit Armen und Beinen. Das ganze ist genauso gefährlich wie es klingt.

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Selbst Profis sterben reihenweise

Bei dieser Sportart sterben häufig Menschen oder verletzen sich zumindest schwer -Erst-Springer genauso wie jene, die in der Base-Jumping-Szene schon berühmt sind. Bis jetzt starben 362 Menschen dabei. Die Base-Jumping-Fans führen eine detaillierte Liste über alle Tode aus ihren Reihen, zusammen mit genauen Informationen, wieso der Sprung tödlich endete. Diese morbide Liste finden Sie hier. In einer Studie wird außerdem gezeigt, dass sich etwa jeder 60. Base-Jumper in den Tod stürzt. Das Verletzungsrisiko ist etwa 43 Mal höher als beim Fallschirmspringen aus einem Flugzeug.

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Kein Vergleich mit Fallschirmspringen

Beim Base-Jumping wird von weitaus niedrigeren Absprungflächen gestartet als beim Fallschirmspringen. Dadurch ist der Zeitraum, den man hat, um seinen Mini-Fallschirm zu öffnen, extrem kurz. Wenn sich der Schirm verheddert, nicht aufgeht, man die Kontrolle über den freien Fall verliert oder gegen etwas prallt, kann das schnell so enden:

  • Beim Fallschirmspringen wird Profi-Equipment benutzt.
  • Es gibt eine eigene Ausbildung und gesetzliche Regeln.
  • Es wird in möglichst sicheren Gebieten gesprungen.
  • Nicht jeder kann einfach aus einem Flugzeug springen.

Beim Base-Jumping ist das leider anders. Es ist schwer, diese "Sportart" zu regulieren oder zu verbieten, weil theoretisch jeder ständig irgendwo hinunter springen kann.

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Verrückter Trend durch Soziale Medien angefeuert

Was bewegt einen gesunden Menschen also dazu, einfach von einer Klippe zu springen? Meistens besteht bereits im Vorfeld eine gewisse Risikobereitschaft. Oft ist der typische Base-Jumper männlich und jung. Die Base-Jumps werden mit Kameras von Freunden gefilmt oder der Springende filmt sich selbst. Dabei werden oft Mini-Kameras an Körper und Helmen fixiert, um den Sprung hautnah zu dokumentieren. Diese Videos werden dann in den sozialen Netzwerken geteilt. So kann man sich als Held präsentieren und motiviert andere, es noch extremer nachzumachen.

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