Fitness

Isolation: Ist es unsere größte Sorge "fett" zu werden?

Trainieren in der Quarantäne soll dazu beitragen, dass wir auch in der Corona-Krise fit bleiben und nicht zunehmen. Doch unterstützt das nicht gleichzeitig Fatshaming?

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Workout Isolation
lechatnoir / iStock

In der "Iso" möchten wir alle fit, sexy und vor allem gesund bleiben. Das Workout ist dabei auch für so manchen Sportmuffel plötzlich zur Pflicht geworden. Denn die Angst ist groß, in der Quarantäne zuzunehmen und "fett" zu werden. Hier stellt sich die Frage: Haben wir keine größeren Sorgen? Und grenzen wir mit diesen Gedanken dickere Menschen aus?

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"I'm too sexy for my …"

Am Morgen Yoga, am Nachmittag 20 Minuten Bauch-Bein-Po-Übungen und anschließend noch eine Runde Laufen gehen. Auch wenn wir wohl im Sommer nicht im neuen Bikini am Sandstrand in Mykonos glänzen können, so wollen wir weiterhin an unserem Sommer-Body 2020 ackern. Wie oft haben wir seit Beginn der Isolation gehört "In der Quarantäne werde ich sicher fett/werde ich zunehmen!". Doch ist diese Aussage nicht unglaublich unsensibel? Haben wir denn in der Pandemie keine anderen Sorgen, als uns davor zu fürchten, dass wir ein paar Kilo zunehmen werden? Unzählige Videos von Home-Workouts auf Instagram, Facebook & YouTube regen die Menschen dazu an, sich zu bewegen und fit zu bleiben. Wer jedoch denkt, dass es dabei immer nur ums Abnehmen geht, hat den Sinn von wahrem Sport nicht verstanden.

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Sport ist nicht nur zum Abnehmen da!

Fast die ganze Welt befindet sich im Lock-down, die Menschen sollen zu Hause bleiben. In Österreich ist es erlaubt, das Haus zu verlassen, um eine Runde spazieren, Laufen oder Radfahren zu gehen. Das bringt immer mehr Leute dazu, sich zu bewegen, aktiv zu sein, und trotz der Corona-Pandemie mit genügend Sicherheitsabstand an ihren Sportzielen zu arbeiten.

Wer jedoch der Meinung ist, dass man nur Sport macht, um abzunehmen, der irrt. Sich körperlich zu betätigen, hat besonders in dieser kritischen Lage eine hohe Auswirkung auf uns. Wir befinden uns in Woche 4 der Isolation, wir sind ausgelaugt, genervt von unseren vier Wänden und gestresst durch das Homeoffice. Bei vielen verschwimmt die Grenze zwischen Privat- und Arbeitsleben, was den Alltag noch schwieriger gestaltet.

Sich die Beine zu vertreten, den Kopf freizubekommen oder seinen Frust rauszuschwitzen, kann uns dabei helfen mit der ungewöhnlichen Situation besser zurechtzukommen. Es tut uns also nicht nur körperlich, sondern auch psychisch gut! Wer dabei ein paar Kilo abnimmt, bekommt ein Extra-Zuckerl. Es ist jedoch kein Muss!

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Schlank bedeutet nicht gleich gesund

Jetzt bleibt immer noch eine Sache zu klären: Wäre es wirklich schlimm, wenn wir in der Quarantäne zunehmen? Nein! Denn die Sache ist die:

  • Nicht jeder schlanke Mensch ist gesund.
  • Nicht jeder dicke Mensch ist krank.

Unser Körpergefühl können wir nur selbst definieren. Solange wir uns körperlich und psychisch gesund und uns in unserem Körper wohlfühlen, ist es noch lange kein Grund uns in der Isolation mit unliebsamen Sportarten oder -übungen abzuhetzen. Falls du das Gefühl hast, dass dich eine Vielzahl von Usern oder Instagram-Seiten mit Workoutvideos stressen, dann stell sie auf stumm und konzentriere dich auf andere Dinge.

Am Ende des Tages kommt es immer darauf an, wie DU dich fühlst. Lass' dich nicht in der Isolation unter Druck setzen, um irgendwelche neuen Skills zu erlernen oder wie der nächste Schwarzenegger nach Aufhebung der Ausgangsbeschränkung auszusehen. In der Isolation sollten wir vor allem tun, was uns gut tut. Sei es die kleine Abendrunde um den Block oder der Schokoriegel beim Netflix schauen – du weißt am besten, was für dich richtig ist.

Der Fitness-YouTuber ObesetoBeast hat sich ebenfalls mit diesem Thema beschäftigt und spricht in seinem Video über die unterschiedlichen Sichtweisen von Sportfans und "Beginnern" in der Isolation: 

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