Fitness

Sport für Körper und Geist: Wie Sie Ihr Wohlbefinden mit Klettern steigern

Sie wollen wieder Spaß am Sport haben und Ihrer Gesundheit etwas Gutes tun? Dann ist klettern genau das richtige für Sie. Die Sportart ist ein echter Allrounder für geistiges und körperliches Wohlbefinden und hilft Ihnen, über sich selbst hinauszuwachsen.

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Klettern für Ihr Wohlbefinden
SolStock / iStock

Klettern ist super  schon alleine deshalb, weil es nicht langweilig ist. Klar reden wir immer davon, dass Sport Spaß machen soll  – aber wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, ist diese Situation eher selten der Fall. Die 47. Wiederholung im Fitness-Studio hat nur begrenzten Unterhaltungswert. Sie wollen Kraft und Fitness auf gesunde Weise steigern und sich dabei nicht fadisieren? Dann könnte Klettern der richtige Sport für Sie sein!

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An die Wand!

Das Überwinden der Schwerkraft ist Ganzkörpersport. Während beim Bodybuilding vor allem Masse aufgebaut wird, setzen Kletterer auf die Kraft. Beim Strecken, Eindrehen oder Überkreuztreten wird die Muskulatur von den Schultern bis zu den Beinen beansprucht – und natürlich gekräftigt. Eher einseitige Belastungen, wie etwa beim Tennis, gibt es beim Klettern nicht. Stattdessen entwickeln Kletterer ein besseres Körpergefühl und eine gute Balancefähigkeit.

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Körper und Geist im Einsatz

Zudem hält Klettern den Geist fit schließlich sind Konzentration, Koordination und auch Kreativität für die Bewegungsausführung notwendig, um in dieser Sportart zu bestehen. Selbsteinschätzung, Reaktionsvermögen und Willenskraft entwickeln sich dabei quasi als "Bonuspunkte". Nicht zuletzt macht eine erfolgreich bezwungene Kletterwand, bei der man an über seine Grenzen hinausgeht, stolz und stärkt obendrein noch das Selbstvertrauen.

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Bouldern gegen Depression

Genau das machen sich auch sportliche Therapieansätze, wie das deutsche Pilotprojekt "Klettern und Stimmung" zunutze. Bouldern, also das Klettern ohne Seil in Absprunghöhe, wurde hier als Therapie gegen Depressionen eingesetzt:

  • Positive Erlebenisse: Die Betroffenen sammeln spielerisch positive Erfahrungen und bleiben geistig fit. Dies fördert nicht nur das Wohlbefinden, sondern hilft außerdem wieder Gefallen an sozialen Aktivitäten zu finden.
  • Herausforderungen meistern: Die Patienten lernen durch die sportliche Betätigung zwar, ihre Grenzen besser wahrzunehmen, jedoch wachsen sie oft über sich selbst hinaus. Diese Erlebnisse rufen wiederum Glücksmomente hervor und zeigen, dass man meist mehr bewältigen kann, als vermutet.
  • Erfolge feiern: Das Klettern hilft vielen Betroffenen dabei die eigene Erfolge bewusster zu erleben. Oft vergessen wir nämlich, wann es Zeit wird uns selbst auf die Schulter zu klopfen und stolz zu sein.

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Welcher Klettertyp bin ich?

Wer mit dem Klettern anfängt, sollte sich zunächst für eine Kletterart entscheiden. Beim Bouldern können Anfänger mit entsprechendem Schuhwerk und einem Beutel Magnesia sofort losstarten. Das weiße Pulver verhindert das Abrutschen bei feuchter Finger und sorgt dafür, dass jeder Handgriff sitzt. Anders ist es beim Seilklettern in der Halle und beim Klettern in der Natur: Hierfür sollte man nicht nur schwindelfrei sein, sondern unbedingt einen Kurs unter fachkundiger Anleitung besuchen. Dabei werden Ihnen die notwendigen Sicherungstechniken und Ausrüstungstipps vermittelt, sodass Sie mit etwas Übung bald zum Profi bergauf klettern können.

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Quellen:
Deutscher Alpenverein
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

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